tabuthema suizid

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. »

Steinhart... wir merken, dass uns irgendetwas zienlich dolle wütend macht... wir wissen nicht, ob es etwas an Deienem Schreibstil ist... oder inhaltlich... ob wir angetriggert sind... oder gerade ja auch mal wieder sowieso etwas "krawallig" :oops:
Wir ham auch überlegt, ob wir überhaupt noch antworten. Aber wir merken, die Wut soll raus dürfen... verletzen wollen wirdich aber nicht... vielleicht haben wir auch schon zuviel und zu oft über das Thea diskutieren müssen... und auch erlebt, dass es nicht akzeptiert wird, wie es ist für uns... für uns! wohlgemerkt...
Da ist vielleicht auch schon das erste... wir ha einfach das Gefühl, Du willst uns überzeugen davon, dass deins richtig ist... und dass es sich lohnt zu leben... wir sthen aber vielleicht gar nicht mehr an diesem Punkt... "ob" leben oder sterben... es geht um wie? wie sterben? wenn leben so nicht erträglich ist für uns... und dass wir uns nun auch noch den Vorwurf "Mord" anhören müssen- das finden wir schon heftig. Nachdem der Begriff Selbstmord zwar sprachlich abgwandelt wurde, aber der Vorwurf in der Gesellschaft nach wie vor da ist. Unsrere Erfahrung nach...
Und nein! uns ist es eben nicht egal, WIE wir sterben... von wegen einen Weg gibt es immer... genauso wenig, wie es uns egal ist, wie wir leben müssen. Und wir hätten eben genau den Tod vielleicht gerne anders, als unser Leben- nicht einsam und heimlich und Schuldbeladen.
Sondern mit der Chance auf Abschied und vor allem auch auf "Sicherheit"... ohne Gewalt gehen dürfen... ohne Schmerzen und Angst... ohne den Körper zu zerhackstückeln usw.... ham wir aber schon mal hier geschrieben auch. Und das nächste, was uns wütend macht- nein, es ist aus unserer Erfahrung nicht so einfach, sich ernsthaft aufzuschneiden, oder sonstwas.. da gibt es etwas, das wir nicht beschreiben können, aber wenn "mnafrau" es versucht, wehrt sich da unserer Erfahrung nach alle sheftigst gegen... Körper, Geist Selle- wie immer man das nennen will. Genauso wie das mit dem Sterbetourismus und fahr doch in die Schweiz oder die Niederlande: Wer sich mal ernsthaft informiert hat weiß, dass das nicht geht! Es ärgert uns einfach immer wieder!
Puh... und zum Thema Mord nochmal... uns kam der gedanke, dass es eh nicht geht hier bei uns.. dass mal alle einerMeinung sind... und die anderen uns ham's auch schonmal "ohen uns" versucht. Im Übrigen ist das vermutlich eh der Grund warum wir überhaupt noch da sind- eben weil da dann andere dazwischen funken. Ansonsten geht es eben hier auch dabei darum, dass jeder eine Methode "bevozugt"- und es deshalb schwer ist auch. Und jetzt merken wir gerade, dass es uns zuviel uns zu persönlich wird. Und stoppen jetzt! uns! hier! JETZT!!!! puh... :oops: :roll:
gast-bei-d.-thema

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gast-bei-d.-thema »

Wenn es eine Möglichkeit zu sterben gäbe, so wie Ihr es beschreibt - und wir können den Wunsch wirklich sehr gut nachempfinden - was wäre dann? Wäre es möglich zu sterben? Würde da niemand mehr dazwischen funken? Mal abgesehen von der Schwierigkeit den für sich richtigen Weg für das Sterben zu finden, braucht es wahrscheinlich schon eine Art Einigkeit, weil es sonst immer wieder verhindert wird von anderen - oder nicht?
Also bei uns ist das halt so... In letzter Minute greift dann doch jemand ein und verhindert, weil die eben nicht will und dann die Kontrolle übernimmt und doch Hilfe für den Körper holt.
Wir haben bei uns innen abgemacht, dass wir uns umbringen dürfen, wenn alle einverstanden sind, die sich zu Wort melden können. Und daran ist es bisher immer gescheitert, selbst wenn es manche gibt, die bereit sind, andere zu übergehen und sich nicht an irgendwelche Absprachen halten, weil die ihnen scheißegal sind..., faktisch ist es letztlich doch nicht möglich. Selbst wenn kein Kontakt mehr möglich ist innen drin zw. den einzelnen, switcht im letzten Moment eine und greift ein und verhindert.

Wenn sich alle einig darin wären, würde das "wie" vielleicht auch eine andere Bedeutung bekommen oder vielleicht auch an Wichtigkeit verlieren oder es würde sich leichter der passende Weg finden?

Wir kennen dieses Gefühl - wenn Leben nicht möglich ist und Sterben auch nicht. ....
Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. »

Hallo gast... wir danken Dir... es gibt eine zunehmende Einigkeit über das wie...
Wenn es die Möglichkeit der Sterbehilfe für uns gäbe- also im Sinne der Breitstellung z.B. der Medis, also der Absicherung quasi, dass es klappt, dann würden das versuchen. Wie es dann im allerletzten Moment wäre wissen wir natürlich nicht. Es wäer eo erleichternd für uns... so erlösend... und vielleicht könnten wir dann ja sogar die Tage oder Stunden bis dahin sogar etwas wie "leben"... wie sein.... jetzt müssen wir fast schon wieder heulen vor Sehnsucht.... es soll endlich einfach nur vorbei sein....
Wir finden innen nicht si richtig jemand, der wirklich dagegegn ist... aber wir kennen ja auch noch gar nicht alle.... und reden miteinander.. ist extrem problematisch... :oops: :oops: :oops: sowieso...und ja.. das mit dem eben umschalten... switchen- das war ja das, was uns dann passiert ist denken.. als "wir" nicht dabei waren... und dann plötzlich "aufgewacht" sind eben... in dieser Lage...
Worte finden ist schwer, aber ich denke vielleicht verstehbar?
Und ja... nicht leben und nicht sterben können... das ham wir auch schon oft so benannt....
Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. »

Wenn etwas dagegen ist.. ist es so eine Verbot.... von denen uns :shock: .aber dazu geht gerade nicht mehr....
Und wir ham natürlich insofern Probleme, als dass es schwer wäre... wegen der Thera... die ist uns ja nun auch nicht egal... sowohl auf der persönlichen, als auch auf der Aussenfolgeebene.... aber wir können auch nicht mehr ständig überleben für eine andere Person im aussen... das geht vielleicht eine Zeit lang.... aber nicht über Jahre...
lara64
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von lara64 »

Hallo wolf.frauen und alle anderen bei euch,

wir verstehen es o gut. Wie haben für uns geklärt wie und wo und wissen dann es passt.
Wir haben auch mit den eigenen Kinder bei einem Familiengespräch gemeinsam mit der Thera darüber gesprochen..weil wir hatten das ja schon bei unserer Schwester vor 7 Jahren..und auch die ganz engen Helferinnen wissen darum...
alle? waren damals schockiert und konnten es nicht verstehen. Uns ist da damals schon gleich "rausgerutscht" dass wir das gut nachvollziehen können..

Ja für einige wird es sehr schmerzlich und traurig sein, vielleicht auch Wut und Ärger..aber die die wissen wo wir herkommen, können es tehen lassen





Vorsicht Trigger lest es nur wenn ihr gerade damit umgehen könnt





wir über Moante auf Gott sauer waren, dass wir schon mehrere Versuche überlebt habeb/überleben durften/mussten, und sie einen einzigen Anlauf nimmt und sterben :twisted: :evil: :evil:

also wir 2014 mit der aktuellen Thera angefangen haben zu arbeiten, war schnell klar, dass wir keine Verträge iin Richtung Suizid und SVV unterschreiben..ähnlich wie bei euch...

für uns gibt es ein Agreement mit dem was/wer für uns Gott ist, und nur mit ihm würden wir das auch letztlich klären.
Für die Thera und auch gerade in der Einrichtung ist das so in Ordung..
manchmal fragt die Thera wie stabil unser Agreement mit Gott ist..
und auch die Fachärztin kann da mitgehen..

denn letztlich wer das wirklich will, den hält langfristig auch die Unterbringung in auf der Akutstation nicht ab.."





Wie wir uns dann entscheiden, wenn es ganz realistisch ist, wissen wir auch.
Aber für uns ist es Möglichkeit die wir uns auch von niemand nehmen lassen werden.




Aktuell - einfach ganz banal eigener und der Geburtstag der Schwester steht bevor..wieder ein Jahr, mehr.. :shock: :cry: :cry: :cry:
hier braucht es keine großen Dramen..wir haben überhaupt noch nie entschieden "nur" zu leben..

Shalom-lara64
~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Ihr Wölfe, ich möchte euch nicht verärgern. Das was und wie ich schreibe ist auch wirklich noch als sticheln, oder anzweifeln gedacht...

Ich kann halt nur mich selbst als Richtschnur nehmen. Zwar kann ich versuchen mich in euch hinein zu versetzen, aber zu 100% wird das noch funktionieren.

Für mich persönlich ist jemand anderem das Leben zu nehmen im ersten Moment "Mord" das ist mein erstes spontanes Gefühl, mein erster Gedanke.

Sind in euch denn alle so "müde"? Gibt es und verzeiht wenn die Frage blöd ist, abgespaltene Teile ohne schlechte Erinnerungen? Die würde man ja quasi (zum Wohle der Mehrheit) opfern (?)

Das ist hart, das muss man erst mal gedanklich schaffen...


Mir war in schlimmsten Zeiten das "wie" relativ egal. Nach zwei mal überleben sollte es nur bitte "sicher" sein.

Sanfte, sichere Möglichkeiten die relativ leicht umzusetzen sind fallen mir da schon spontan ein. Schwieriger umzusetzen finde ich den Wunsch sich zu verabschieden und sozusagen im Freundeskreis zu gehen (wärend die anderen um einen herum sind) da verlangt ihr, finde ich, etwas viel von eurem Umfeld. Ihr seid euch selbst nicht einig.... wie schwer muss es dann für Freunde Familie, Thera sein....?


Werdet euch einig würde ich raten. Klingt ziemlich "platt das gebe ich zu. Aber wie soll es denn anders gehen?

Niemand wird euch die Entscheidung abnehmen... es wirkt auf mich als wolltet ihr Absolution, eine Erlaubnis und ein "Rezept" und dann noch jemand der es macht und eine Garantie... nur gibt es die nicht.

Da kann man noch Jahre, Jahrzehnte warten....

Es gibt da so einen Spruch der mir oft hilft.
"Wer will sucht Wege, wer nicht will sucht Gründe"
gemein nicht wahr, da fühlt sich bestimmt wieder jemand angegriffen ;) aber so gehe ich nunmal (bei mir) vor, Ihr macht das eben anders und wollt etwas anderes...

SH
Zuletzt geändert von ~SteinHart~ am Mi Jul 12, 2017 7:26 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)
~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Warum geht es eigentlich nicht in der Schweiz?

Mir persönlich sagt die niederländische Vorgehensweise zwar mehr zu, aber was hindert euch daran über Dignitas, oder Exit ein Ende herbei zu führen?

SH
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Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. »

Weßt Du was Steinhart... lies es doch einfach selbst nach, warum es in der Schweiz nicht geht! Und in den Niederlanden übrigens auch nicht!
Was den Rest angeht hat ein Austausch zwischen uns und Dir glauben einfach keinen Sinn...
Und wir haben übrigens keine Familie und keine Freunde... somit könne wir wohl auch kaum "Absolution" wie Du anscheinend uns verstehst erhoffen... aber Du verstehst unsere Sprache anscheinend nicht.... und wir wohl Deine nicht.... auch o.k... aber eben sinnlos denken....
wirrli

Re: tabuthema suizid

Beitrag von wirrli »

Mord wäre es hier bei uns auch, wenn der TB oder welche das ausführen
und somit andere mitziehen,
die das nicht wollen.

Wolfis, ihr werdet auch einige haben,
die leben wollen, weil (...)
sonst wärt ihr nicht mehr da ;-)


Können euren Wunsch aber sehr gut verstehen
und würden euch da gern begleiten.

Und doch würden wir uns für euch wünschen,
dass ihr noch viel mehr gute Lebensqualität
erfahren dürft.

Haben uns übrigens sehr über die Felltapsen gefreut :)



Hier?

Eine besondere Brisanz...
und einen Umgang finden müssen... :roll:
~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Na, Ich muss nix nach lesen, will ja möglichst am Leben bleiben... mittlerweile ;)

Meiner Meinung nach ist das bei euch aber nicht so richtig eindeutig....

Klärt doch vielleicht wirklich nochmal das "ob" vorher ist das "wie" doch total egal.

Ich lese, ihr kennt nicht alle, keinerlei konkrete Äusserung ob denn zumindest die bekannten alle wollen...
Wer würde es denn machen? Auch über den Willen der anderen hinweg? Bürger Abstimmen? Mehrheitsentscheidung? Oder in der Therapie daran arbeiten dass ihr eins werdet? Keine Ahnung...

Was ist für euch denn
nicht einsam und heimlich und Schuldbeladen.
:?:

Ich wollte mich nach und nach unsichtbar machen... so war vor 15 Jahren mein Plan für den 30. Kontakte einschränken, Verpflichtungen auflösen, sich von Menschen weitestgehend distanzieren. Unterlagen sortieren, alles vorbereiten.... finanziell und was mit den Körper passieren soll (der Wissenschaft zur Verfügung stellen, kein Grab...)
Für den Zeitpunkt des (automatisch, oder herbeigeführten) Sterbens sollte es so sein dass es für die anderen so ist als wäre ich ohnehin schon lange weg und es sollten keine Altlasten zurück bleiben.

Beschreibung entfernt

WENN ihr euch denn entweder einig werdet, oder sich jemand findet der in Kauf nimmt jemandem der das nicht will das Leben zu nehmen.
Das ist Fakt. Da könnt ihr sauer werden, mit den Füßen stampfen...

Ihr seid viele, wie soll es anders gehen?


Wobei, können Anteile sterben? Also innerlich meine ich, so dass der Körper erhalten bleibt?


SH
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Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. »

Steinhart, wir möchten uns mit Dir dazu nicht mehr austauschen. Bitte respektiere das.
Auch wenn unsere Einstellung zur Todesstrafe für Mörderinnen gerade vielleicht eine ganz neue Dimension bekommt :roll: und *Zynismus wieder aus*
~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Schade, aber ich werde mir Mühe geben.
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lara64
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von lara64 »

ich hoffe ich verstoße jetzt gegen keine Regeln.. :roll:

TRIGGERWARNUNG


Einfach für Klarheit:

sowohl die Schweiz wie auch die Niederlande begleiten NUR bei
"..ärztlich diagnostizierten hoffnungslosen, unheilbaren Krankheiten, unerträglichen Schmerzen und unzumutbaren Behinderungen!

Wenn du aus D kommst, brauchst du dieses Schreiben von einem deutschen Arzt! Und meist von zwei unabhängigen Ärzten bestätigt und kostet auch ne Kleinigkeit..also im vierstelligen Bereich..also die Begleitung..

Welcher Arzt in D, würde eine DIS und komplexe Traumafolgestörung dadrunter packen?!?

TRIGGER ENDE


@SH
bin zwar nicht wolfs.frauen aber haben Erfahrungen damit:

"Wobei, können Anteile sterben? Also innerlich meine ich, so dass der Körper erhalten bleibt"

sory, meine copyfunktion geht gerade nicht.


TRIGGER
Ja, klar geht das. Manchmal heißen die dann Müllkinder oder ähnlich und werden entsorgt, wenn sie ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen, sich als zu schwächlich oder unbrauchbar erweisen..die nicht mitmachen wollten..(siehe dazu auch A. Miller..et.al)



Shalom-lara64
~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Müllkinder (...) werden entsorgt, wenn sie ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen, sich als zu schwächlich oder unbrauchbar erweisen..die nicht mitmachen wollten..(siehe dazu auch A. Miller..et.al)
:shock: bitte was?! :cry: DAS ist doch total unmenschlich! Sterben die einfach so, oder entzieht man ihnen irgendwas, so dass sie sterben?

Oder bringen sie sich selbst um? (Das wäre ja in Ordnung) aber, NEIN das kann ich mir nicht vorstellen bei den Worten "Nicht bereit sind mitzumachen " "zu schwächlich sind "

Das ist widerlich! Warum schickt man nicht gerade die in Gärten und gibt ihnen Feen, oder sonstiges Hilfreiches an die Hand????
entsorgt
:evil: nachdem sie tot sind, oder trägt schon vorher niemand mehr "Sorge"?


Das klingt wie die widerlichen Euthanasieprogramme für Behinderte im dritten Reich... nährstofffreie Nahrung bis man "eingeht" , Gift in Himbeersaft, Überdosis per Spritze... bah! Das ist... das geht doch nicht...

Das ist krank und ekelhaft und falsch! Wozu denn Systeme wenn nicht jeder geschützt wird?

Weil sie nichts mehr leisten... das sind doch Kinder verdammt nochmal!

So, an dem Punkt bin ICH dann raus... aber So was von
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~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ »

Eins noch, es gibt Ärzte die über Grenzen hinausgehen...

Dazu mal eine "Geschichte" (Ich hänge nämlich an meinen Job...)


Es kam mal ein neuer Bewohner, jung, Frau und Tochter... seit Jahren komatös... die genauen Hintergründe sind mir nicht bekannt. Viele verschlossene Türen und Schweigen...

Es durfte ausschließlich die Hausärztin informiert werden und die Ehefrau. NIEMAND sonst. Handynummer der Ärztin, 24 Stunden erreichbar....

Vertretungsärtzte schauen sich die verordnete Medikation und auch den Schmerzbedarf an....

Er hatte wohl viele Schmerzen... gut dass sich alle vorher noch verabschieden konnten ...

Ein "schöner" Tod, hoffentlich. Wie es sich anfühlt wenn das Herz aufgibt weiß man ja nicht... aber es wirkte human und sanft, alle waren da und alle (mit ausreichend Information und die die wie ich nicht total dumm und naiv sind) haben es mit getragen.

Man nahm sich Zeit, es gab ein Einzelzimmer...

Es war für mich auch in Ordnung, wobei mir immer noch bitter aufstößt, dass IHN ja doch niemand gefragt hat....

Er wurde nicht entsorgt hinterher denke ich. Er wurde beerdigt, hat bestimmt einen Stein, die Tochter hat bestimmt ein Bild... und man denkt gelegentlich an ihn...


Ich habe Menschen deutlich unwürdiger sterben sehen... aber an die denke ich nicht so oft...


Was ist natürlich, was nicht...? Was gerechtfertigt, was nicht...?


Ihn hat niemand gefragt...
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