mal als Gast,
wenn das mit dem Rotwein ein ernsthaft gemeinter Rat sein sollte, finde ich ihn, mit Verlaub, ein bisschen bescheuert, denn er löst kein Problem sondern schafft langfristig eher eines. War er als Scherz gedacht, selten so gelacht.
Ich gehe zu Bett, lese noch etwas und schlafe dann schnell ein. Wenn mich, wie derzeit, etwas belastet, bin ich das erste Mal nach gut einer Stunde wieder wach. Gelingt es mir mit Blick auf die Uhr, es gedankenlos hinzunehmen, schlafe ich wieder ein und wache nach weiteren 1 1/2 Stunden wieder auf. Jetzt kommt die erste kritische Phase, viele Gedanken stehen parat, ich werde immer wacher und greife dann zum Buch. Nach einer 1/2 bis 3/4 Stunde kann ich wieder einschlafen. Dann sind es ca. 2 Stunden mit meist merkwürdigen Träumen und schwubs bin ich wieder wach.
Es gab Zeiten, da habe ich mich wegen der Unterbrechungen fürchterlich geqählt und mir Sorgen gemacht am Morgen nicht ausgeschlafen zu sein. Das habe ich mir abgewöhnt. Ich akzeptiere diesen anstrengenden Schlafrythmus, bin am Morgen halt nicht superfrisch komme aber gut damit klar. Die Alternative wären Medikamente oder, wie oben erwähnt der Rotwein. Ich denke, zu akzeptieren und darauf zu achten, dass auch wache Ruhephasen erholsam werden, ist für mich besser.
Darüber hinaus finde ich ganz wichtig, dass wir versuchen, unsere uns plagenen Probleme mit dem Sonnenuntergang wegzupacken, denn Lösungen in der Nacht sind selten zu erwarten.
