Die Tresorübung hat übrigens total gut geklappt, viel besser als ich es erwartet habe!
EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
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Butterfly13
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Meine Thera wollte noch kein EMDR mit mir machen, da sie erst noch die Tresor-Übung mit mir machen wollte zur Stabilisierung. Einerseits bin ich zwar ungeduldig und will das es endlich los geht, aber andererseits wertschätze ich es natürlich auch, das sie das alles nicht Hals über Kopf macht sondern eher langsam rangeht. Sie hat ja als Therapeutin auch ne gewisse Verantwortung gegenüber ihren Patienten.
Die Tresorübung hat übrigens total gut geklappt, viel besser als ich es erwartet habe!
Die Tresorübung hat übrigens total gut geklappt, viel besser als ich es erwartet habe!
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Gasgt
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo ich habe eine Frage: Ich hatte eine erste EMDR sitzuung - und danach vermehrt flashb acks einerseits andererseits merke ich schneller, dass ich einen flashback habe- sprich- verstärkt auf Probleme der Gegenwart reagiere, weil es Brücken in die Vergangenheit gib t- als ich nach dem ersten EMDR termin zu meiner Therapeutin gegangenbin - (bei ihr selbst bin ich schon länger, EMDR hab en wir das erste mal gemacht) frug sie, ob wir wieder EMDR machen wollen - ich sagte ja, dann wollte sie wissen wie stark ich belastet mich fühle wenn ich an die Erninnerungen denken - on 1 bis 10 ich sagte 7 - sie war sehr enttäuscht und wollte keine EMDR sitzung machen - weil es nicht viel besser geworden ist - ich frage mich jetzt ob EMDR bei mir nicht geht und ich irgendwie dieses Problem NIE loskriege - was habe ihr für Erfahungen, wieviel EMDR sitzungen brauchtet ihr b is ihr eine Erleichterung gespüt habt?
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Marienkäferin
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Butterfly13Butterfly13 hat geschrieben: Hallo Marienkaeferin!
Hast du schon mal mit deiner Thera darüber geredet? Vielleicht wäre es auch gut wenn du erst mal lernst "kleine" Gefühle zuzulassen, da du ja geschrieben hast, das du blockierst, sobald "irgendwelche Gefühle" hochkommen. Sind das nur unangenehme Gefühle oder auch angenehme?
Und hey, immerhin willst du aktiv mitarbeiten! Ich denke deine Thera wäre ärmer dran, wenn du total unmotiviert dasitzen würdest und gar keinen Therapie-Antrieb hättest.Das ist doch schon mal ein guter Anfang!
Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Sorry das ich erst jetzt Antworte...
Ja ich habe schon oft mit ihr darüber gesprochen und wir haben auch versucht mit kleinen neutralen Erinnerungen zu arbeiten.
Aber ich kann weder positive noch negative Gefühle zulassen/spüren. Sobald annähernd etwas (egal ob positiv oder negativ) mach ich zu...
Das ist wirklich frustrierend!
Ja du hast Recht das sie froh sein kann das ich aktiv mitarbeite, aber es ist eben unglücklich zu merken das sie nicht weiter weiß und eigentlich alles davon abhängt das ich mich erinnern kann und Gefühle hochkommen....
Liebe Grüße
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ray of hope
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Gasgt,
da hast du doch schon eine Veränderung gehabt. Wenn du sagst, dass du jetzt schneller merkst, wenn du einen Flashback bekommst.
Es war deine erste Sitzung, wie gut konntest du dich denn darauf einlassen? Hast du während der Sitzung Veränderungen bemerkt?
Weißt du, jede Sitzung ist anders. Manchmal spricht man gut darauf an und ein anderes Mal nicht so gut.
Ich habe mittlerweile einige EMDR-Sitzungen hinter mir. Am Anfang hat sie immer die Augenbewegungen gemacht. Nach der ersten Sitzung hatte ich eine sehr intensive Auswirkung, auch hinterher noch. Bei den darauffolgenden Sitzungen ging es mir ähnlich wie dir. Während der Sitzung waren Gefühlsänderungen da, aber ich hab mich auch die Woche darauf belastet gefühlt. Meine Thera war nicht enttäuscht, fand es zwar schade und hat dann einen anderen Weg gewählt. Die Sitzung danach, da tippte sie mir auf die Handrücken und ich kann nur für mich sprechen, dass das bei mir viel intensiver war. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für dich?
Es gibt halt verschiedene Ansätze, die vielleicht einfach mal ausprobiert werden können. Wenn du gerne nochmal EMDR machen möchtest, sprich deine Thera darauf an.
Es kommt ja auch immer darauf an, was man mit EMDR bearbeitet. Sind es einzelne Teile oder eine ganze Sequenz. Es gibt viele Möglichkeiten, die du vielleicht mal mit deiner Thera besprechen könntest.
Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße!
ray of hope
da hast du doch schon eine Veränderung gehabt. Wenn du sagst, dass du jetzt schneller merkst, wenn du einen Flashback bekommst.
Es war deine erste Sitzung, wie gut konntest du dich denn darauf einlassen? Hast du während der Sitzung Veränderungen bemerkt?
Weißt du, jede Sitzung ist anders. Manchmal spricht man gut darauf an und ein anderes Mal nicht so gut.
Ich habe mittlerweile einige EMDR-Sitzungen hinter mir. Am Anfang hat sie immer die Augenbewegungen gemacht. Nach der ersten Sitzung hatte ich eine sehr intensive Auswirkung, auch hinterher noch. Bei den darauffolgenden Sitzungen ging es mir ähnlich wie dir. Während der Sitzung waren Gefühlsänderungen da, aber ich hab mich auch die Woche darauf belastet gefühlt. Meine Thera war nicht enttäuscht, fand es zwar schade und hat dann einen anderen Weg gewählt. Die Sitzung danach, da tippte sie mir auf die Handrücken und ich kann nur für mich sprechen, dass das bei mir viel intensiver war. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für dich?
Es gibt halt verschiedene Ansätze, die vielleicht einfach mal ausprobiert werden können. Wenn du gerne nochmal EMDR machen möchtest, sprich deine Thera darauf an.
Es kommt ja auch immer darauf an, was man mit EMDR bearbeitet. Sind es einzelne Teile oder eine ganze Sequenz. Es gibt viele Möglichkeiten, die du vielleicht mal mit deiner Thera besprechen könntest.
Ich wünsche dir alles Gute!
Liebe Grüße!
ray of hope
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Taramller
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Gastgt,
Bei mir hat gleichzeitig das wechselseitige Tippen der Therapeutin auf meinen Knien geholfen. Wie "ray of hope" schon sagt, läuft jede Sitzung anders. Möchtest du denn lieber mit EMDR arbeiten?
LG
Tara
Bei mir hat gleichzeitig das wechselseitige Tippen der Therapeutin auf meinen Knien geholfen. Wie "ray of hope" schon sagt, läuft jede Sitzung anders. Möchtest du denn lieber mit EMDR arbeiten?
LG
Tara
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traumtänzerin91
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo !
ich habe morgen wieder Termin bei meinem Psychologen
und wir wollen (endlich) eine EMDR - Sitzung machen
allerdings noch nicht mit der "eigentlichen Trauma-Situation" .
einfach "zum ÜBEN"
bin soooo gespannt <3
ich habe morgen wieder Termin bei meinem Psychologen
und wir wollen (endlich) eine EMDR - Sitzung machen
allerdings noch nicht mit der "eigentlichen Trauma-Situation" .
einfach "zum ÜBEN"
bin soooo gespannt <3
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traumtänzerin91
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
guten morgen,
wir hatten heute nochmal ein "richtiges" Vorgespräch, also wir haben uns auch an den Tisch gesetzt wo wir das machen werden und er hat mir nochmal ganz genau erklärt wie, was, warum...
und mittendrin, er hat gerade erzählt dass er 48 Mal mit seinem Finger vor meinen Augen hin und her geht und ich mir das anschauen muss,
hab ich rotz&wasser geheult.
ich hab ihm dann erzählt, dass ich nach dem Unfall ganz "allergisch" auf die Zahlt 12 reagiert habe, weil ich 12 jahre alt war, als der Unfall war
...und da 4+8 eben 12 ist, hat mich das so aus der Fassung gebracht.
Er hat gesagt, dass ers an meiner Körperhaltung schon gemerkt hat und deswegen vorsichtig geworden ist
"es müssen nicht unbedingt 48 mal sein" hat er gemeint.
jetzt probieren wir es nächste Stunde <3
Danke fürs Lesen!!
wir hatten heute nochmal ein "richtiges" Vorgespräch, also wir haben uns auch an den Tisch gesetzt wo wir das machen werden und er hat mir nochmal ganz genau erklärt wie, was, warum...
und mittendrin, er hat gerade erzählt dass er 48 Mal mit seinem Finger vor meinen Augen hin und her geht und ich mir das anschauen muss,
hab ich rotz&wasser geheult.
ich hab ihm dann erzählt, dass ich nach dem Unfall ganz "allergisch" auf die Zahlt 12 reagiert habe, weil ich 12 jahre alt war, als der Unfall war
...und da 4+8 eben 12 ist, hat mich das so aus der Fassung gebracht.
Er hat gesagt, dass ers an meiner Körperhaltung schon gemerkt hat und deswegen vorsichtig geworden ist
"es müssen nicht unbedingt 48 mal sein" hat er gemeint.
jetzt probieren wir es nächste Stunde <3
Danke fürs Lesen!!
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Gast
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo.
Muss man eigentlich eine EMDR oder sonstige Bearbeitungstechnik machen, wenn man gar keine Flashbacks hat bzw. mit den körperlichen inzwischen gut zurecht kommt?
Muss man eigentlich eine EMDR oder sonstige Bearbeitungstechnik machen, wenn man gar keine Flashbacks hat bzw. mit den körperlichen inzwischen gut zurecht kommt?
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Fee16
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Gast,
grundsätzlich musst du gar nichts machen. Mit deinem Therapeuten kannst du durchsprechen welche Beschwerden du hast und wie man die am besten angehen kann, das muss nicht unbedingt EMDR sein.
Lg, Fee
grundsätzlich musst du gar nichts machen. Mit deinem Therapeuten kannst du durchsprechen welche Beschwerden du hast und wie man die am besten angehen kann, das muss nicht unbedingt EMDR sein.
Lg, Fee
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Gast
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Fee16,
ja, habe ich gestern auch erfahren. Ich habe ein Termin in der Traumaambulanz gehabt und die haben gesagt, dass EMDR und Co. nur sinnvoll ist, wenn das Gehirn das traumatisch verarbeitet. Bei mir sei das nicht so, weil halt keine Intrusionen und Flashbacks und so. Sei wohl zwar ungesund verarbeitet, aber gut. Habe wohl ne gute Resilienz meinte der Herr.
ja, habe ich gestern auch erfahren. Ich habe ein Termin in der Traumaambulanz gehabt und die haben gesagt, dass EMDR und Co. nur sinnvoll ist, wenn das Gehirn das traumatisch verarbeitet. Bei mir sei das nicht so, weil halt keine Intrusionen und Flashbacks und so. Sei wohl zwar ungesund verarbeitet, aber gut. Habe wohl ne gute Resilienz meinte der Herr.
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Fee16
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hey Gast,
freut mich, dass du das in der Traumaambulanz besprechen konntest. Hast du für deine Beschwerden Anregungen bekommen?
Liebe Grüße
Fee
freut mich, dass du das in der Traumaambulanz besprechen konntest. Hast du für deine Beschwerden Anregungen bekommen?
Liebe Grüße
Fee
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Gast
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo Fee,Fee16 hat geschrieben:Hey Gast,
freut mich, dass du das in der Traumaambulanz besprechen konntest. Hast du für deine Beschwerden Anregungen bekommen?
Liebe Grüße
Fee
ja, ich wollte eine Information erhalten und die habe auch erhalten
Gruß.
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Ivi
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo,
ich weiß, der Thread ist ziemlich lang und auf vieles wurde schon mehrfach geantwortet.
Trotzdem ist es mir ein Anliegen, mal zu hören, wie Eure Erfahrungen so sind.
Ich mache seit etwas über einem halben Jahr Therapie- ich habe eine ganz wunderbare Therapeutin gefunden (nachdem ich in den letzten Jahren echt blöde Erfahrungen gemacht habe, die eher zur Symptomverschlimmerung geführt haben).
Kürzlich haben wir nun mit EMDR begonnen, ich hatte vergangene Woche meine 2. Stunde.
Vorab: Stabilisierungstechniken, Skills... ist mir alles vertraut. Tresorübung, sicherer innerer Ort (z.T. noch ausbaufähig, aber ich kann damit ganz gut arbeiten).
Meine Traumata liegen z.T. schon zig Jahre zurück... es hat sich durch mein ganzes Leben gezogen, ich bin jetzt 34. In der Kindheit gab es Missbrauch, an den ich mich allerdings kaum erinnere, da fehlt mich (noch?) der Zugang- und letztendlich hat es sich immer und immer wiederholt. Nach meiner letzten katastrophalen Beziehung beschloss ich, nun doch noch einen Therapievrsuch zu starten- durch eine glückliche Fügung bin ich meiner Therapeutin begegnet und dachte, ok, wenn das mit ihr nicht klappt ,dann mit niemandem. Und ich hatte Glück, sie hatte nach recht kurzer Zeit schon einen Platz für mich. Ich fühle mich bei ihr gut aufgehoben, das Vertrauen ist da, alles, was eben an therapeutischer Beziehung notwendig ist.
Nun ist es so, dass mich die EMDR Stunden ziemlich aus der Bahn werfen... ich habe sehr heftige Abreaktionen und bin danach total platt. Ich bin Vollzeit berufstätig und fühle mich nicht arbeitsfähig... ich muss mir für EMDR auch einen Tag frei nehmen (meine Stunden sind vormittags), das geht auf Dauer aber auch nicht... letztes mal habe ich mich krank gemeldet- ich war noch ziemlich mitgenommen von der ersten EMDR-Stunde. Danach war ich erstmal nur müde und platt, den Tag darauf konnte ich mich nicht konzentrieren, einfach nicht denken, was es bei der Arbeit ziemlich schwer gemacht hat (und hier auch die Überlegung steht, mir zukünftig auch den darauf folgenden Tag irgendwie frei zu schaufeln). Aber danach wurde es schlimm- es kamen "neue" Erinnerungen hoch- damit hatte ich auch irgendwie gerechnet, meine Therapeutin hatte mich darauf vorbereitet, dass das passieren kann. Diese Erinnerungen haben mich schier überrollt... diese Flashbacks hatten auch irgendwie eine andere Qualität... die "alten" waren mir zumindest schon bekannt, ich konnte es einordnen. Da kamen dann plötzlich neue Dinge hinzu... Und dann fühlte ich mich außerdem noch so alleine. Ich war sooooo traurig und hab mich wie ein Kind gefühlt, das getröstet werden möchte. Es ist auch so, dass diese EMDR-Stunde eine ganz neue Erfahrung insofern war, als dass es das wirklich erste mal in meinem Leben so war, dass jemand bei mir war, als es mir ganz schlecht ging. Meine Therapeutin war da, sie hat mich immer wieder in die Gegenwart geholt, sie hat mich getröstet, sie hat mir die Hand gehalten und gut zugeredet. Sowas hatte ich noch nie. Und es war hilfreich. Auf der anderen Seite hat es mich aber auch tieftraurig gemacht. Ich habe bemerkt, dass ich mir das so in meinem Leben nicht holen kann. Ich habe stabile Freundschaften... aber ich KANN mich einfach nicht von solch einer Seite zeigen- ich bin immer die Starke... sage vielleicht mal, dass es mir nicht so gut geht... aber bagatellisiere vieles auch. Niemand weiß, was in meinem Leben so los war. Es gibt zwei, drei Leute, die wissen, dass ich eine Therapie mache- aber niemand weiß, weshalb. Die haben nicht die leiseste Ahnung... und ich kann es einfach nicht. Das taffe Getue hat mich, glaube ich, in meinem Leben irgendwie zusammen gehalten, die Fassade aufrecht erhalten- das Konstrukt hat immer irgendwie funktioniert- mal besser, mal schlechter, aber es ging immer irgendwie. Und jetzt bröckelt das plötzlich alles. Ich finde es armselig, dass ich mich von niemandem einfach mal trösten lassen kann- aber ich will niemandem zur Last fallen, ich will niemanden überfordern usw.
Und aus dieser Denke komme ich nicht raus, auch wenn ich es an sich besser weiß, es sind alles erwachsene Menschen, die selbst entscheiden müssen, was zumutbar ist und was nicht.
Ich habe massive Schlafstörungen, schon immer... aber die sind momentan wirklich extrem, ich schlafe kaum mehr als 2 Std die Nacht, was auf Dauer einfach nicht geht.
Letzte Woche bin ich zum Arzt gegangen und habe mich krank schreiben lassen, somit war es nicht so schlimm, dass ich nach EMDR wieder so durchhing- ich musste zumindest nicht "funktionieren". Aber auf Dauer... wie soll das funktionren?
Ich habe dann überlegt, nach einer Selbsthilfegruppe zu schauen... weil ich denke, dass ein Austausch mit anderen Betroffenen mir gut tun würde. Aber es gibt da kaum was, das ist wirklich erschreckend, und ich lebe in einer Großstadt! Es gibt Selbsthilfegruppen für alle möglichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber für Missbrauchsopfer kaum was. Es gibt von Wildwasser eine ,die aber nur einmal im Jahr neu gegründet wird, also eine geschlossene Gruppe, in die man nicht einfach einsteigen kann (das finde ich an sich auch sehr gut, aber für mich bedeutet es, dass momentan nichts in der Richtung geht).
An sich bin ich eher nicht so der Typ für Internetforen... aber ich denke, vielleicht könnte das doch auch hilfreich sein und ich könnte von Euren Erfahrungen partizipieren.
Wie geht es Euch mit EMDR? Wie geht Ihr damit um? Könnt Ihr danach arbeiten und seid Ihr leistungsfähig? Ich bin eigentlich eine Person, die sich immer irgendwie zur Arbeit geschleppt hat- Arbeit hat mir Struktur gegeben, aber ich konnte auch irgendwie in einen Robotermodus umschalten. Das funktioniert grade nicht mehr und ich bin echt am verzweifeln. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich den Schmerz und die Trauer, der ich damals nie Raum gegeben habe, jetzt ein Stück weit ausleben muss... weil ich durch die Therapie beginne, mich ernst zu nehmen (oder es zumindest versuche). Aber es macht mir auch Angst...
Ich denke auch nicht, dass der Zeitpunkt für EMDR noch zu früh war oder so- letztendlich wird die Situation in paar Wochen oder Monaten keine andere sein...
Wie habt Ihr das denn gemacht? Was war für Euch hilfreich? Wurde es mit der Zeit besser? (ein Ende von EMDR ist für mich nicht in Sicht, das wird viel Zeit brauchen, da muss einiges aufarbeitet werden).
Ich bekomme manchmal Momente, ich denen ich richtig verzweifle... mich dann frage, wofür ich das alles überhaupt mache, das Gefühl habe, dass es nie besser werden wird, das Elend nie ein Ende haben wird... ich versuche mir dann gut zuzureden und finde auch wieder Zuversicht- spätestens, wenn ich mit meiner Therapeutin gesprochen habe. Aber es ist sooooo anstrengend und ich weiß einfach nicht, wie das auf Dauer funktionieren soll?!
Ich wäre wirklich froh, würdet Ihr ein wenig über Eure Erfahrungen berichten.
ich weiß, der Thread ist ziemlich lang und auf vieles wurde schon mehrfach geantwortet.
Trotzdem ist es mir ein Anliegen, mal zu hören, wie Eure Erfahrungen so sind.
Ich mache seit etwas über einem halben Jahr Therapie- ich habe eine ganz wunderbare Therapeutin gefunden (nachdem ich in den letzten Jahren echt blöde Erfahrungen gemacht habe, die eher zur Symptomverschlimmerung geführt haben).
Kürzlich haben wir nun mit EMDR begonnen, ich hatte vergangene Woche meine 2. Stunde.
Vorab: Stabilisierungstechniken, Skills... ist mir alles vertraut. Tresorübung, sicherer innerer Ort (z.T. noch ausbaufähig, aber ich kann damit ganz gut arbeiten).
Meine Traumata liegen z.T. schon zig Jahre zurück... es hat sich durch mein ganzes Leben gezogen, ich bin jetzt 34. In der Kindheit gab es Missbrauch, an den ich mich allerdings kaum erinnere, da fehlt mich (noch?) der Zugang- und letztendlich hat es sich immer und immer wiederholt. Nach meiner letzten katastrophalen Beziehung beschloss ich, nun doch noch einen Therapievrsuch zu starten- durch eine glückliche Fügung bin ich meiner Therapeutin begegnet und dachte, ok, wenn das mit ihr nicht klappt ,dann mit niemandem. Und ich hatte Glück, sie hatte nach recht kurzer Zeit schon einen Platz für mich. Ich fühle mich bei ihr gut aufgehoben, das Vertrauen ist da, alles, was eben an therapeutischer Beziehung notwendig ist.
Nun ist es so, dass mich die EMDR Stunden ziemlich aus der Bahn werfen... ich habe sehr heftige Abreaktionen und bin danach total platt. Ich bin Vollzeit berufstätig und fühle mich nicht arbeitsfähig... ich muss mir für EMDR auch einen Tag frei nehmen (meine Stunden sind vormittags), das geht auf Dauer aber auch nicht... letztes mal habe ich mich krank gemeldet- ich war noch ziemlich mitgenommen von der ersten EMDR-Stunde. Danach war ich erstmal nur müde und platt, den Tag darauf konnte ich mich nicht konzentrieren, einfach nicht denken, was es bei der Arbeit ziemlich schwer gemacht hat (und hier auch die Überlegung steht, mir zukünftig auch den darauf folgenden Tag irgendwie frei zu schaufeln). Aber danach wurde es schlimm- es kamen "neue" Erinnerungen hoch- damit hatte ich auch irgendwie gerechnet, meine Therapeutin hatte mich darauf vorbereitet, dass das passieren kann. Diese Erinnerungen haben mich schier überrollt... diese Flashbacks hatten auch irgendwie eine andere Qualität... die "alten" waren mir zumindest schon bekannt, ich konnte es einordnen. Da kamen dann plötzlich neue Dinge hinzu... Und dann fühlte ich mich außerdem noch so alleine. Ich war sooooo traurig und hab mich wie ein Kind gefühlt, das getröstet werden möchte. Es ist auch so, dass diese EMDR-Stunde eine ganz neue Erfahrung insofern war, als dass es das wirklich erste mal in meinem Leben so war, dass jemand bei mir war, als es mir ganz schlecht ging. Meine Therapeutin war da, sie hat mich immer wieder in die Gegenwart geholt, sie hat mich getröstet, sie hat mir die Hand gehalten und gut zugeredet. Sowas hatte ich noch nie. Und es war hilfreich. Auf der anderen Seite hat es mich aber auch tieftraurig gemacht. Ich habe bemerkt, dass ich mir das so in meinem Leben nicht holen kann. Ich habe stabile Freundschaften... aber ich KANN mich einfach nicht von solch einer Seite zeigen- ich bin immer die Starke... sage vielleicht mal, dass es mir nicht so gut geht... aber bagatellisiere vieles auch. Niemand weiß, was in meinem Leben so los war. Es gibt zwei, drei Leute, die wissen, dass ich eine Therapie mache- aber niemand weiß, weshalb. Die haben nicht die leiseste Ahnung... und ich kann es einfach nicht. Das taffe Getue hat mich, glaube ich, in meinem Leben irgendwie zusammen gehalten, die Fassade aufrecht erhalten- das Konstrukt hat immer irgendwie funktioniert- mal besser, mal schlechter, aber es ging immer irgendwie. Und jetzt bröckelt das plötzlich alles. Ich finde es armselig, dass ich mich von niemandem einfach mal trösten lassen kann- aber ich will niemandem zur Last fallen, ich will niemanden überfordern usw.
Und aus dieser Denke komme ich nicht raus, auch wenn ich es an sich besser weiß, es sind alles erwachsene Menschen, die selbst entscheiden müssen, was zumutbar ist und was nicht.
Ich habe massive Schlafstörungen, schon immer... aber die sind momentan wirklich extrem, ich schlafe kaum mehr als 2 Std die Nacht, was auf Dauer einfach nicht geht.
Letzte Woche bin ich zum Arzt gegangen und habe mich krank schreiben lassen, somit war es nicht so schlimm, dass ich nach EMDR wieder so durchhing- ich musste zumindest nicht "funktionieren". Aber auf Dauer... wie soll das funktionren?
Ich habe dann überlegt, nach einer Selbsthilfegruppe zu schauen... weil ich denke, dass ein Austausch mit anderen Betroffenen mir gut tun würde. Aber es gibt da kaum was, das ist wirklich erschreckend, und ich lebe in einer Großstadt! Es gibt Selbsthilfegruppen für alle möglichen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber für Missbrauchsopfer kaum was. Es gibt von Wildwasser eine ,die aber nur einmal im Jahr neu gegründet wird, also eine geschlossene Gruppe, in die man nicht einfach einsteigen kann (das finde ich an sich auch sehr gut, aber für mich bedeutet es, dass momentan nichts in der Richtung geht).
An sich bin ich eher nicht so der Typ für Internetforen... aber ich denke, vielleicht könnte das doch auch hilfreich sein und ich könnte von Euren Erfahrungen partizipieren.
Wie geht es Euch mit EMDR? Wie geht Ihr damit um? Könnt Ihr danach arbeiten und seid Ihr leistungsfähig? Ich bin eigentlich eine Person, die sich immer irgendwie zur Arbeit geschleppt hat- Arbeit hat mir Struktur gegeben, aber ich konnte auch irgendwie in einen Robotermodus umschalten. Das funktioniert grade nicht mehr und ich bin echt am verzweifeln. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich den Schmerz und die Trauer, der ich damals nie Raum gegeben habe, jetzt ein Stück weit ausleben muss... weil ich durch die Therapie beginne, mich ernst zu nehmen (oder es zumindest versuche). Aber es macht mir auch Angst...
Ich denke auch nicht, dass der Zeitpunkt für EMDR noch zu früh war oder so- letztendlich wird die Situation in paar Wochen oder Monaten keine andere sein...
Wie habt Ihr das denn gemacht? Was war für Euch hilfreich? Wurde es mit der Zeit besser? (ein Ende von EMDR ist für mich nicht in Sicht, das wird viel Zeit brauchen, da muss einiges aufarbeitet werden).
Ich bekomme manchmal Momente, ich denen ich richtig verzweifle... mich dann frage, wofür ich das alles überhaupt mache, das Gefühl habe, dass es nie besser werden wird, das Elend nie ein Ende haben wird... ich versuche mir dann gut zuzureden und finde auch wieder Zuversicht- spätestens, wenn ich mit meiner Therapeutin gesprochen habe. Aber es ist sooooo anstrengend und ich weiß einfach nicht, wie das auf Dauer funktionieren soll?!
Ich wäre wirklich froh, würdet Ihr ein wenig über Eure Erfahrungen berichten.
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Fee16
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo liebe Ivi,
ich kann gut verstehen, dass diese EMDR Sitzungen belastet sind, gerade wenn neue Erinnerungen aufkommen. Dieses schmerzgefühl vonwegen "etwas vermissen, was man nie bekommen hat." kenne ich sehr gut.
Kannst du zur Not vormittags arbeiten und dann nachmittags EMDR machen? Z.b. freitags, wenn du dann samstag frei hast? Und dann vielleicht nur jede zweite Woche EMDR, dass du auchmal Zeit zum verschnaufen hast?
Was ich ganz sinnvoll finde, ist Stabilisierungetechniken nach der EMDR-Sitzung zu machen. Damit man die Erinnerungen eben wieder wegpackt und nicht so darauf fixiert bleibt.
Zu deinen Freundschaften:Kannst du bei einer Person vielleicht den Versuch machen und mal sagen, dass es dir manchmal nicht so gut geht? Du musst ja nicht gleich alles auspacken, sondern eher schritt-für-schritt?
Kann sein, dass dieses "taff tun" davon ´kommt, dass du dir früher auch keine Hilfe erwarten konntest, wenn es dir schlecht ging? Finde das übrigens nicht armselig! Du hast das eben so lange gelernt, natürlich ist es schwer, das dann anders zu machen!
Das mit den Schlafstörungen hört sich schrecklich an. Wäre es vielleicht eine Idee mit deiner Therapeutin zuerst daran zu arbeiten? Also ich denke, dass man für EMDR schon ausgeruht sein sollte und diese Probleme im Griff haben sollte. Klar bedingt sich das gegenseitig, aber es gibt auch Tricks wie man erstmal die Symptome etwas losbekommt (wie stabilisierungsübungen) und danach kann man mit EMDR an der Ursache arbeiten.
Was bedeutet das, dass man in der selbsthilfegruppe nicht einfach einsteigen kann? Geht es trotzdem irgendwie? Wenn du die Leiterin mal kontaktierst?
Zu deinen Fragen: Meine Therapie ist schon etwas länger her und auch meine EMDR-Sitzungen. Ich war danach auch mal mehr oder weniger durch den Wind, wobei es mir eher geholfen hat, wenn ich danach etwas arbeiten musste. Ich gehöre zu den Personen, die relativ schnell in andere Ich-Zustände switchen können (ohne multiple zu sein), deshalb war das für mich mehr stabilisierend etwas zu tun zu haben. Aber ich habe schon auch gemerkt, dass man sich zwischendurch auch mal Zeit geben muss und auch mal das betrauern was man nicht hatte. Aber keine Sorge, das hält nicht ewig an. Mit der Trauer ist dann irgendwann auch mal genug
.
Für mich war es hilfreich mich wieder im Hier und Jetzt zu orientieren nach der Sitzung, also so Achtsamkeitsübungen wie auf den Atem konzentieren oder auf die Schritte etc.
Vor der Therapie ging es mir sehr schlecht, ich hatte oft mehrmals am Tag Flashbacks, teilweise stundenlang und an Schlaf war kaum zu denken. Durch die Stabilisierungsübungen hatte ich dann kaum noch "richtige" Flashbacks, anfallsartige Erinnerungen schon, aber ohne dass ich vollkommen in der Situation war, nur noch so 50%
.
Bei dem EMDR bin ich teilweise zwischendurch in Flashbacks gekippt, aber es ging dann immer wieder schnell raus und war auch weniger intensiv. Nachdem ich damit durch war habe ich erstmal das ganze noch einige Zeit betrauert. Seitdem habe ich aber eigentlich gar keine Flashbacks mehr und es geht mir wirklich sehr gut. Der Weg hat sich für mich also vollkommmen gelohnt und ich wünsche dir das auch!
Alles Gute
Fee
ich kann gut verstehen, dass diese EMDR Sitzungen belastet sind, gerade wenn neue Erinnerungen aufkommen. Dieses schmerzgefühl vonwegen "etwas vermissen, was man nie bekommen hat." kenne ich sehr gut.
Kannst du zur Not vormittags arbeiten und dann nachmittags EMDR machen? Z.b. freitags, wenn du dann samstag frei hast? Und dann vielleicht nur jede zweite Woche EMDR, dass du auchmal Zeit zum verschnaufen hast?
Was ich ganz sinnvoll finde, ist Stabilisierungetechniken nach der EMDR-Sitzung zu machen. Damit man die Erinnerungen eben wieder wegpackt und nicht so darauf fixiert bleibt.
Zu deinen Freundschaften:Kannst du bei einer Person vielleicht den Versuch machen und mal sagen, dass es dir manchmal nicht so gut geht? Du musst ja nicht gleich alles auspacken, sondern eher schritt-für-schritt?
Kann sein, dass dieses "taff tun" davon ´kommt, dass du dir früher auch keine Hilfe erwarten konntest, wenn es dir schlecht ging? Finde das übrigens nicht armselig! Du hast das eben so lange gelernt, natürlich ist es schwer, das dann anders zu machen!
Das mit den Schlafstörungen hört sich schrecklich an. Wäre es vielleicht eine Idee mit deiner Therapeutin zuerst daran zu arbeiten? Also ich denke, dass man für EMDR schon ausgeruht sein sollte und diese Probleme im Griff haben sollte. Klar bedingt sich das gegenseitig, aber es gibt auch Tricks wie man erstmal die Symptome etwas losbekommt (wie stabilisierungsübungen) und danach kann man mit EMDR an der Ursache arbeiten.
Was bedeutet das, dass man in der selbsthilfegruppe nicht einfach einsteigen kann? Geht es trotzdem irgendwie? Wenn du die Leiterin mal kontaktierst?
Zu deinen Fragen: Meine Therapie ist schon etwas länger her und auch meine EMDR-Sitzungen. Ich war danach auch mal mehr oder weniger durch den Wind, wobei es mir eher geholfen hat, wenn ich danach etwas arbeiten musste. Ich gehöre zu den Personen, die relativ schnell in andere Ich-Zustände switchen können (ohne multiple zu sein), deshalb war das für mich mehr stabilisierend etwas zu tun zu haben. Aber ich habe schon auch gemerkt, dass man sich zwischendurch auch mal Zeit geben muss und auch mal das betrauern was man nicht hatte. Aber keine Sorge, das hält nicht ewig an. Mit der Trauer ist dann irgendwann auch mal genug
Für mich war es hilfreich mich wieder im Hier und Jetzt zu orientieren nach der Sitzung, also so Achtsamkeitsübungen wie auf den Atem konzentieren oder auf die Schritte etc.
Vor der Therapie ging es mir sehr schlecht, ich hatte oft mehrmals am Tag Flashbacks, teilweise stundenlang und an Schlaf war kaum zu denken. Durch die Stabilisierungsübungen hatte ich dann kaum noch "richtige" Flashbacks, anfallsartige Erinnerungen schon, aber ohne dass ich vollkommen in der Situation war, nur noch so 50%
Bei dem EMDR bin ich teilweise zwischendurch in Flashbacks gekippt, aber es ging dann immer wieder schnell raus und war auch weniger intensiv. Nachdem ich damit durch war habe ich erstmal das ganze noch einige Zeit betrauert. Seitdem habe ich aber eigentlich gar keine Flashbacks mehr und es geht mir wirklich sehr gut. Der Weg hat sich für mich also vollkommmen gelohnt und ich wünsche dir das auch!
Alles Gute
Fee
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Ivi
Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch
Hallo liebe Fee,
und erstmal vielen Dank für Deine Antwort! Es ist ermutigend zu hören, dass Du das alles geschafft hast und es Dir nun viel besser geht. Wie lange hat es denn ungefähr gedauert, bis es Dir wirklich bemerkbar besser ging? Oder lässt sich das nicht so sagen?
Ich stehe ja genau am Anfang und es scheint wie ein rießengroßer Berg...
Wir machen EMDR nur 14-tätig, also eine normale Vorbereitungs-bzw. Nachbereitungsstunde, dann eine Doppelstunde EMDR. Die nächsten Wochen werden auch unterbrochen sein, ich habe diese Woche eine reguläre Stunde und die Woche darauf möchte meine Therapeutun kein EMDR machen, weil sie direkt im Anschluss im Urlaub ist, also werden wir nochmal Stabilisierung machen. Mitte März wird wohl wieder eine Stunde anstehen, dann bin ich Anfang April im Urlaub... erleichternd irgendwie, wenn ich ehrlich bin. Aber danach wird es in dem 14-tägigen Rhythmus weitergehen.
Nachmittagstermine hat meine Therapeutin aktuell nicht frei- sie hat auch schon geschaut und auch versucht, mit jemandem zu tauschen, aber das hat nicht geklappt. Sobald nachmittags ein fester Termin frei ist, werde ich den wohl bekommen- aber sie meinte schon, dass das momentan nicht absehbar ist. Freitagnachmittag wäre natürlich super- aber ich denke mal ,das geht allen so und ich bin eben nicht die einzige Patientin. Ich muss sehen, wie ich mich mit den Gegebenheiten, wie sie eben sind, arrangieren kann und werde das auch mit ihr nochmal besprechen.
Stabilsierungstechniken machen wir im Anschluss dort noch gemeinsam, sie hat mich letzes mal direkt zu meinem sicheren inneren Ort geführt usw. So Sachen hat die echt gut drauf... auch diese Orientierungs- und Achtsamkeitsgeschichten, die laufen da ganz automatisch mit. Damit komme ich dann klar, direkt nach der Sitzung ist es ja auch erstmal ok gewesen soweit... ich war einfach nur müde und ausgelaugt... und dann traurig. Aber es sind eben diese neuen Erinnerungen, die mich so richtig umgehauen haben, und die kamen erst 2-3 Tage später. Und die schwirren eben noch herum, die konnten wir gar nicht alle in der letzten Stunde bearbeiten- ich flüchte mich dauernd zu meinem sicheren inneren Ort, aber das hilft auch immer nur für Momente. Da ich die Woche nochmal krank geschrieben bin, geht das- daheim versuche ich dauernd, mich da hin zu beamen... und kann auch andere Skills anwenden, was in der Arbeitswelt ja eben nicht immer so funktionert (zumal ich bei der Arbeit häufig getriggert werde).
Mit meinen Freundschaften hast Du schon recht... an sich denke ich auch, dass ich es versuchen muss. Bis jetzt hab ich eben nie mehr raus bekommen als "mir geht es nicht so gut". Ich konnte noch nicht mal sagen, dass es mir schlecht geht. Und Du hast vollkommen recht, das "taff tun" kommt definitiv daher, dass ich früher auf mich alleine gestellt war und zusehen musste, wie ich klar komme. Wenn man sich das als Kind schon aneignet und die Haltung verinnerlicht, muss man diese dysfunktionalen Verhaltensweisen und Annahmen erst mal wieder verlernen... und neues lernen. Ich merke eben grade, wie schwierig und nervenaufreibend es ist. Wenn ich mich umsehe, habe ich den Eindruck, dass die meisten Menschen das gut können- um Hilfe bitten, sich trösten lassen, einfach authentisch sein, das ist es vielleicht. Ich war nie authentisch, wäre es aber sehr gern. Um diese Zeit, in der EMDR ansteht schaffen zu können, werde ich irgendwann damit anfangen müssen, glaube ich.
Hattest Du denn Menschen, die wussten, was los ist? Falls ja, wie hast Du das gemacht? War es schwierig, sich anzuvertrauen? Und wie haben die Leute reagiert? Wenn ich zuviel frage, sag es... oder antworte einfach nicht darauf
Hast Du bei der Arbeit manchmal trotzdem Schwierigkeiten gehabt? Und hast Du dort irgendwas begründet? Ich habe immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, wenn ich nicht so super drauf bin... oder frage mich jetzt schon ,was ich den Kolleginnen erzähle, wenn sie fragen, was ich denn hatte, als ich krank war (ich bin sonst nämlich nie krank, letztes Jahr wenns hochkommt vielleicht insgesamt 5 Tage, an denen ich wegen Migräne daheim geblieben bin).
Meine Schlafstörungen... das ist tatsächlich das einzige, bei dem sich Resignation breit macht. Ich hab schon so ziemlich alles durch, was geht. An Entspannungsübungen, Stabilisierungstechniken, Einschlafritualen, Entspannungs-CD`s, Hörbücher... Das, was ich mache, ist abends immer das gleiche Hörbuch hören, das ich mir immer wieder anhören kann und das mich beruhigt. Aber Schlafen kann ich davon auch nicht wirklich. Ich war schon in der Schlafambulanz, die hatten auch ganz viele Tipps... die ich alle kenne und ausprobiert habe. Genau das wollte meine Therapeutin auch erst- zunächst die Schlafproblematik ein wenig in den Griff bekommen, um EMDR machen zu können. Irgendwann sagte sie, dass das alles so stark traumabedingt ist, dass sie den Eindruck hat, dass ich da so nicht rauskomme und wir beginnen sollten. Naja, wir versuchen jetzt mal mit der Medikation irgendwas hinzubekommen, sie wollte sich mit meiner Psychiaterin in Verbindung setzen und die werden besprechen, was in meinem Fall wirksam sein könnte. Denn auch die meisten Medis nutzen nichts... oder teilweise erst in so hohen Dosierungen, dass ich die unter der Woche auf gar keinen Fall einnehmen kann, weils nen schlimmen Hangover gibt und ich dann nicht leistungsfähig bin. Aber fürs Wochenende könnte zumindest mal was gutes gefunden werden. Ich werde sehen, ob die beiden sich da was haben einfallen lassen.
Bei der Selbsthilfegruppe ist es so, dass einmal jährlich eine neue gegründet wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird dieses Jahr im Sommer/Spätsommer eine geplant. Ich habe aber diesbezüglich ein Gespräch in zwei Wochen, die führen mit allen Interessierten Einzelgespräche, dann werde ich mehr erfahren. Ich finde das Konzept an sich gut, ich würde mir wohl auch schwer damit tun, wenn ständig neue Frauen raus und rein kämen. Ich muss mich eben in Geduld üben- und mir eingestehen, dass ich lange, lange Zeit nichts getan habe und nur verdrängen wollte und eben nicht alles auf einmal geht.
Diese Traurigkeit verging bei Dir irgendwann, sagst Du? Obwohl Du noch im dem Prozess warst?
Darf ich fragen ,wie lange ungefähr die Therapie bei Dir her ist?
Ich finde es wirklich ermutigend von Dir zu hören, dass der Weg sich für Dich so gelohnt hat, Du keine Flashbacks mehr hast... Danke für Deine Offenheit!
Liebe Grüße
Ivi
und erstmal vielen Dank für Deine Antwort! Es ist ermutigend zu hören, dass Du das alles geschafft hast und es Dir nun viel besser geht. Wie lange hat es denn ungefähr gedauert, bis es Dir wirklich bemerkbar besser ging? Oder lässt sich das nicht so sagen?
Ich stehe ja genau am Anfang und es scheint wie ein rießengroßer Berg...
Wir machen EMDR nur 14-tätig, also eine normale Vorbereitungs-bzw. Nachbereitungsstunde, dann eine Doppelstunde EMDR. Die nächsten Wochen werden auch unterbrochen sein, ich habe diese Woche eine reguläre Stunde und die Woche darauf möchte meine Therapeutun kein EMDR machen, weil sie direkt im Anschluss im Urlaub ist, also werden wir nochmal Stabilisierung machen. Mitte März wird wohl wieder eine Stunde anstehen, dann bin ich Anfang April im Urlaub... erleichternd irgendwie, wenn ich ehrlich bin. Aber danach wird es in dem 14-tägigen Rhythmus weitergehen.
Nachmittagstermine hat meine Therapeutin aktuell nicht frei- sie hat auch schon geschaut und auch versucht, mit jemandem zu tauschen, aber das hat nicht geklappt. Sobald nachmittags ein fester Termin frei ist, werde ich den wohl bekommen- aber sie meinte schon, dass das momentan nicht absehbar ist. Freitagnachmittag wäre natürlich super- aber ich denke mal ,das geht allen so und ich bin eben nicht die einzige Patientin. Ich muss sehen, wie ich mich mit den Gegebenheiten, wie sie eben sind, arrangieren kann und werde das auch mit ihr nochmal besprechen.
Stabilsierungstechniken machen wir im Anschluss dort noch gemeinsam, sie hat mich letzes mal direkt zu meinem sicheren inneren Ort geführt usw. So Sachen hat die echt gut drauf... auch diese Orientierungs- und Achtsamkeitsgeschichten, die laufen da ganz automatisch mit. Damit komme ich dann klar, direkt nach der Sitzung ist es ja auch erstmal ok gewesen soweit... ich war einfach nur müde und ausgelaugt... und dann traurig. Aber es sind eben diese neuen Erinnerungen, die mich so richtig umgehauen haben, und die kamen erst 2-3 Tage später. Und die schwirren eben noch herum, die konnten wir gar nicht alle in der letzten Stunde bearbeiten- ich flüchte mich dauernd zu meinem sicheren inneren Ort, aber das hilft auch immer nur für Momente. Da ich die Woche nochmal krank geschrieben bin, geht das- daheim versuche ich dauernd, mich da hin zu beamen... und kann auch andere Skills anwenden, was in der Arbeitswelt ja eben nicht immer so funktionert (zumal ich bei der Arbeit häufig getriggert werde).
Mit meinen Freundschaften hast Du schon recht... an sich denke ich auch, dass ich es versuchen muss. Bis jetzt hab ich eben nie mehr raus bekommen als "mir geht es nicht so gut". Ich konnte noch nicht mal sagen, dass es mir schlecht geht. Und Du hast vollkommen recht, das "taff tun" kommt definitiv daher, dass ich früher auf mich alleine gestellt war und zusehen musste, wie ich klar komme. Wenn man sich das als Kind schon aneignet und die Haltung verinnerlicht, muss man diese dysfunktionalen Verhaltensweisen und Annahmen erst mal wieder verlernen... und neues lernen. Ich merke eben grade, wie schwierig und nervenaufreibend es ist. Wenn ich mich umsehe, habe ich den Eindruck, dass die meisten Menschen das gut können- um Hilfe bitten, sich trösten lassen, einfach authentisch sein, das ist es vielleicht. Ich war nie authentisch, wäre es aber sehr gern. Um diese Zeit, in der EMDR ansteht schaffen zu können, werde ich irgendwann damit anfangen müssen, glaube ich.
Hattest Du denn Menschen, die wussten, was los ist? Falls ja, wie hast Du das gemacht? War es schwierig, sich anzuvertrauen? Und wie haben die Leute reagiert? Wenn ich zuviel frage, sag es... oder antworte einfach nicht darauf
Hast Du bei der Arbeit manchmal trotzdem Schwierigkeiten gehabt? Und hast Du dort irgendwas begründet? Ich habe immer das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, wenn ich nicht so super drauf bin... oder frage mich jetzt schon ,was ich den Kolleginnen erzähle, wenn sie fragen, was ich denn hatte, als ich krank war (ich bin sonst nämlich nie krank, letztes Jahr wenns hochkommt vielleicht insgesamt 5 Tage, an denen ich wegen Migräne daheim geblieben bin).
Meine Schlafstörungen... das ist tatsächlich das einzige, bei dem sich Resignation breit macht. Ich hab schon so ziemlich alles durch, was geht. An Entspannungsübungen, Stabilisierungstechniken, Einschlafritualen, Entspannungs-CD`s, Hörbücher... Das, was ich mache, ist abends immer das gleiche Hörbuch hören, das ich mir immer wieder anhören kann und das mich beruhigt. Aber Schlafen kann ich davon auch nicht wirklich. Ich war schon in der Schlafambulanz, die hatten auch ganz viele Tipps... die ich alle kenne und ausprobiert habe. Genau das wollte meine Therapeutin auch erst- zunächst die Schlafproblematik ein wenig in den Griff bekommen, um EMDR machen zu können. Irgendwann sagte sie, dass das alles so stark traumabedingt ist, dass sie den Eindruck hat, dass ich da so nicht rauskomme und wir beginnen sollten. Naja, wir versuchen jetzt mal mit der Medikation irgendwas hinzubekommen, sie wollte sich mit meiner Psychiaterin in Verbindung setzen und die werden besprechen, was in meinem Fall wirksam sein könnte. Denn auch die meisten Medis nutzen nichts... oder teilweise erst in so hohen Dosierungen, dass ich die unter der Woche auf gar keinen Fall einnehmen kann, weils nen schlimmen Hangover gibt und ich dann nicht leistungsfähig bin. Aber fürs Wochenende könnte zumindest mal was gutes gefunden werden. Ich werde sehen, ob die beiden sich da was haben einfallen lassen.
Bei der Selbsthilfegruppe ist es so, dass einmal jährlich eine neue gegründet wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird dieses Jahr im Sommer/Spätsommer eine geplant. Ich habe aber diesbezüglich ein Gespräch in zwei Wochen, die führen mit allen Interessierten Einzelgespräche, dann werde ich mehr erfahren. Ich finde das Konzept an sich gut, ich würde mir wohl auch schwer damit tun, wenn ständig neue Frauen raus und rein kämen. Ich muss mich eben in Geduld üben- und mir eingestehen, dass ich lange, lange Zeit nichts getan habe und nur verdrängen wollte und eben nicht alles auf einmal geht.
Diese Traurigkeit verging bei Dir irgendwann, sagst Du? Obwohl Du noch im dem Prozess warst?
Darf ich fragen ,wie lange ungefähr die Therapie bei Dir her ist?
Ich finde es wirklich ermutigend von Dir zu hören, dass der Weg sich für Dich so gelohnt hat, Du keine Flashbacks mehr hast... Danke für Deine Offenheit!
Liebe Grüße
Ivi