Danke Rina, für deine Worte...
ui, ein Tag wieder hinweggefegt, hab mich mal an Stadt der Engel probiert, kannte den Film,
wollte ihn schon seit Monaten sehen, jetzt endlich die DVD in der Hand und sofort auch gleich angeschaut...
Vorhin gleich noch ein komplettes Buch gelesen, 141 Seiten einfach mal runtergelesen... das hab ich schon lange nicht mehr geschafft, einfach mal zu lesen und mir auch die Zeit dazu zu gönnen, war zwar zwischendrin immer dieses, ich muss was anderes machen, aber nein, lies weiter...
Jetzt draussen gewesen, die Natur wirken lassen, eine wunderschöne Lilie gefunden, Photo rausgekramt, und Bilder gemacht...
die Schönheit der Welt sehen, sehen, dass auch schönes existiert...
Ich glaube, der Film hat mir echt gut getan, wieder einmal die Augen geöffnet, mir gezeigt, dass es auch in der schlechten Welt, auch immernoch,
das Gute zu finden ist...
Hoffnung, ich mag Filme die so unendlich traurig wie das Leben sind, aber einem die Hoffnung geben...
Ich wusste lange nicht mal, wie der Film hieß, wusste nur, dass ich ihn mal vor Ewigkeiten gesehen hab...

Filme und Bücher haben eine gigantische Wirkung auf mich, ich bin wohl regelrecht geflohen, geflohen aus meiner Welt, in die Bücherwelt...
Ich probiers mal umzusetzen, mal nur für meinen Kopf, wenn ein Kind missbraucht wird, und es das nicht verhindern kann, es aber verstehen und verhindern will, wird es sich zwangsläufig einreden, dass es selbst schuld ist an diesem Vorgang, dass es sich ja selbst dorthin begibt, dass es selbst dort schläft, dass es lauter hätte protestieren sollen, dass es klipp und klarer sagen hätte sollen, dass es da nicht hinwill!!! Dass es selbst shculd ist, weil es ja schließlich wusste, was passiert und passieren wird... Kann es sein, dass dieses Beispiel mir gerade beschreibt, wie ich mir selbst schuld an diesem ganzem Missbrauch gebe?
Nur um den Täter unschuldig zu machen, meine Aussenwelt, die nicht meine Hilfeschreie entziffern konnte und verstehen konnte/wollte?
denn dann weiß ich, dass ich mich noch immer schuldig spreche...

Schuld gesucht bei dem Kind, dass nie schuldig war... Schuld gefunden die es nicht gibt! Schuld gehört dem Täter, den Tätern...
ich hab Ausreden erfunden, für das Verhalten von anderen Menschen... Rechtfertigungen für Vergehen gegenüber mir, Rechtfertigungen an Handlungen...
Schade, dass das ein Kind machen muss, gemacht haben tue ich das alle mal, bis heute bin ich noch eine Person, die immer Rechtfertigungen und Verständnis aufzeige... nur was ist da falsch?
In der Ohnmacht, der Situation, habe ich mich zum Schuldigen gesprochen...weil er da war, weil er mir weh getan hat, weil ich wusste, wenn er mich so anschaut, passiert das, wenn ich dorthin gehe, passiert das! Ich habe gesagt, dass ich da nicht hinwill, aber man hat mir ein schlechtes Gewissen eingeredet,
dass ich wohl dankbar angenommen hab! Even ist schuld. Even ist böse zu ihrem Patenonkel, aber Even will lieb und brav sein... also muss sie da hin.. Sie muss zeigen, dass sie lieb ist...
Die Angst ist wichtig, wenn sie da ist. Sie schützt. Wovor will sie dich schützen? Vor den Schmerz, der Bodenlosigkeit, der...
Der Schmerz wird kommen, die Bodenlosigkeit auch.
Wovor schützt sie mich? vor mir? Würde ich mich nicht selbst zerstören? Mich kaputt machen? Mir die Kraft geben um das Entgültige zu tun?
Ja, meine Angst schützt mich vor mir selbst...
oder auch nicht, denn sie kann mich nicht ein Leben lang vor mir selbst beschützen... dass kann sie nicht, im Angesicht des Todes ist meine Angst weg,
nur der Schmerz ist da...und die Trauer...
Der Schmerz ist da, um dir zu zeigen, wie schlimm die Verletzung ist, wie tief. Der Schmerz erzählt von dem Ausmaß der Verletzung. Du brauchst den Schmerz, um die Verletzung sehen und verstehen zu können.
Die Angst ist nicht so nahe an der Verletzung dran, wie der Schmerz. Der Schmerz ist mit der Verletzung zutiefst verwoben.
Ich denke, der Ausmaß des Schmerzes wird riesengroß sein, aber um heilen zu können, muss ich irgendwann den Schmerz zulassen, und hoffen, dass ich in diesem Schmerz nicht in Selbstmitleid zerfliesse... aufgebe und nie mehr das Tageslicht sehe...
Ich merke, dass ich diesen Schritt nicht alleine gehen kann, dieser Schritt wird sehr sehr schwierig sein.
Mir und vielen anderen Menschen auf dieser Welt. Es gibt sie, die vertrauenswürdigen Menschen, wenngleich sie auch unperfekt sind.
Es gibt keine perfekten Menschen, keine perfekten Eltern... auf der Welt ist nichts perfekt...
und doch denke ich sind es oft die unperfekten Dinge, die das Leben so einzigartig machen... auch schön sein können...
Dein Misstrauen ist gut und schützt dich, es muss nur etwas neu lernen, nämlich dass das was war, heute nicht mehr ist.
hm, vieles das was war besteht bis heute, mir mögen vielleicht einen Täter auschließen, aber leider rennen noch immer wartende neue Täter da draussen in der Welt rum... ein Täter riecht Opfer meilenweit gegen den Wind... diesem Spruch pflichte ich bei...
Dinge bestehen weiter, mein Opferverhalten, aber auch die Menschen, die sich darüber freuen
Deine Welt ist nicht mehr so bedrohlich, wie sie einst mal war, aber das weiß dein Misstrauen noch nicht.
Vielleicht, weil mein Misstrauen immernoch Beispiele findet? Nur um Januar aufzuzählen, ich bin 20 Jahre alt, der Missbrauch liegt locker 4 Jahre zurück... und trotzdem schaffen es Menschen, mich immernoch zum Opfer zu machen?
Nur glaubt es manchmal, was gefunden zu haben und alamiert gleich die Armee des Misstrauens, die wiederum ihre Geschütze wie Furcht, Flucht, Angst, Erstarrung... auffahren.
Ja, genau... bis auch Flucht, die beherrsche ich nicht, erstarren, aushalten, abwarten...
Und schon herrscht Krieg. Die Stimme des Vertrauens hat bei all dem Lärm der Geschosse so wenig Raum, um sich da bemerkbar zu machen.
Ab und zu klappt das, ab und zu, vertraue ich mich an, kann Dinge als positiv werten, kraftspendend, eine Umarmung, ein Hand die mich hält, eine Hand, an der ich meine Hand klammern kann, ohne dass jemand von mir mehr verlangt, ich hatte gestern eine Hand, eine Hand, an die ich mich klammern konnte, eine Hand die mich gehalten hat, eine gute Erfahrung, Vertrautheit, klar fließt immer Misstrauen mit hinein, Zweifel...
mein Verhalten gegenüber Männern? Mehr als gestört... Komplett verdreht... unbeherrschbar... für mich zerstörbar...
Aber das Vertrauen gibt nicht auf, weil es schon längst gemerkt hat, dass sich etwas verändert hat, dass es sich trauen darf, sich immer mal wieder zu zeigen und erlebt: "Hey, es ist ja doch kein Krieg, weil es gar keinen Gegener gibt!"
Okay, das Vertrauen sagt, es gibt Gegner, aber es gibt auch Männer, die das nicht sind (ich hoffe das einfach mal...und doch kenne ich glaub ich welche die keine Gegner sind)...
Ich habe oft genug für mein Vertrauen bezahlt... oft genug, irgendwann macht es einem nichts mehr aus...

irgendwann denkt man, dass es selbstverständlich ist

kann das Wort nicht schreiben, das was ich da schonmal benutzt habe...
Du hast soeben jemanden erreicht, Tränen in meinen Augen... ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll...
Hallo Tänen von Even, ihr dürft da sein, einfach nur da sein. Schön, dass ihr euch zeigt!
Lass dich einfach da sein - nichts dafür und nichts dagegen tun, sondern einfach sein.
und ich würde sagen schon wieder, du kannst besser mit mir umgehen wie ich
du wirst eine wunderbare Psychologin... weil die Worte sind schon wunderbar...
auch, wenn ich sie gerade mir mal wieder zurechtpflücke...
Denke da an die Worte von Apoyo

tut mir echt leid...
Du hast es gerade gespürt, da waren die Tränen in deinen Augen. Sie wären nicht da, wenn es keinen Grund dafür gäbe.
Es ist wahr - leider ist es wahr.
Und leider bin ich so langsam soweit, dass ich sagen, selbst, wenn es nciht wahr ist, die Probleme hast du trotzdem, macht es das besser?
Ich danke noch immer jemanden der mir mal auf einem langem Spaziergang gesagt hat, dass er mir glaubt, ich weiß, ich hab damals ziemlich viele
Zweifel offen gelegt, die sich mein Begleiter angehört hat, um mir dann zu sagen, ich glaube dir...
Den auch wenn ihr an das glaubt, ich glaube mir nicht...
Noch immer stehe ich mir selbst im Weg...
Ich bin mir mein größter Feind...
Even
PS: ups... sehr lange geworden
@ Liliane, danke...
oft ist es das Gefühl nicht alleine hier mit all meinen Zweifeln und Ängsten zu stehen, eines der besten Gefühle...
Alleine in der Welt, bin ich verloren...
Even