EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

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Ahkira8
Beiträge: 3344
Registriert: Mo Jul 02, 2012 6:45 pm
Wohnort: Norddeutschland

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Ahkira8 »

Hallo Katkat,

erst mal herzlich willkommen hier im Form.

Katkat dich kann keiner zu irgend etwas zwingen, was du selber an Therapieformen nicht machen möchtest, es ist immer in erster Linie deine Entscheidung.
Wichtig ist auch, dass du Vertrauen zu deiner Therapeutin hast, denn ohne Vertrauen kann man sich schwer auf EMDR einlassen, zumal mir ergeht es so.
Du sprichst davon, dass du nur noch vier Therapiestunden hast und dann möchte deine Therapeutin mit dir EMDR machen, das finde ich für mein Ermessen
nicht Ok, denn zu EMDR gehört schon viel Vorbereitung, denn oft reicht ja für eine Sequenz eine EMDR Sitzung nicht aus, dann kommt auch noch
Nachgespräch, so läuft es bei mir auf jeden Fall ab.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass du für EMDR stabil sein solltest, ohne dem sollte EMDR dann nach hinten verschoben werden, da achtet meine Thera auch immer sehr darauf.
Das muss letztendlich jeder für sich selber entscheiden, ob EMDR oder nicht, da kann dir keiner einen Rat dazu geben, denke ich.
Hast du nach den vier Therapiestunde keine Therastunde mehr?

LG Ahkiar
Fee16

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Fee16 »

Hey du,

dich kann keiner zu etwas zwingen, was du nicht möchtest.

Raten würde ich dir mit deiner Therapeutin über deine Ängste und Sorgen wegen EMDR zu sprechen, sie kann dir da bestimmt weiterhelfen.
katkat

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von katkat »

Danke für die schnelle Antwort!

Es sind insgesamt noch 5 Stunden. Zwei fallen schon weg wegen dem emdr und zwei sind schon belegt für Konfrontationstermin.
Also habe ich eigentlich nur noch eine Stunde. Da eine Verlängerung abgelehnt wurde.

Also sie meint danach hätte ich keine Angst mehr.
Aber das hat ja beim letzten Mal auch nicht geklappt. Ich hatte Angst und es dann eben alles mit Angst gemacht, aber geschafft.
Dabei hat mir eher geholfen ein realistsches Denken und Vorbereitung auch für die Zeit danach. Aber nicht: es kann nix passieren. Das empfinde ich als Selbstbetrug und es verwirrt mich eher.
Denn es widerspricht ja meinen Erfahrungen.

Das blöde ist, ich hab anschliessend zwei Kundentermine. Die muss ich machen, das Geld brauche ich, rein zum Überleben! Da hat sie auch etwas kritisch geguckt, als ich das sagte.Ich muß halt professionell dann rüberkommen.

Ich schaffe das nicht, es ihr zu sagen, dass ich es nicht machen will. Denke sie freut sich schon drauf, und dass ich dann endlich wieder normal oder geheilt bin oder wie auch immer man das nennt.
Ich will sie halt nicht enttäuschen. Ausserdem fehlen mir die Wörter oder Sätze wie man so was sagt. Ich kann sowas einfach nicht.
katkat

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von katkat »

hallo fee,
danke auch an dich. Ich würde das ja mit ihr besprechen, zumal ich ja nicht abschätzen kann, was auf mich zukommt. Das ist übrigens wieder das Gefühl wie beim Burnout, dass da was auf mich zurollt, was ich wieder nicht im Griff hab. Sehr unangenehm und tut mir heut gar nicht gut. Ich könnt nur heulen. Wann wird es endlich mal schön und leicht?
Da wir nur diese zwei drei Stunden haben, will sie sich wohl etwas beeilen, denke ich. Es ist ja gar keine Zeit, Bedenken zu besprechen. Wir müssen direkt loslegen, damit die Angst dann weg ist.
LG Kat
Auf dem Weg

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Auf dem Weg »

Hallo Katkat,
also die Kundentermine hinterher kannst du glatt vergessen. Einige Menschen sind hinterher für Tage nicht arbeitsfähig. Ich selbst muss am nächsten Tag zwar wieder arbeiten , aber mit der Konzentration hapert es dann schon sehr.
Es ist ja auch Sinn der SAche, das Hirn durcheinander zu wirbeln, damit es neue Verbindungen knüpft. Nur kann man dann eben in keiner Beziehung klar denken ...
Logisch darfst du das ablehnen - und je eher du das tust, desto eher kann deine Thera anders disponieren.

Mir hat EMDR unglaublich geholfen - aber es ist eben auch harte Arbeit.
Gast-Gast-Gast

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Gast-Gast-Gast »

Hi Du,

es muss nicht sein, dass Du nach der EMDR schlecht verfasst bist. Es ist z.B. bei mir überhaupt nicht so gelaufen und auch die EMDR war läppisch zum Aushalten.

Aber die Mehrheit der Patienten erlebt in der EMDR und danach was Anderes. Und das musst Du einkalkulieren.

Wenn da nicht mehr mehr Stunden da sind und dann noch zwei Konfrontationstermine (?) Expo oder was und das dann ohne EMDR oder warum wird das als Expo bezeichnet (?), dann in die EMDR einzusteigen, wo man nicht mal weiß, was unter der Oberfläche lauert, ist Russisch Roulette.

Das würde ich nicht machen, zumal Du grade jetzt mal Stabilität in Dein Leben kriegst und die Kundentermine wirtschaftlich/finanziell sehr wichtig und tragend sind.

Ganz ehrlich: Mein Thera würde das nicht machen. In der Situation würde er von sich aus EMDR ablehnen.

Ob Du danach wirklich keine Angst mehr hättest, ist Spekulation. Das kann Dir keiner vorher sicher sagen oder garantieren.

Mir wäre das - wie alle anderen hier auch mehr oder weniger geschrieben hatten - viel zu riskant.

Ich halte das unter den Bedingungen für den absolut falschen Zeitpunkt und die Risiken für viel zu hoch. Außerdem: EMDR zu machen, braucht Zeit zum Vorbereiten und zum Nachbesprechen und um zu sehen, was danach kommt. Wer soll Dich auffangen, wenn evtl. Dinge hochkommen, die mit diesen wenigen Stunden nicht zu machen sind?

Da kann soviel passieren und ein Zeitkontingent vom 5 Stunden ist dafür einfach keine Grundlage.

Und ein abgelehnter Antrag spricht auch nicht grade für Deine Therapeutin.
katkat

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von katkat »

Und nun?
Vielleicht liegt es doch an mir, dass die Therapie nicht anschlägt und ich immer noch Ängste hab. Ich mach wohl alles kompliziert. Bin zu sensibel und so.
Es stimmt schon, Angst hab ich, weil ich halt total allein bin und funktionieren muss.
Ich denke, so wie ich mich kenne, werd ich es einfach über mich ergehen lassen. Krieg eh meinen Mund nicht auf. Ich will sie halt nicht verärgern. Hab die ganze Nacht gedacht, wie ich es ihr sagen kann, aber sie ist so überzeugt davon.
Ich kann kann doch wohl schlecht sagen: ich hab im Internet drüber gelesen und will das doch nicht.
Wenn sie dann anfängt, hab ich eh keinen Mut mehr nein zu sagen.
Das hab ich dann halt auch nicht geschafft zu lernen, zu sagen was ich will. Aber so gut bin ich noch nicht.

Kann man derweil vielleicht an etwas anderes denken?

Eine Verlängerung hatte ich ja übrigens schon, jetzt muss ich wohl zwei Jahre warten bis zum erneuten Antrag, da ich ja wieder funktioniere
sozusagen.
Auf dem Weg

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Auf dem Weg »

Wenn deine Thera gut ist merkt sie sofort, wenn du nicht mitmachst . Ich denke sowieso, wenn du soviel Angst hast, wird es nicht funktionieren - man braucht schon Vertrauen in die sAche und in idie Thera. Insofern .........lass sie machen.
katkat

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von katkat »

Vertrauen war bisher kein wirkliches Thema. Es ist eine eher sachliche Beziehung. Das tat mir gut. Leider ist das gute Gefühl in Bezug auf die Thera jetzt grad weg und ich bin sehr traurig. Fühl mich wie ein Idiot, der noch nicht mal richtig Therapie machen kann oder sich einfach angstfrei auf was einlassen.
In das emdr habe ich kein Vertrauen bzw. ich fand die eine Übung völlig nutzlos. Das hatten wir ja zwischendurch mal probiert. Gebracht hat sie damals nix und ich fand das rumklopfen sehr unangenehm und stressig. In der Situation später hatte ich die gleiche Angst wie immer (obwohl sie gesagt hat, jetzt hätte ich keine Angst mehr, weil mein Gehirn umgepolt wäre) und dazu noch den Gedanken: bei allen hilft es nur bei mir nicht, ich bin völlig dabeben (Therapie zwecklos). Ich kann mir noch so sehr versuchen einzureden, dass etwas gut ist, wenn ich andere Erfahrungen und Gefühle hab, kann ich mir ja selbst nicht mehr glauben. Denn welche Seite hat jetzt Recht? Da führe ich einen Kampf gegen mich. Das fand ich sehr unangenehm. Geholfen hat eine realistische Einschätzung und ein beruhigender Dialog mit mir. Damit klappte das dann.

Ich hab aber grad eine Lösung gefunden: ich werd morgen anrufen und sag die Stunde ab!

Dann kann ich am WE normal arbeiten und dass mein Überleben gesichert ist, beruhigt mich. Vielleicht hat sie das ganze ja bis zum nächsten Termin wieder vergessen und wir können den Konfrontationstermin normal vorbereiten.
Gut war das ganze jetzt sicherlich nicht, da mein Dauer-Alarm Pegel bzw Stresspegel wieder so hoch ist wie vor Monaten.

Gut ist aber auch, dass ich hier einige Sachen gefunden hab, um mich besser zu fühlen. Wollte mal was ausprobieren davon.
Da war diese Sache mit dem sicheren Ort, das hört sich gut an. Bevor man was negatives denkt, kann man ja auch mal an was Schönes denken.
Das hatte ich vorher nicht in Zusammenhang mit der Therapie gebracht, darüber haben wir auch noch nie geredet.

Aber erst mal danke an alle, die mir helfen wollten und mir geraten haben. Das finde ich ganz toll und ich fühl mich nicht mehr so allein.
Ganz liebe Grüsse
Kat
Engel2013

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Engel2013 »

Hallo Katkat,

ich bin ganz neu hier im Forum habe aber doch EMDR-Erfahrung in unterschiedlicher Art gemacht. Vor 3 Jahren hatte ich 6 Konfrontationen. In diesem Jahr 5. Jetzt nach einer Pause von 8 Wochen stecke ich wieder derzeit in der Traumatherapie (Konfrontationsphase). Ich hoffe dann endlich abschliessen zu können.

Du schreibst, Du willst wegen Deiner Therapeutin zuliebe in die EMDR-Sitzung gehen. Jetzt hast Du Dich entschieden, die Stunde ab zu sagen. Ich finde die Entscheidung gut. Dir sollen die Sitzungen helfen und nicht dem Therapeuten. und Du bist fü Dein Leben auch nach so einer Sitzung verantwortlich.
Mein Therapeut sagt gestern am Telefon zu mir. Meine Zeitvorgabe richtet sich nach ihrer Bereitschaft. Das war mir so nicht mehr klar.

Also ich Deinen Thread las erkannte ich mich wieder. Vor 3 Jahren war ich in EMDR-Sitzungen wegen einer lebensgefährlichen OP und sex. Mißbrauch. Diese Sitzungen waren damals sehr anstrengend. Sie verliefen durchweg gut, da ich offen und bereit dazu war.Die Zeitvorgabe hat gestimmt. Davor war ich auf meinen Therapeuten fast sauer, da ich dachte er traut es mir nie zu. Im Frühjahr 2013 kam ein weiterer schrecklicher Teil meines Lebens hoch. Bei mir waren 3 Jahre komplett weg, die mich sehr heftig eingeholt haben.

Hier ging es auch um Machtmißbrauch im Helfersystem und Lebensgefahr. In der Konfrontation in diesem Jahr, beim gleichen Therapeuten hatte ich sehr wohl Abweichungen in den EMDR-Sitzungen. Ich hatte richtiges Störfeuer, da ich meine eigenen Warnsignale nicht wahr genommen bzw. über hört hatte. Wir gingen beide davon aus, es läuft wieder so vor 3 Jahren.

Die Stabilisierungsphase lief verkürzt, da ich wusste auf was ich achten muss. Zum Vergleich: In der ersten Bearbeitung vor 3 Jahren hat es von den ersten Erinnerungen bis zur Konfrontation 1,5 Jahre gedauert. Dieses Mal ging ich auf Therapeutenvorschag innerhalb eine Woche in die Situation. Die erste Sitzung war sehr schwer, da ich mich beim Therapeuten plötzlich nicht mehr sicher gefühlt habe.

Ich war innerlich wohl doch nicht richtig bereit gewesen. In dieser Sitzung kam zusätzlich eine hochgradige lebnsgefährliche Situation hoch, die bis dorthin verschüttet war. Mir ging es nach dem Termin nicht gut. Ich mußte das erste Mal nach einer EMDR-Sitzung am nächsten Tag zur Nacharbeit und zwar wegen dem Verlauf. Es ging sehr eng getaktet weiter....Diese Sitzungen liefen besser. Dieses Jahr hatte ich wirklich mit inneren Widerständen zu kämpfen. Der Therapeut hatte eine enge Zeittaktung und ich merkte nicht dass es mir zu schnell war. Ich war zwar bereit dazu aber, und das hatte ich nicht bedacht dass der Prozess der nach so einer Sitzung läuft doch mehr Zeit und Kraft kostet. Vor 2 Monaten ging er dann in Urlaub und da hatte ich eine innere Ruhephase.. Da mekte ich erst wie kraftraubend diese Zeit war. In seiner Urlaubsphase ist nochmal ein Teil der 3jährigen verschütteten Zeit hoch gekommen.... und ich reagierte mit ganz heftigen Panikzustände, die ich in der Form im Zusammenhang mit EMDR so nicht kannte.

Ich kam erst nach eine Woche, in der es mir sehr schlecht ging auf die Ursache. Ich wehrte ab, da dies ja weitere Konfrontation bedeuten würde und ich plötzlich Angst hatte noch einmal so eine EMDR wie zu Beginn in diesem Jahr zu erleben. Dies eine erste Sitzung von diesem Jahr ist mir auf die Füße gefallen. Diese mußte nun nochmal besprochen werden um mich sicher zu fühlen und erst da hatte ich! den Mut ihm zusagen dass seine Zeitvorgabe mir zu schnell ist.

Ich hatte jetzt weitere 3 Wochen Pause und bin vor 3 Tagen wieder in eine EMDR-Sitzung. Sie lief sehr schwer (Thema), aber gut. Sie lief deshalb gut da ich innerlich wirklich bereit dazu war, und sie lief schwer da ich in der Sitzung zunächst nicht bereit war aus Angst vor Überforderung in eine weitere Situation zu gehen. Ich lies es dann doch zu was dann auch gut so war.

Mir wurde klar:
Es ist für mich wichtig wirklich offen und bereit dazu zu sein!
Ich muß mich sichern und beruhigen können!
Ich muß auf meine inneren Zeitlauf achten!
und
Ich muß darauf gefasst sein, dass so ein Sitzung ein Prozess anstößt der jedes Mal ganz anders laufen kann!

Deshalb Kat, mache bitte keine EMDR-Sitzung dem Therapeuten zuliebe sondern dann,
wenn Du Dich wirklich davor, während und nach einer Sitzung Dich gut fühlen kannst.

Das heißt auch nach Deiner Sitzung, Du gut für Dich Sorgen kannst.
Wenn Dir allerdings jetzt dadurch Deine Lebensgrundlage flöten geht ist das nicht gut für Dich gesorgt.

Das gilt im Übrigen auch für mich, ich habe zum Beispiel den Fehler wieder gemacht,
das ich vor meiner Sitzung (Freitag) und danach (gestern) jeweils eine Wohnungsbesichtigung hatte.

Ich weiss heute für mich (bin richtig K.O.!), dass ich diese Besichtigungstermine in den nächsten Wochen
lassen sollte, da ich noch zwei Konfrontationen vor mir habe.

Ich wünsche Dir weitehin ein gutes Bauchgefühl! :D

Liebe Grüße

Engel2013
katkat

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von katkat »

Hallo Engel :-)
Wir tapfer du doch bist. Ich wünsch dir so sehr, dass es dir hilft und es dir dauerhaft besser geht. Das muss doch ein gutes Gefühl sein, jetzt soviel Boden unter den Füssen zu haben, dass du dich ganz drauf einlassen kannst und dieses Geschehnis bearbeitest. Und ich danke dir für die Offenheit, den Prozess zu beschreiben.
Nach deinen Schilderungen verstehe ich aber die Hektik meiner Therapeutin gar nicht mehr, da wir ja gar keine Nachbesprechungstermine mehr haben. Zudem war en Stabilisierungstechniken noch gar kein Thema. Ich stürz mich bei Panik immer in Arbeit oder renn tagelang mit Herzrasen durch die Gegend, was ja letztlich mit zu dem Burnout geführt hat - abgesehen von der Existenzgründung als Lebensgrundlage, was ja eh schon viel Arbeit bedeutet.
Ich denke auch, dass emdr eine gute Sache sein kann, wenn man noch genug Therapiestunden hat und die Voraussetzungen stimmen. So wie du das ja auch geschildert hast.
Zudem fühl ich mich nicht gut informiert, es bleibt nebulös. Vielleicht bin ich da zu empfindlich oder zu ängstlich? Mir wär auch lieber ich hätte etwas Erspartes für den Notfall oder auch jemanden, mit dem ich auch privat darüber reden kann, wenn es mir schlecht geht. Soviel zu deinem Satz: ich muss mich sichern und beruhigen können.
Die Beziehung ist auch nicht so, dass ich über Intimes dort sprechen möchte, was ja eventuell aufkommen könnte. Ich hab ja Verhaltenstherapie gemacht, Aufzugfahren üben etc. Es wäre mir unangenehm.
Bei mir war ein Auslöser (neben anderen Schicksalsschlägen, die ich noch am Verarbeiten bin) wohl auch eine OP. Bei dem Konfrontationstermin gehen wir zu einer Chirurgen-Praxis und ich weiss noch nicht mal, ob ich das schaffe - wegen der Übelkeit nur beim Gedanken daran. Ich kann auch keine Krimis lesen oder gucken oder soetwas mit Ärzten.
Ich sollte z. B. zu einem Hypnose-Zahnarzt gehen wegen meiner Zahnarztangst, der sich geweigert hat, mich zu hypnotisieren vor der Behandlung (eigentlich spricht das für ihn, finde ich), weil er das/mich nicht einschätzen konnte. Deshalb kam sie drauf, dass etwas passiert sein muss. Das mag auch sein und will ich nicht abstreiten, aber das ist doch nix, was man im Schnelldurchlauf erledigen kann. Mit nur einer Reststunde.

Jedenfalls passt es grad nicht, das lässt sich wohl so sagen. Weder von meiner inneren Verfassung als auch von den äusseren Umständen.
Bis ich wieder Therapie in Anspruch nehmen kann, muss ich zwei Jahre warten. Das finde ich lange.
Vielleicht nutze ich die Stunde morgen, um mit ihr über Stabilisierungstechniken zu reden?
Wenn ich überhaupt den Mut finde, was zu sagen. Denn dann weiss sie, dass ich mich im Internet informiert hab. Das ist mir ein bisschen peinlich.

Ich bin Euch allen sooo dankbar, dass ihr mir so fürsorglich und persönlich geschrieben habt. Obwohl wir uns nicht kennen, habt ihr euch für meine Probleme interessiert. So dass ich wieder etwas zu mir finden konnte.
Vielen Dank! Das hat mir echt geholfen.
Ganz liebe Grüsse
Kat
Gast

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Gast »

liebe kat

kann es sein, dass ein missverständnis vorliegt und sie positiv emdr mit dir machen will?
es gibt verschiedene arten.
wenn nicht, dann ist sie leider keine gute therapeutin.
ich würde sagen ich habe gelesen (ist doch egal wo :wink: ) dass emdr voll viel auslösen kann und würd sie fragen wie sie sich das vorstellt, dass du damit dann da stehst. dass kann man ja auch ganz freundlich machen.

ich glaube übrigens die gefahr ist nicht allzu groß, dass du schaden nimmst. wenn du ihr so wenig vertraust, wie du es scheinbar tust, lässt du im emdr den prozess nicht zu und es funktioniert sowieso nicht. das ist nämlich nicht mal eben so gemacht so n emdr.

alles gute dir
Auf dem Weg

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Auf dem Weg »

mich Gast anschließe
Engel2013

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Engel2013 »

Hallo zusammen,

ich habe jetzt einiges an Erfahrung mit der Methode..

Die Sitzung heute schmeisst mich nun doch aus der Bahn. Ich dachte der sex. Mißbrauch wäre abgeschlossen... nun bin ich in der heutigen EMDR da wieder gelandet da ich an meine Trauergefühle, über den Suizid meiner Freundin nicht ran kam.. Mein Thera wollte, das ich an der Blockade dran bleibe... und dann landete ich im Mißbrauch. Hier ist wohl dei Trauer nicht bearbeitet worden.. und jetzt habe ich eine riesige Angst nochmal durch alles Mißbrauchsszenen zu müssen.

Kennt ihr das.. diese riesige Angst ein Prozess nicht abbrechen zu können und doch die neue Aufgabe nicht bewältigen zu können.

Es grüßt mit ein Kloß aus Angst und Trauer im Hals

Engel2013
Auf dem Weg

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Auf dem Weg »

Ja, das kenne ich sehr gut ...........und zeitgleich weiß ich doch immer, dass ich nicht zur Ruhe kommen werde, bevor es bearbeitet ist. Ich mag aus einem vorherigen post von dir noch mal bestätigen, wie lange es dauert, bis die Nacharbeit einer EMDR Sitzung wirklich abgeschlossen ist. Bei mir liegen im NOrmalfall 4 Wochen dazwischen .........und die brauch ich auch locker .......
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