Die Frau vom Wohnhaus hat sich "natürlich" noch nicht gemeldet... puh... aber sie hatte ja auch nur gesagt, dass sie sich nach ihrem Urlaub meldet- aber nicht
wann nach ihrem Urlaub... *Haha*: Kategorie "nicht witzig"...
Nächste Woche erfahren wir dann hoffentlich (!) endlich, ob eine ambulante Betreuerin für uns gefunden wurde.
Und vielleicht auch näheres, wie es mit der Klinik aussieht...
Ertragen das alles wieder mal nicht gut... dieses "Leben"... es ist eine einzige Anstrengung und Qual...
Und die vernichtenden Innens werden gut gefüttert dadurch, dass wir so widerlich verwahrlost überleben müssen...
*Keine Worte* wieder, um das zu beschreiben... wie das ist... so ein "Leben"...
Immer wieder sehr viel sterben-dürfen-endlich-Todessehnsucht. Und jetzt gerade beim Schreiben fällt uns ein, dass wir in der Klinik manchmal bemerkt haben, dass es dort wieder Tage gab, an denen wir nicht aufgewacht sind, und als erstes ans sterben wollen gedacht haben...
Wenn wir wenigstens endlich wüssten, ob Ende des Jahres dann
wirklich ein Platz im Wohnhaus frei wird...
Wir glauben ja auch, dass die uns vielleicht vorgezogen haben auf der Warteliste- also weil es ja eigentlich hieß, dass die Warteliste lang wäre und die meisten mehrere Jahre auf einen Platz warten müssen... puh... mehrere Jahre werden wir nicht mehr überleben...
Und dieses Jahr kommt auch ein besonders kritischer "Geburtstag"... also die sind ja eh alle kritisch, diese Tage, weshalb wir ja oft an diesen Daten in der Klinik waren... aber dieses Jahr, puh... wir müssen immer daran denken, dass der V*ter noch 6 Jahre hatte, nach diesem Geburtstag....
Bevor er sein "Todesurteil" bekommen hat. Und so, wie wir seit frühester Jugend mit diesem Körper umgegangen sind... puh... das ist überhaupt ein "Wunder", dass wir noch da sind.... (und dafür sind wir
nicht dankbar!

).
Wurde uns ja auch schon mit Mitte 20 mal von 'ner Therapeutin "prophezeit": Wenn Sie so weitermachen, haben sie nicht mehr lange.
Tschä... was lernen wir daraus?
Erstens: Totgesagte leben länger *seufz*...
Und zweitens: Wenn manfrau sich seit dem mindestens 12. Lebensjahr wünscht zu steben, dann ist eine "Todesandrohung" wenig beängstigend...
Falls das der Plan der damaligen Thera war...
Hm... die "Lebensangst" (?) ist viel, viel größer... als die Angst vor dem Tod... und so gänzlich ohne LebensQUALität, lässt sich auch schwerlich so etwas wie "Freude" daran finden... und wenn, dann zu wenig, um all den Schrecken, die Angst, die Qualne auszugleichen...
Wir haben auch schon mal zur Thera gesagt, dass wir uns manchmal fragen, ob eine tödliche Diagnose für uns nicht eine Erleichterung wäre... also eine tödliche körperliche Diagnose... (auch wenn wir mehrere Unterdiagnosen psychischer Erkrankungen haben, die auch potentiell erhöht tödlich verlaufen). Also wir fragen uns manchmal, ob wir dann vielleicht endlich so etwas wie "leben" könnten, weil wir entlastet wären durch die Gewissheit, dass das ganze dann noch ein paar Monate oder 1, 2 Jahre dauert....
Müssen wir uns jetzt für solche Gedanken schämen?

*Keine Ahnung*...
So müde all dessen... so müde...
Und die Möglichkeit des ***Suizids***... tja, das hatten wir uns mal leichter vorgestellt.... früher... so viel früher.... als wir das noch nie versucht hatten...
Jetzt, nach inzwischen mehreren Versuchen über Jahre... wissen wir leider, dass wir uns das leichter vorgestellt haben, als es ist...
Der Körper wehrt sich da mit aller Macht... bzw. die Thera sagt immer, innen gäbe es welche, die eben nicht sterben wollen... und die hätten sie ja bei dem einen schweren Versuch auch noch angerufen, woraufhin sie ja Polizei & Co... puh... auch schwer war und ist das.... damit klarzukommen...
Und inzwischen gibt es auch so etwas wie "Schuldgefühle" bzgl. all der Gewalt gegen uns "selbst"... das gab es lange, lange gar nicht...
Das dumme ist "nur", dass die Schuldgefühle das ganze noch schlimmer machen.... oder vor allem noch schwerer auszuhalten... denn stoppen können wir das/ die "SElbst"gewalt nicht... das versuchen wir ja nun auch schon seit ???? Über einem Jahrzehnt wohl inzwischen....
In der Klinik kann es begrenzt werden... zumindest begrenzt... aber wenn wir "alleine" wohnen, haben wir absolut keine Chance.... gegen die uns... die uns zerstören wollen... uns.. und/ oder... den Körper (?).... *egal, egal, egal*... blablablabla... *alles egal*....
Bzw. *hmpf*... das ist ja der Grund, warum wir wieder in ein Wohnhaus "wollen"/ müssen.... denn die Begrenzung der "Selbst"zerstörung... verhilft uns zumindest ein wenig mehr zu so etwas wie "ÜberlebnsQUALität".... auch wenn wir so Angst haben vor dem Wohnhaus und der Bindungkacke, die das wieder auslösen wird...
Boa, war das ein monsterlanger Text... *auch egal*... musste wohl sein... *seufz*...
