Seite 12 von 277

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 10, 2011 11:49 am
von remember
Liebe Gästefrau,

kurz meine Erfahrungen mit dem Thema:
ich habe schon alles mögliche versucht, wenn ich so richtig abrutsche und merke, dass es jetzt gefährlich wird. Gedanken an Kinder, Angehörige etc. haben mir nie weiter geholfen, weil die in diesen Momenten gar nicht mehr bis an meine Emotionen durchdringen. Es ist nie so, dass ich sage "Man, das wäre jetzt klasse, wenn ich es machen würde, das fühlt sich gut an" - es ist immer noch das Gefühl "ich finde es keine gute Lösung - aber ich ertrage mich selbst nicht mehr, ich halte es nicht mehr aus, ich kann nicht mehr weiter kämpfen und diese Emotionen noch länger ertragen - das war's jetzt, ich habe lange gekämpft, aber jetzt ist meine Belastbarkeit endgültig aufgebraucht - ich will doch nur noch Ruhe vor mir selbst, und wenn ich das dann jetzt mit dem Leben bezahle, ist es halt gut - endlich Ruhe". Außerdem erscheint es mir in diesen Situationen als die einzige Lösung, wo ich die Situation selbst AKTIV in die Hand nehmen kann... (ist schon ziemlich pervers, dieses Thema - und Außenstehende können das meist einfach nicht verstehen).

Was mir hilft: ich muss erstmal Zeit gewinnen, ein oder zwei Stunden irgendwie überbrücken, wo das Hirn abgelenkt wird (selbst kann ich mein Hirn da nicht mehr aktiv ablenken durch irgendeine BEschäftigung)... Erst schmeiß ich mir ein "Notfall-Benzo" (starke Beruhigungsmittel) ein, dann rufe ich jemanden an (hab so 3-4 Menschen, die grob wissen, dass ich krank bin und was mir so ungefähr fehlt, die ich auch zu jeder Tages- und NAchtzeit anrufen kann), ich selbst kann aber in der Situation beschissenen Situation nicht mehr selbst großartig reden. Ich erzähle auch nicht, wie es mir geht, womit ich mich gerade rumschlage o.ä. Ich sage meist einleitend nur einen Satz: "Mir gehts grad beschissen, erzähl mir einen Schwank aus deinem Leben". Und dann muss ich nur zuhören, ich krieche gedanklich in kleinen Schritten ein Stück in ihr Leben rein... Umso mehr ich dann da drin bin, kann ich gelegentlich sogar die ein oder andere Nachfrage stellen (und wie hat Dein Chef reagiert? o.ä.) Die quatschen dann i.d.R. so lange, bis ich immer müder werde - wenn mir dann langsam die Augen schwer werden, sag ich danke, beende das Gespräch und schlafe ein.

Was ich bis heute noch nicht weiß: Haben diese Personen es in mittlerweile durchschaut, dass die Frage nach nem Schwank aus ihrem Leben mein "Codewort" für ne hochsuizidale Situation ist? ;-) Ich weiß es nicht!!! Aber sie machen ihren Job gut und sammeln in mittlerweile schon geistig ihre "Highlight-Erlebnisse" für meinen nächsten Anruf ;-)

Liebe Grüße!

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Do Aug 18, 2011 10:42 pm
von gästefrau
ich danke euch allen für eure antworten...

@ monalisa: bestimmt hast du recht, es ist in der krisensituation bestimmt schwer sich selbst zu helfen, dennoch glaub ich dass es möglich ist....
und es ist bestimmt einfacher, wenn man einen "plan" hat....
danke für die posts!

@ Roseana: ich glaub nicht, dass es mir mit der Telefonseelsorge leichter fallen würde. denn das sind komplett fremde leute, die am anderen ende des telefons sitzen und mich nicht kennen und keine ahnung von mir haben. ich würde denen nichts erzählen wollen. ...und davor hab ich auch in einer klinik angst. vor den ganzen fremden leuten die in mir nur eine diagnose/krankheit suchen/sehen und nicht mich.....ich kann mich nicht fremden leuten anvertrauen, ich glab das hab ich einmal getan (meiner thera gegenüber, was ja auch sehr positiv war), aber ich möchte nicht wieder von vorn erzählen müssen.....
außerdem hab ich angst belächelt/nicht ernst genommen zu werden....weil ich immer alles überspiel und nur ganz schwer zeigen kann wie es wirklich in mir aussieht.....
und ich schäme mich....sehr sogar....
danke, dass du über deine erfahrungen sprichst. ausgehalten hab ich auch immer...bisher....
beten bringt mir nix, ich bin nicht gläubig....
angst hab ich nicht. nicht wenns richtig arg wird. da hab ich keine angst....da hab ich nur sehnsucht....
ja, ich hab eine sehr gute freundin, aber ich weiß nicht, wie es ihr mit dieser situation gehen würde (sie sagt, sie würde mich jederzeit begleiten...)
ich danke dir!
...deine aktion mit der polizei finde ich stark! das zeigt echt stärke!!!
Aber man darf es nicht an der Freundin oder dem Kind,er ausmachen zu bleiben. Denn es gibt Zeiten wo man das nicht, bzw, noch nicht hat. Ich habe mir auch immer gesagt, ich mach das nicht! Aber wenn man dann so traurig ist und alleine ist, muß man schauen wie man klarkommt
...damit hast du wohl recht!

@ auf dem weg: herzlichen dank auch für deine antwort!
Was meint - du brauchst gar nicht unbedingt jemand der hilft. Aber jemand der eingeweiht ist und helfen würde. Der Gedanke ist meist schon ausreichend im Sinne von "ich bin nicht allein und es wäre nicht für alle egal ob ich lebe!"
vielen dank dafür, leider bin ich nicht sicher, ob mir das ausreicht. aber ich hoffe, dass du recht hast. denn ich habe das glück, eine so gute freundin zu haben.....
ich hab keine kinder, aber nichten und neffen, die mir sehr ans herz gewachsen sind....
suizide sind eine zumutung, ganz besztimmt.....darüber denk ich auch immer wieder mal nach....
diese deals mit sich selbst find ich gut! danke für diesen tip, das werd ich gleich mal versuchen.....

@ki: danke!
ich stelle mir eine situation vor, in der ich wirklich nicht mehr weiter weiß und dann einen plan habe, mit dem ich mich selbstbestimmter fühle.
in aller gefühlten schwäche wäre das ein ganzes stück boden.
noch dazu ein selbst gebautes.
nicht schwach. gar nicht.
das muss ich auch für mich nochmal herausheben, dake! denn das ist auch der beweggrund, warum ich immer wieder mal nach tips fragen werde......um mir stück für stück boden unter den füßen zu beschaffen.....stabil zu werden und zu bleiben.....
"taxi" kann ja auch erstmal nur bedeuten, dass jemand mal zu dir kommt und bei dir bleibt.
sowas hab ich auch. also so eine vereinbarung. bei mir heißts nur nicht "taxi".
vielen dank auch dafür. ihr wirkt auf mich sehr stark. ich hab da ein riesen problem, mein "taxi" auch tatsächlich in anspruch zu nehmen....ich schäme mich so sehr dafür.....für mein gefühlschaos.....meine abstürze....ich schäme mich sehr dafür....
aber danke!

@ remember: vielen dank für deine offenheit.
Gedanken an Kinder, Angehörige etc. haben mir nie weiter geholfen, weil die in diesen Momenten gar nicht mehr bis an meine Emotionen durchdringen. Es ist nie so, dass ich sage "Man, das wäre jetzt klasse, wenn ich es machen würde, das fühlt sich gut an" - es ist immer noch das Gefühl "ich finde es keine gute Lösung - aber ich ertrage mich selbst nicht mehr, ich halte es nicht mehr aus, ich kann nicht mehr weiter kämpfen und diese Emotionen noch länger ertragen - das war's jetzt, ich habe lange gekämpft, aber jetzt ist meine Belastbarkeit endgültig aufgebraucht - ich will doch nur noch Ruhe vor mir selbst, und wenn ich das dann jetzt mit dem Leben bezahle, ist es halt gut - endlich Ruhe". Außerdem erscheint es mir in diesen Situationen als die einzige Lösung, wo ich die Situation selbst AKTIV in die Hand nehmen kann...
ja, so fühl ich das auch.....das hast du gut beschrieben.....
auch ich hab dann riesige probleme, mir emotional etwas näher kommen zu lassen.....da stumpft etwas ab....kommt nicht mehr an mich ran....selbst die beste freundin findet dann - wenn überhaupt- nur schwer zugang zu mir....
ich blocke dann komplett ab, lasse nichts und niemanden an mich ran....
"Mir gehts grad beschissen, erzähl mir einen Schwank aus deinem Leben".
danke auch dafür. find ich klasse. aber ist bestimmt schwierig sich drauf einzulassen, wenn man niemanden an sich ran lassen will/kann......

ich danke euch allen und freue mich jederzeit über antworten/tips/anregungen!

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Fr Aug 19, 2011 8:18 pm
von Auf dem Weg
Mich würde vor allem - vielleicht in einiger Zeit - interessieren, ob du einige Tipps von uns umsetzen konntest, oder sie dich vielleicht auch auf andere gute Ideen gebracht haben?

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Sa Aug 20, 2011 9:54 am
von monalisa
mir würde ein plan nichts nützen
das ist wie mit triggern
wenn es soweit ist vergesse ich alles

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 8:57 am
von gästefrau
@auf dem Weg: ja, hab schon mehrere tips umgesetzt. hab es einer freundin erzählt, ist schon länger her. du warst es, die mich dazu bewegt hat. das hat mir damals sehr geholfen. diese freundin würde mich auch in die klinik bringen ( das jedoch löst angst in mir aus, aber sie würde es ja nicht gegen meinen willen machen. ich hab ihr versprochen mich in die klinik bringen zu lassen, bevor ich einen suizid ausführe)....... derzeit geht es mir nicht schlecht, drum kann ich aktuell auch nicht beurteilen, was mir alles hilft. aber ich hab hier viele gute tips bekommen.

hab auch drüber nachgedacht, was wirrli mal geschrieben hat. die situation anzunehmen..."es ist, wie es ist". das hat mir vor kurzem sehr geholfen. ich hatte einen flash und hab geheult. war allein. es war in der nacht. ich hab geheult und konnte nicht aufhören. dann hab ich versucht mich selbst zu trösten. hab licht angemacht und hab mir einfach mal gedacht: okay, es ist nicht gut, aber es sind viele jahre vergangen. es hat mich eingeholt, aber tatsache ist, dass alles vorbei ist. dass ich keine angst haben muss. und dass es mir jetzt schlecht gehen darf! ich hab das mal versucht zu akzeptieren. das wirkte beruhigend auf mich. ich weiß nicht, ob wirrli das so gemeint hat, aber es hat funktioniert. ich hab das so noch nie erlebt. daher: danke wirrli!

um aber nochmal auf deine frage zurück zu kommen, auf dem Weg: natürlich werde ich das hier niederschreiben....aber ich brauch noch etwas zeit....

ich bin grade dabei, die für mich wichtigsten tips aufzuschreiben. ich hab schon eine ziemlich lange liste. und ich glaube, monalisa, dass das schon helfen kann. denn in so einer situation ist man selbst nicht mehr fähig, sich zu helfen und nachzudenken, was helfen könnte. wenn ich aber nur auf meine liste schau und in eine kiste greifen muss, in der sich viele tolle sachen befinden, alles gute erinnerungsstücke an die positiven seiten des lebens, dann glaube ich, kann das vielleicht helfen. deswegen mach ich das.

und ich werde mir auch aufschreiben, was mir nicht geholfen hat. denn das ist auch wichtig zu wissen.....

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 9:12 am
von monalisa
wenn es dir hilft ist es doch gut
und freunde, die einem helfen sind noch besser
bei mir hat der therapeut die aufgabe
ich vertraue nur noch ihm
freunde sind entweder überfordert oder wollen von meinen problemen nichts wissen
bin da sehr ernüchtert und auch enttäuscht

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 9:53 am
von *wirrli
wow! Da hast du ja eine richtig gute ERrfahrung gemacht
das finde ich toll! :)
Ja, annehmen ist wichtig
auch wenn das Gefühl schwierig ist, weh tut, unangenehm ist...()
es ist da und darf sein.
Man fühlt sich oft noch schlechter, weil man diese Gefühle eben nicht haben will
gästefrau hat geschrieben:ich hab das mal versucht zu akzeptieren. das wirkte beruhigend auf mich.
Genau :)

Ich wünsche dir noch viele solcher Erfahrungen!
Vielleicht ist es hilfreich, dir das auszudrucken
und im Notfall lesen zu können, wie du dir selber helfen konntest damit?!

Re: tabuthema suizid ***Trigger?

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 10:57 am
von Die Wolfsfrau.
Habe auch schon "mein Leben lang" Suizid- Gedanken... Ist glaube ich, für mich eine "Art Rettungsanker"... "Wenn es noch 'mal so schlimm wird, wie damals, dann..." In den letzten Monaten war "es" allerdings sehr "unheimlich", hat mir Angst gemacht. Im nachhinein hatte ich das Gefühl, ich war nicht die "erwachsene Frau", sondern die 17- jährige . Und die hatte "die Kontrolle", die "Macht"... über den Körper. Und dann saß ich wirklich "plötzlich" da, wie die 17- jährige... mit den Dingen... um sich zu... Das ist so 4 mal "passiert". "Unheimlich." Angst... Aber irgendwie "muss" die Wolfsfrau ja doch noch an "diesem wilden Leben hängen"... Meine Therapeutin hat mir leider in meiner letzten Stunde gesagt, dass Sie die Therapie beendet, und dass Sie meine Suizidalität sehr belastet hat... "Ich frag' mich manch 'mal, ob ich nicht schon mit einem Bein im Gefängnis stehe...!" Jetzt mach' ich mir wieder Vorwürfe. Ich hab' Sie doch so gerne, und es tut mir leid, dass ich Sie so sehr belastet habe. Das wollt' ich nicht!
Ich liebe die schönen Tage. Das Meer. Die Natur. Bäume, Tiere (Wespen zur Zeit 'mal ausgenommen!), Wind- da kann ich mich spüren. Da "bin ich getragen...". Neuerdings helfen mir manch 'mal ganz schwere Wanderschuhe- auch in der Wohnung. Damit ich "die Bodenhaftung" spüre/ nicht verliere... Und ich finde es sehr hilfreich zu lesen: Lasst die Täter nicht (noch einmal) "gewinnen". Das hilft mir sehr!!! Und ich bin auch sehr froh, dass das "Tabuthema" hier Platz haben darf! Ich habe immer Angst "eingewiesen" zu werden. Das wäre dann die Wiederholung, das Ende... Ich würde von Tätern immer "eingesperrt". Eingeschlossen. Abgeschlossen...

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 1:51 pm
von ironshark unl.
@ Wolfsfrau:

Ich finde das ziemlich unprofessionell, wenn deine Therapeutin dir so etwas um die ohren knallt.
Immerhin ist sie therapeutin, damit sollt sie klarkommen.
Und wenn sie zuviel angst hat, hätte sie dich lieber in eine Klinik schicken sollen.
Anstatt dir jetzt irgendwie ihre Probleme aufzuhalsen.

Du musst dich nicht schuldig fühlen, du gehst dorthin, weil du Hilfe benötigst.
Du musst sie quasi "belasten", obwohl ich das ein völlig falsches Wort empfinde.
Belastung bedeutet, es geht ihr nah, sie hat keinen gesunden, professionellen Abstand, den jeder Helfer haben sollte.
So ist es vorallem IHR Problem, nicht deins.

Zum Thema: Für mich bedeutet "ich bring mich um", "ich könnte mich immernoch umbringen", auch ein Anker.
Ich halte mich daran fest, ich muss nie wieder etwas aushalten, was so scheußlich war wie damals.
Nein, heute könnte ich gehen.
Auch wenn ich schon als Kind darüber nachdachte, mir das Leben zu nehmen, fehlten mir damals doch die Mittel und die Reife, wie man das denn dann letztendlich macht.
heute weiß ich es.
Und es hilft mir oft über den tag.
Mir zu sagen, wenn es zu arg wird, bringst du dich einfach um.
Naja, ich lebe noch ;) aber helfen tut der Gedanke trotzdem.

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 1:54 pm
von monalisa
wenn ich das lese wird mir ganz anders

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 5:52 pm
von Roseana
Und was kommt dann??? Das weiß niemand?? Aber was wenn mein Pfarrer recht hat und man nicht unbedingt an einen schönen Ort kommt? Damit meine ich jetzt nicht die Hölle, denn das ist nur Panikmache. Aber ich meine eine Art zwischenort( seele ist ja noch nicht vollendert und kann so denke ich nicht so in Himmel. Ich habe schonmal Berichte über zwei Nahtoderlebnisse von Menschen gelesen. Das eine Mädchen hatte Dämonen um sich...und die andere Frau sah eine Art schwarzes Loch ein Nichts und nichts schönes. bitte liebe Menschen hütet euch davor an Suizid zu denken. Denn ob man danach wirklich an einen schönen Ort kommt? Ich war selber mal Suizidal und lange genug Gedanken. Das Leid hier ist begrenzt, das andere ich weiß nicht. Es gibt auch Menschen die in tod getrieben wurde, mein Pfarrer sagte mir, jeder fall eines Menschen wird genau untersucht werden, auch ob dieser Mensch verwirrt war und so weiter. Aber was wenn nicht? Das böse darf nicht siegen, der Täter hat vielleicht gewonnen, wenn die Wahrheit freiwillig aus dem Leben geht.
Ich kann nur hoffen das ein früherer Bekannter meiner familie er ist durch Suizid gegangen...es ihm jetzt gut geht. Ich hoffe es, denn ich weiß noch wie heute, wo ich mich für was bei ihm bedankt habe(sah ihn ja selten) und er hatte auch so mitfühlende ja fast traurige Augen. Und dann wollte iczh mal irgendwann schauen wie es ihmm geht oder fragen, dann war er nicht mehr da. Ich weiß nicht was er hatte, lebte alleine, vieleliczht von früher. Aber irgendwie glaube ich, daß er an einem guten ort ist, ich habe das gefühl...vielleicht muß ich dieses Gefühl haben???

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Mi Aug 24, 2011 6:14 pm
von monalisa
es gibt berichte von menschen, die schon fast in einer anderen welt waren, sie erzählen es war nicht schön
Vor ein paar Jahren hat sich jemand aus meiner Kindheit umgebracht. alle waren schockiert. warum hat ihm niemand geholfen? er war viel zu jung zum sterben.

eine frau bei sprechen hilft sagte mir, es gibt menschen, die nach suizidversuchen schwere schäden davon tragen

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Do Aug 25, 2011 9:25 am
von *wirrli
monalisa hat geschrieben:eine frau bei sprechen hilft sagte mir, es gibt menschen, die nach suizidversuchen schwere schäden davon tragen
Ich kenne eine Frau, die ihre Beine verloren hat
und eine andere Frau, die nun im Rollstuhl sitzt!

gästefrau hat geschrieben:hab auch drüber nachgedacht, was wirrli mal geschrieben hat. die situation anzunehmen..."es ist, wie es ist"
Wie sehr würde mir das gerade helfen, aber es funktioniert nicht....

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Do Aug 25, 2011 3:37 pm
von Die Wolfsfrau.
Versuche auch gerade "Es", "mich" (???)- wer bin ich???- diesen "blöden Körper" an- zu- nehmen... Wie er, ich, "Es" ist.
"Es." ist aber verdammt schwer... Mach 'mal hilft "Es" mir, wenn ich das Gefühl haben kann, von Anderen angenommen zu werden. Wie ich bin. Und ganz doll. Hilft mir. Die "neue", weil dies 'mal "positive" Erfahrung in der Selbsthilfegruppe. Habe auch immer Angst, dass "der Versuch" schief gehen könnte, und "Es" dann noch schlimmer wird. Psychiatrie. Auch noch körperlich oder geistig "schrott". Andererseit bin ich eine "sehr gründliche Frau" und denke: Wenn Du "Es". "Wirklich" machst. Dann bist auch. "Wirklich." Tot.
Hab' noch 'mal 'ne "andere Frage"... Heute ist "Es". Wieder ganz schwer mit meiner Wahrnehmung. Nicht zu zweifeln... Kennt das hier jemand? Dieses "ständige zweifeln an der eigenen Wahr- Nehmung? Selbstzweifel. Sind glaube ich echt "eine gefährliche Sache". Und ich weiß heute 'mal wieder nicht. Wieviele da eigentlich sind... Aber immerhin weiß ich. "Ich bin viele..." Wirr, wirrer, Wirrli? Lieben Gruss übrigens an *wirrli!

Re: tabuthema suizid

Verfasst: Fr Aug 26, 2011 5:53 pm
von gästefrau
@ wirrli:
gästefrau hat geschrieben:
hab auch drüber nachgedacht, was wirrli mal geschrieben hat. die situation anzunehmen..."es ist, wie es ist"
Wie sehr würde mir das gerade helfen, aber es funktioniert nicht....
ich wünschte ich könnte dir dabei helfen!
warum geht's dir grad so mies, wenn du schreiben magst, hier ist platz!

@ alle anderen.....ich gehe später auf euch ein....