Ja, es ist anstrengend, und es soll einfach aufhören. Aber das wird es nicht, weil ich das selber 1000% wollen muss, sonst bringt alles nichts. Kämpfen. Immer kämpfen, weiter, weiter, weiter.
Man stirbt nicht nur fast bei dem, was passiert, sondern man stirbt auch beim kämpfen fast, weil mein auch über seine Grenzen gehen muss, obwohl man gar nicht will und nicht kann. Kraft ist immer leer, es ist schwierig, die wieder aufzufüllen.
Ich weiß selber gar nicht was ich will. Ich weiß es einfach nicht, mich verwirrt das alles, bin durcheinander. Was ist richtig und was ist falsch?
Pflegefamilie? Alleine? WG? Was ist richtig? Gar nichts von all dem?
Alles klappt eh nicht. Es würde nicht lange dauern, dann geht ja eh alles wieder den Bach runter. Wie immer. Es ist doch immer, jedes mal das selbe. Erst läuft es gut, dann nach und nach wird alles schlimmer, man kann nicht mehr, ist wieder kurz vorm sterben, man kämpft, für nichts, für gar nichts, dann denkt man, es geht wieder, man hat sich gefangen, man arbeitet, sehr, sehr hart an sich selber, und dann weiß man aber, dass man niemals hart genug an sich arbeitet. Nie, nie, niemals.
Wieso klappt es immer erst ganz gut und wird dann wieder schlimmer? Bei jedem Versuch scheiter ich wieder.
Es ist gemein. Extrem gemein. Hm
Ich will nicht depressiv sein. Ich will keine Essstörung haben. Ich will kein Borderline haben. Ich will keine ptbs haben. Ich will auch den Rest nicht haben. Ich will gar nichts haben.
Nur gesund sein. Leben. Draußen. Normal. Arbeiten. Freude. Freunde haben. Lebenswillen haben.
Das alles und nichts anderes.
Irgendwann höre ich auf. Mit allem. Vllt nicht heute und nicht morgen. Dann aber vielleicht übermorgen oder keine Ahnung..

Irgendwas ist seitdem in mir gestorben.