Hilfe suchen?
Verfasst: So Aug 31, 2025 9:01 pm
Hallo ihr Lieben,
ich bin vor mehr als einem Jahr durch eine Doku auf dieses Forum gestoßen. Ich habe auch schon mehrmals einen Text verfasst und immer wieder gelöscht, aber jetzt möchte ich einfach versuchen mein Leben mal wieder in den Griff zu bekommen.
Mal zu meiner Vorgeschichte (TW):
Ich kann mich an kaum was aus meiner Kindheit erinnern, aber ich denke mal, dass ich einfach eine der Menschen bin, die eine schlechte Erinnerungsfähigkeit hat und nicht dass da irgendwas passiert ist.
Seit meinem 14. Lebensjahr ungefähr (28 Jahre jetzt) bin ich mental auf einer Abwärtsfahrt. Ich war nie wirklich froh oder glücklich, irgendwie war ich auch passiv suizidal. Nie was geplant, aber ich hab mir immer einen Unfall oder eine Krankheit gewünscht, die mir einen "einfachen" Ausweg ermöglicht. Ich hab mich nach jeder "überstandenen" Woche mit Fastfood und Süßigkeiten belohnt und das sieht man auch heute mehr als deutlich. Auf jeden Fall hab ich mit 18 gedacht, dass ich keine 5 Jahre mehr älter werde und hab mit meiner Berufsfindung viel zu lange gebraucht (jetzt abgeschlossenes Studium und Arbeit im öffentlichen Dienst).
Davor hab ich in einer Firma gearbeitet und ihn kennengelernt. Es war allgemein ein harmonisches Arbeiten mit allen Kollegen, ich war dort auch geoutet (lesbisch). Er hatte mal eine OP und hat mir dann in den Ohren gelegen, dass ihn niemand der Kollegen besucht oder sich nach ihm erkundigt. People Pleaser wie ich bin, hab ich ihm damals (Dezember 2020) einen Krankenbesuch abgestattet. Sollte ja kein Problem sein, da alle wussten, dass ich lesbisch bin. Ich muss sagen, eine der dümmsten und schlechtesten Entscheidungen meines Lebens. Bei diesem Besuch kam es dazu, dass er mich vergewaltigt hat. Heute ist das für mich wie ein schwarzer Fleck, ich weiß, dass es passiert ist, ich weiß, dass ich nicht gut atmen konnte und ich kann mich noch an die Schmerzen erinnern. Er meinte hinterher zu mir, dass ihm seine Verlobte zu dick geworden war und ich die perfekten Kurven hatte. Aber sonst ist alles irgendwie verschwommen. Eine positive Sache, die ich danach bemerkt hatte war, dass meine negative Stimmung in absolute Gleichgültigkeit umgeschlagen hat. Mich hat nichts mehr berührt und es war einfach angenehmer. Jedoch hab ich irgendwie mit seiner Aussage verbunden, dass mir das nicht passiert wäre, wenn ich noch mehr auf den Rippen hätte - ich hab seitdem 50kg zugenommen. Ich gebe mir die Schuld an allem und verabscheue das, was ich jetzt bin.
Ich möchte mich unglaublich gern wieder wohler fühlen, aber eine Therapie kommt irgendwie nicht in Frage. Die Wartezeiten sind einfach ewig und mir fehlt schon die Motivation anzufangen. Dazu wohn ich noch bei meiner Mutter (mein Ziel ist es mir in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und da muss ich natürlich sparen) und da kann kein Brief nach Hause kommen, der von einem Psychologen/Psychiater kommt oder ein Fragebogen der Krankenkasse. Es gibt nur 2 Personen, die von der VW wissen (damalige beste Freundin und Ex-Freundin) und zu beiden habe ich keinen Kontakt mehr und da ich mich selbst in die Lage gebracht habe, möchte ich auch keine Familie/Freunde damit belasten.
Vielleicht kann mir jemand von euch ein paar Denkanstöße geben, wie ich mein Leben wieder verbessern kann. Danke euch <3
ich bin vor mehr als einem Jahr durch eine Doku auf dieses Forum gestoßen. Ich habe auch schon mehrmals einen Text verfasst und immer wieder gelöscht, aber jetzt möchte ich einfach versuchen mein Leben mal wieder in den Griff zu bekommen.
Mal zu meiner Vorgeschichte (TW):
Ich kann mich an kaum was aus meiner Kindheit erinnern, aber ich denke mal, dass ich einfach eine der Menschen bin, die eine schlechte Erinnerungsfähigkeit hat und nicht dass da irgendwas passiert ist.
Seit meinem 14. Lebensjahr ungefähr (28 Jahre jetzt) bin ich mental auf einer Abwärtsfahrt. Ich war nie wirklich froh oder glücklich, irgendwie war ich auch passiv suizidal. Nie was geplant, aber ich hab mir immer einen Unfall oder eine Krankheit gewünscht, die mir einen "einfachen" Ausweg ermöglicht. Ich hab mich nach jeder "überstandenen" Woche mit Fastfood und Süßigkeiten belohnt und das sieht man auch heute mehr als deutlich. Auf jeden Fall hab ich mit 18 gedacht, dass ich keine 5 Jahre mehr älter werde und hab mit meiner Berufsfindung viel zu lange gebraucht (jetzt abgeschlossenes Studium und Arbeit im öffentlichen Dienst).
Davor hab ich in einer Firma gearbeitet und ihn kennengelernt. Es war allgemein ein harmonisches Arbeiten mit allen Kollegen, ich war dort auch geoutet (lesbisch). Er hatte mal eine OP und hat mir dann in den Ohren gelegen, dass ihn niemand der Kollegen besucht oder sich nach ihm erkundigt. People Pleaser wie ich bin, hab ich ihm damals (Dezember 2020) einen Krankenbesuch abgestattet. Sollte ja kein Problem sein, da alle wussten, dass ich lesbisch bin. Ich muss sagen, eine der dümmsten und schlechtesten Entscheidungen meines Lebens. Bei diesem Besuch kam es dazu, dass er mich vergewaltigt hat. Heute ist das für mich wie ein schwarzer Fleck, ich weiß, dass es passiert ist, ich weiß, dass ich nicht gut atmen konnte und ich kann mich noch an die Schmerzen erinnern. Er meinte hinterher zu mir, dass ihm seine Verlobte zu dick geworden war und ich die perfekten Kurven hatte. Aber sonst ist alles irgendwie verschwommen. Eine positive Sache, die ich danach bemerkt hatte war, dass meine negative Stimmung in absolute Gleichgültigkeit umgeschlagen hat. Mich hat nichts mehr berührt und es war einfach angenehmer. Jedoch hab ich irgendwie mit seiner Aussage verbunden, dass mir das nicht passiert wäre, wenn ich noch mehr auf den Rippen hätte - ich hab seitdem 50kg zugenommen. Ich gebe mir die Schuld an allem und verabscheue das, was ich jetzt bin.
Ich möchte mich unglaublich gern wieder wohler fühlen, aber eine Therapie kommt irgendwie nicht in Frage. Die Wartezeiten sind einfach ewig und mir fehlt schon die Motivation anzufangen. Dazu wohn ich noch bei meiner Mutter (mein Ziel ist es mir in den nächsten Jahren ein Haus zu kaufen und da muss ich natürlich sparen) und da kann kein Brief nach Hause kommen, der von einem Psychologen/Psychiater kommt oder ein Fragebogen der Krankenkasse. Es gibt nur 2 Personen, die von der VW wissen (damalige beste Freundin und Ex-Freundin) und zu beiden habe ich keinen Kontakt mehr und da ich mich selbst in die Lage gebracht habe, möchte ich auch keine Familie/Freunde damit belasten.
Vielleicht kann mir jemand von euch ein paar Denkanstöße geben, wie ich mein Leben wieder verbessern kann. Danke euch <3