Auf dem Weg hat geschrieben:
Und vielleicht schaffst du es ja nur an einer kleinen Ecke deine Grenzen wahrzunehmen und zu verteidigen? Irgendwo, wo es nciht ganz so gefährlich scheint?
Wo erscheint es den nicht gefährlich zu sein? Wo kann ich mich selbst wahrnehmen ohne Angst, dass man mir gleich eins auf die Nase gibt,
wenn "nein" sage?
In der Schule wird ein "Nein" gleich mal schlecht bewertet. Der Autoritätsperson (Lehrer) wird nicht wiedersprochen. Wenn der Lehrer will,
dass du an die Tafel gehst, dann bringt dir ein "nein" nur eine schlechte Note.
Sag ich daheim "nein" drehen hier alle am Rad.
Wenn ich unter Freunden bin, dann vielleicht... aber da sind wir ja wieder. Wo sind meine Grenzen?
Ich hab mal gelesen, dass Therapeuten wissen müssen, wo die Grenzen der Opfer sind. Dass sie diese einhalten müssen,
obwohl die Patientin es selbst nicht mal weiß. Schon hammer, dass andere Menschen meine Grenzen kennen und ich nicht.
Ich kann mich selbst nur hier wahrnehmen, hier wo ich sitze. Aber hier gehen Schwestern ein und aus und bedrohen also eigentlich hier meinen
Raum.
Ich brauch etwas, was nur mir gehört, wo niemand sich hinsetzt, niemand mich andauernd was fragt, wo mich niemand anspricht. Wo ich ich sein kann,
ohne, dass das irgendwer bewertet, analysiert etc.
Ich hab das paradoxe Gefühl immer und überall unter Kontrolle zu stehen. Doch genauso gut kann ich zwischenzeitlich sagen,
dass ich eben mich selbst so stark kontrolliere, dass nichts von meiner Boshaftigkeit an den Tag kommt.
Und ich weiß nicht, welches Muster da greift, ich hab Angst, sobald ich was Böses mache, dass es dann jeder mitbekommt.
Ich fühle mich manchmal so beobachtet, dass ich nichts tun kann, weil ich die ganze Zeit glaube, dass sobald ich was "falsches" mach
ich dafür bestraft werde.
Scheiß Gefühl. Sich die ganze Zeit beobachtet zu fühlen und nur auf die Strafe zu warten und nur darauf zu warten, dass man mich zu irgendwas zwingt,
sobald man herausgefunden hat, wie böse ich bin.
(Keine Ahnung,wo ich grad drin stecke)
warum denkst du, dass du jemand anders mit ins verderben ziehst wenn du schwach bist?
Weil ich manchmal von Situationen berichte, wo Menschen hilflos werden. Wo Menschen selbst an ihre Grenzen kommen können.
Wo ich spüre, dass ich gerade nicht mehr gut tue. Dass ich eine schwere Last bin.
Ich hab Angst, dass wenn ich sobald den Mund aufmach, Menschen etwas schreckliches passieren wird.
Na toll, stelle gerade fest, dass hier wirklich alte Muster greifen.
Genauso, wie ich Angst habe, dass mich alle fallen lassen, sobald ich den Mund aufmache.
Na, da weiß ich doch, mit was man mir Angst gemacht hat...
Und ich hab Angst, Menschen hoffnungslos zu machen. Will niemand mit der Abscheulichkeit belasten. Nur gut, dass ich das glaube,
während ich gleichzeitig behaupte, dass es nie stattgefunden hat. Na widersprüchlicher geht das auch nicht...
Even
