erstmal noch zu deinem Geschriebenen vom Frühjahr.
Das geht mir immer wieder ganz genauso. Jetzt, wo mich mein Körper zur Ruhe zwingt, merke ich mein überreiztes Nervensystem, dass keine Pausen mehr gewohnt ist.Es ist immer so ein wahnsinniger Balanceakt. Für irgendwas reicht die Zeit immer nicht und irgendwie stelle ich mich selbst immer ganz hinten hin…
Ich nehme mir vor, kleine Pausen irgendwie auch in meinen Alltag einzubauen. Gleichzeitig sehe ich die Gefahr ganz schnell wieder ins Funktionieren und ins Hamsterrad zu kommen...
Das erlebe ich bei mir auch immer wieder. Gut dabei ist, dass ich es inzwischen auch meist immer schneller erkenne, dass diese Gefühle eigentlich bei mir sind, in mir liegen und nicht bei den anderen. Wenn ich mich zu wenig von anderen gesehen fühle und mir mehr Mitgefühl etc. wünsche, bin es in der Regel ich selbst, die sich nicht genügend sieht und mitfühlt.Ich hatte viele Diskussionen mit der Ehefrau, dass ich das Gefühl habe, sie nimmt meine Gefühle nicht wichtig. Und jetzt muss ich ehrlich sagen, dass ich diejenige bin, die meine Gefühle nicht richtig genug nimmt . das hab ich wohl irgendwie ausgelagert, war leichter ihr das vorzuwerfen.
Das trifft auch genau so auf mich zu. Ich finde mich insgesamt da in deinen Worten sehr wieder.Es ist soo schwer mich selbst und meine Bedürfnisse und meine Gefühle ernst zu nehmen, obwohl ich ja weiß dass das zu meiner Heilung notwendig ist.
Spielst du denn noch Gitarre und hilft es dir ein bisschen dabei bei dir selbst zu bleiben und Ruhe sowie einen Zugang zu dir zu finden?
Nun zu deinem aktuell Geschriebenen.
Das kenne ich auch, dass so etwas stresst. Mir hilft es zumindest teilweise mir bewusst zu machen wofür es ist und dass es nur vorübergehend ist.
Ist es möglich, dass deine Ehefrau dich da im Kontakt mit den fremden Menschen in der Wohnung unterstützt? Denn sowas fällt zumindest mir zusätzlich schwer. Vielleicht könnte das etwas entlasten.
Vielleicht ist es auch möglich einen sicheren Schutzraum in der Wohnung zu finden, der nicht von den Bauarbeitern betreten werden darf, wohin man sich zumindest zeitweise zurückziehen kann. Vielleicht den Bereich zusätzlich mit Wohlfühldingen verstärken. Vielleicht auch noch Kopfhörer auf die Ohren, falls Geräusche zu sehr triggern, um diese zumindest etwas abzuschwächen.
Ansonsten immer wieder die Unterschiede zur Vergangenheit bewusst machen.
Alles Gute für die Zeit,
A.Rhiannon