MB und Homosexualität
Verfasst: So Sep 28, 2025 10:05 am
Ich bin nicht neu hier, habe aber einen neuen Namen. Ein neuer Lebensabschnitt für mich und deswegen.. alles neu.
Habe vieles hinter mir gelassen, Therapie beendet. Anteile bearbeitet. Jetzt gibt es nur noch mich. Ich, erwachsen, 43 Jahre, sortiere mein Leben neu, diesmal richtig.
Habe in der Therapie alles durchgearbeitet. Kindheit. Erzeuger. Vernachlässigung. ultra christliche Freikirche. Dreck. Heuchelei. Keine Liebe. Keine Freunde. Weglaufen von zuhause. Täterkreise. Vaterersatz gesucht. Gewalt. Aneitung gesucht. Liebe gesucht. S*x gefunden. Nie richtig schön gewesen. Eigentlich.
Ich lerne jetzt langsam, dass ich anerkennen kann, wer ich bin. Wie ich bin. Ich versuche hinter mir zu lassen, was mir als Kind beigebracht wurde.
Frau braucht Mann, Frau ist unterlegen. Mann muss die wichtigen Dinge im Leben machen. Frau braucht Anleitung. Frau muss Kinder gebären.
Habe ich gemacht. Habe immer Männer an meiner Seite gehabt. Habe immer Beziehungen gehabt und war eigentlich noch nie verliebt. also in einen Mann.
Habe mit 27 geheiratet, einen Mann der wirklich lieb ist, mich auf einem Silbertablett trägt. Ein guter, verlässlicher, hilfsbereiter Mann. mit 30 kam das Wunschkind. Habe mir nie die Zeit genommen mich zu fragen, warum ich ihn körperlich überhaupt nicht begehre.
Habe vergessen. verdrängt. ignoriert. dass ich immer wieder Frauen interessanter gefunden habe.
Und da wird es jetzt für mich schwierig. Jetzt wo ich zurückschaue.
Immer habe ich gedacht, der MB und die Gewalterfahrungen sind schuld, dass ich mit dem männlichen Körper ein Problem habe. Angst vor männlichen Genitalien. Ekel vor männlichem Verhalten beim S*x. Das war immer meine Erklärung. Angst vor Schmerzen, vermeiden. Ausreden suchen. Schuldgefühle, weil Männer brauchen das ja, nicht wahr? Männer MÜSSEN das ja, weil sonst fehlt ihnen etwas, das ist ihre Biologie.
was Frauen brauchen ist nicht relevant.
Ich habe jetzt Monatelang darüber nachgedacht, ob meine Abneigung vor Männern die Folge vom MB ist oder ob es einfach ein blöder Zufall ist, dass ich ausgerechnet lesbisch bin. Als lesbisch geboren wurde in ein Umfeld, in dem es so etwas nicht geben darf.
Ich habe die Antwort und jetzt stehe ich vor dem nächsten Trümmerfeld. Was mache ich mit meiner Ehe?
Mein Mann liebt mich, er liebt Körperkontakt zu mir und er hätte am liebsten jeden Tag S*x, und das nach beachtlichen 16 Jahren Beziehung. Ich sollte mich glücklich schätzen. Wir sind ein perfektes Team, die Beziehung ist wunderschön, ich möchte keinen Tag ohne ihn verbringen.
Aber sein Körper ist der falsche.
Er weiß von meiner MB Vergangenheit (ein wenig) und glaubt, meine Schwierigkeiten kommen daher. Dass es eigentlich ganz anders ist, kann er nicht wissen. Das weiß ich ja selbst erst seit kurzem.
Es ist schwierig das anzunehmen. Immer noch flattern mir frühkindliche Moralvorstellungen durch den Kopf. Widernatürlich, ekelhaft. Asozial. Hat Gott nicht so vorgesehen.
SCHWACHSINN!
Ich dachte ja immer, ich bin eigentlich tolerant. Anderen gegenüber. Aber ich selbst? Niemals.
ich bin mit meinem Mann aus der Stadt aufs Land gezogen. Lebe in einem winzigen Dorf in der Einschicht. Die Leute hier sind lieb, haben uns schön aufgenommen. Aber diese Sache ist hier schwieriger als in der Stadt.
Hier irgendwie outen? da kann man gleich seine Sachen packen und wegziehen.
Aber das Haus ist gekauft, hier bin ich nunmal und werde bleiben.
Wie soll es weitergehen?
Habe vieles hinter mir gelassen, Therapie beendet. Anteile bearbeitet. Jetzt gibt es nur noch mich. Ich, erwachsen, 43 Jahre, sortiere mein Leben neu, diesmal richtig.
Habe in der Therapie alles durchgearbeitet. Kindheit. Erzeuger. Vernachlässigung. ultra christliche Freikirche. Dreck. Heuchelei. Keine Liebe. Keine Freunde. Weglaufen von zuhause. Täterkreise. Vaterersatz gesucht. Gewalt. Aneitung gesucht. Liebe gesucht. S*x gefunden. Nie richtig schön gewesen. Eigentlich.
Ich lerne jetzt langsam, dass ich anerkennen kann, wer ich bin. Wie ich bin. Ich versuche hinter mir zu lassen, was mir als Kind beigebracht wurde.
Frau braucht Mann, Frau ist unterlegen. Mann muss die wichtigen Dinge im Leben machen. Frau braucht Anleitung. Frau muss Kinder gebären.
Habe ich gemacht. Habe immer Männer an meiner Seite gehabt. Habe immer Beziehungen gehabt und war eigentlich noch nie verliebt. also in einen Mann.
Habe mit 27 geheiratet, einen Mann der wirklich lieb ist, mich auf einem Silbertablett trägt. Ein guter, verlässlicher, hilfsbereiter Mann. mit 30 kam das Wunschkind. Habe mir nie die Zeit genommen mich zu fragen, warum ich ihn körperlich überhaupt nicht begehre.
Habe vergessen. verdrängt. ignoriert. dass ich immer wieder Frauen interessanter gefunden habe.
Und da wird es jetzt für mich schwierig. Jetzt wo ich zurückschaue.
Immer habe ich gedacht, der MB und die Gewalterfahrungen sind schuld, dass ich mit dem männlichen Körper ein Problem habe. Angst vor männlichen Genitalien. Ekel vor männlichem Verhalten beim S*x. Das war immer meine Erklärung. Angst vor Schmerzen, vermeiden. Ausreden suchen. Schuldgefühle, weil Männer brauchen das ja, nicht wahr? Männer MÜSSEN das ja, weil sonst fehlt ihnen etwas, das ist ihre Biologie.
was Frauen brauchen ist nicht relevant.
Ich habe jetzt Monatelang darüber nachgedacht, ob meine Abneigung vor Männern die Folge vom MB ist oder ob es einfach ein blöder Zufall ist, dass ich ausgerechnet lesbisch bin. Als lesbisch geboren wurde in ein Umfeld, in dem es so etwas nicht geben darf.
Ich habe die Antwort und jetzt stehe ich vor dem nächsten Trümmerfeld. Was mache ich mit meiner Ehe?
Mein Mann liebt mich, er liebt Körperkontakt zu mir und er hätte am liebsten jeden Tag S*x, und das nach beachtlichen 16 Jahren Beziehung. Ich sollte mich glücklich schätzen. Wir sind ein perfektes Team, die Beziehung ist wunderschön, ich möchte keinen Tag ohne ihn verbringen.
Aber sein Körper ist der falsche.
Er weiß von meiner MB Vergangenheit (ein wenig) und glaubt, meine Schwierigkeiten kommen daher. Dass es eigentlich ganz anders ist, kann er nicht wissen. Das weiß ich ja selbst erst seit kurzem.
Es ist schwierig das anzunehmen. Immer noch flattern mir frühkindliche Moralvorstellungen durch den Kopf. Widernatürlich, ekelhaft. Asozial. Hat Gott nicht so vorgesehen.
SCHWACHSINN!
Ich dachte ja immer, ich bin eigentlich tolerant. Anderen gegenüber. Aber ich selbst? Niemals.
ich bin mit meinem Mann aus der Stadt aufs Land gezogen. Lebe in einem winzigen Dorf in der Einschicht. Die Leute hier sind lieb, haben uns schön aufgenommen. Aber diese Sache ist hier schwieriger als in der Stadt.
Hier irgendwie outen? da kann man gleich seine Sachen packen und wegziehen.
Aber das Haus ist gekauft, hier bin ich nunmal und werde bleiben.
Wie soll es weitergehen?