Herzlich Willkommen survivante!
danke für den Fallschirm...
ja Gesa, aber heute fange ich mal langsam an, ein klein wenig an Höhe abzubauen. Balast an kleine Luftballons zu packen.
Ob ich dann höher oder tiefer fliege weiß ich noch nicht.
und ja, ich versuche es mal meiner Bera zu erzählen, oder zumindest in irgendeinem Wege zukommen zu lassen...
das was folgt kann triggern!
Hm, irgendwie dachte ich, dass ich mit dem Wort doch schon längst durch sein sollte,
aber dennoch, hat es mich gestern enorm von hinten erschlagen,
naja, habe nur nach dem Deckel auf-Trigger rein-Deckel drauf-System gearbeitet.
Der nötige Abstand habe ich sogar durch die Einsätze bekommen, die haben einen gestern dann immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
"tapfer"
Mit diesem Wort wird hier extremer Schmerz verbunden. Nie wieder möchte ich tapfer sein.
Nie wieder in diesem Leben. Ich verbinde mit diesem Schmerz ein Untergang meines Selbst.
Mit diesen Worten habe ich alles aufgegeben, den Wiederstand, alles.
Und dieses Wort löst einen enormen Schmerz aus, dass ich fast losheulen könnte, wenn es hier intern erlaubt wird.
Ich frage mich, warum er mich in dem Moment nicht umgebracht hatte, geglaubt hatte ich es.
Ich habe geglaubt ich sterbe...soviel Blut... alles tat weh.
Blut dass die Beine hinunterläuft...
Nein, nie wieder tapfer sein. Auch wenn sich tapfer früher so "königlich" angehört hat
Und dieses Kind wollte doch etwas besonderes sein. Ich wollte etwas besonderes sein!
Seine Worte, seine Worte, ich habe ihm geglaubt! Vertraut!
Er hat ja gesagt, dass es weh tun würde, aber ich sei doch ein tapferes Mädchen.
Und ja, ich wollte doch nicht, dass er traurig würde. Weil ich was nicht aushalte, wollte nicht,
dass er wütend wurde, hatte Angst vor diesem Mann.
Soviel Schmerz...
und ich hab ja gesagt, ich habe ja gesagt, ich habe ja gesagt.
Ja zu dieser Sache. Ich habe erlaubt, dass er das macht.
Soviel Schuld klebt selbst an meinen Schuhen.
Ich war nicht tapfer, ich habe gedacht, dass ich sterbe.
Das ist nicht tapfer. Aber weinen konnte ich doch auch nicht.
Alles so voller Schmerz. Er hat was kaputt gemacht,
mich kaputt gemacht. Weiß doch nicht einmal was das ist.
Er hat mir das alles genommen. Mir all das zerstört.
Ich wusste nicht einmal was das ist, was er da macht.
Schmerz in mir, verdammter Schmerz.
Bis heute kann ich das Blut da nicht sehen, ohne unterzugehen.
Und er hat mich gefragt ob ich ein tapferes Mädchen sein möchte. Mich so tapfer genannt,
und sich so gefreut dass er das durfte.
So ein Mensch hat seine Seuxualität einem kleinem Mädchen aufgedrängt,
das nicht einmal wusste was es da alles gibt.
Wenn ich gewusst hätte was das alles bedeutet, nein, ich wäre nie tapfer gewesen,
ich hätte geschrien, geweint um mich getreten und ihm damit wohl noch mehr
Erregung gebracht. Nein heute weiß ich, ich hätte alles tun können, er hätte noch seinen Spaß dran gehabt,
egal, was ich getan hätte. Es war einfach nur noch ein "lass es schnell vorüber gehen".
Nein, ich kann es nicht beim Namen nennen was er getan hat. und ich glaube ich muss es auch gar nicht.
Nicht hier, nicht sonst wo. Er hat mir all das genommen. Ich weiß, wie schlimm es war.
doch heute weiß ich eins. Ich habe es überlebt. Mit vielen vielen Folgen.
Enorm viel wurde zerstört. Meine Abneigung vielem gegenüber.
Ich wünsche mir, dass dieses Wort mir nicht mehr den Boden unter den Füßen wegzieht,
und andererseits wünsche ich mir, das dieses Wort aus dem Wortschatz verbannt wird.
Even