Hingabe ans Leben

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
3farben lila

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von 3farben lila »

Du, ich will dir hier auf keinen Fall Stress oder so was bereiten, aber dieser Satz mit der Führung löste so eine Beklemmung in mir aus, dass ich es schreiben musste! Und ja, ich mein das schon ernst..nur bin ich leider irgendwo noch zu schwach es zum Beispiel auszuprobieren..der Gedanke daran gibt mir ein Gefühl von Freiheit, denn wir sind gleichberechtigt. Ich glaube auch, dass eine getroffene und geäusserte Schwäche unter Betroffenen eher zum Verständnis führen kann, als bei nicht-Betroffenen (die ja die Schwäche dann nicht mal nachvollziehen könnte..)
Wir sind keine Tiere, wir sind gleichberechtigte sensible Wesen, die Heilen möchten. Natürlich auch mit Trieben, wär vermutlich letztlich langweilig ohne sie :wink:

hm, jetzt ist die schöne Spontanäität des kleinen Satzes wieder weg...eine Schwäche von mir.los, hau mich doch deswegen!..ach quatsch, ich hoffe du findest deine weise Frau. Da ist sie ganz bestimmt.

liebe Grüße,
lila
Evenstar
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Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Evenstar »

Gesa,

du darfst im Arm von Markus weinen, du darfst das Gefühl zulassen.

es ist okay!

Even
Wir müssen uns daran gewöhnen, dass die
Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
bis alle Wunden verheilt sind.



Ich geh meinen Weg ans Ende
Sehnsucht nach der Zukunft
Heimweh nach der Fremde

(Max Herre-Fremde)
Katarina9

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Katarina9 »

..gut das du das,zu lassen..
konntes in markus arm zu weinen ..du darfst das ..
hab das ein mal bei marie gehabt...hat gut getan .....
Auf dem Weg

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Auf dem Weg »

@even und Katarina - dank für eure Bestätigung, denn klar gibt es Unsicherheit, ob ich das darf

@lila - du machst mir keinen Stress, ich halt es nur für eine Utopie, dass das klappen könnte - einfach weil ich viel Gruppenerfahrung habe. Und weil die Erfahrung - auch hier im Forum - zeigt, dass gesagt noch lange nicht verstanden ist ... mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

Mir wird gerade klar, warum ich gestern den inneren Heiler nicht fand: Weil es einen Teil in mir gibt der sagt ich habe es nciht verdient zu heilen.
Kann gerade mal wieder gar nicht mit meinem Körper leben, zuviel Ekel vor mir.

Markus sagte gestern: ..........du warst sehr mutig heute .........du warst ganz leicht in meinem Arm ....... (wer - ich fette Kuh??)

Heute bei einer FReundin, die einen Zeitungsartikel mit foto von mir ausgeschnitten hatte: "Jedesmal wenn ich das Bild sehe, denke ich - du bist so eine schöne FRau!" ........wer - ich??????????? Mich suchend umsehe ......

Es kommt nicht an ...........ich kann machen was ich will ......

Scheiß - Selbstabwertung .........man eye .......wieso holt die mich immer wieder ein??????????
Katarina9

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Katarina9 »

..gebe deiner freundin recht ....
und ne fette kuh ..bist du nicht ...
und du hast alles gute verdient....
ich weiß es hilft nicht was ich hir ..von mir gebe .....
aber ich werde es dir wen es sein muß milionen mal sagen .....
Evenstar
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Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Evenstar »

Gesa, Gesa, Gesa,

du und eine fette Kuh? ~ warum kommt mir da verzerrte Selbstwahrnehmung in den Sinn? ~

Und hey, ganz abgesehen davon. Du warst mutig und du darfst das. Wenn es Markus nicht passt, sagt er dir das.

Vertrauen, Selbstvertrauen...

Weil Selbstabwertung etwas uralt bekanntes ist? Weils doch gar nicht anders sein kann, wie es jahrelang gesagt wurde?


Versuch es ruhig, mal anzunehmen.

Even
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Vergangenheit so lange Gegenwart ist,
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Katarina9

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Katarina9 »

grüße an alle von adw, sie kan heut nicht on gehen ....
ihr pc läst sich nicht hochfahren ....katarina
Auf dem Weg

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Auf dem Weg »

DAnke - Katarina

even - wenn ich nur wüsste, warum ich davon nicht loskomme ........mein Hirn weiß ja, dass es anders ist .........und dass das ein ganz alter Glaubenssatz ist. Was ich weiß ist, dass es mit Judith zu tun hat ........und dass ich mich schäme, das thema endlich mal anzupacken ...

Heute erstmal pc von großem Sohn ausgeliehen, der hat zum Glück noch nen Laptop .......hoffe aber meinen wieder in gang zu kriegen ..........ich hab kaum Sicherungskopien .......



Manchmal
möchte ich schreien
wie
ein waidwundes Tier

soviel
alter Schmerz
der nie
sein durfte

ich habe
geschwiegen
egal wie
schmerzhaft es war

der Säugling schwieg
das Kind schwieg
der Teenie schwieg
die Erwachsene schwieg

eisern
verbissen
allein
auch im Schmerz

noch immer
scheint
mein Mund
verschlossen

nur
mein Körper spricht
von
alter Pein

lautlose Schreie
verhallen ungehört
prallen ab an den
Mauern meines KÖrpers
Katarina9

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Katarina9 »

...ich weiß es ist schwer....
..ja früher durftes du das nicht ...aber heute darfst du
.. den unterdrückten schmerz ..laut in die welt schreien ...
heute darfst du reden ..must nicht mehr schweigen ....
es kan dir keiner mehr verbieten .....

...und ich sehe deinen schmerz..und deine not....
nehme dich fest in den arm ....
Auf dem Weg

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Auf dem Weg »

DAnke Katarina .......


Gestern war die gemischte Gruppe und ein TN war nicht da, weil sein vAter gestorben ist. Das Thema Väter stand dadurch natürlich im Raum und wurde aufgegriffen.
Und ich habe zugelassen, dass die Ereignisse um meines Vaters Tod noch einmal beweint werden durften. Denn wenn er auch mehr Institution als Vater war, so verdanke ich ihm doch drei Dinge:
- meinen Glauben
- Schutz vor Mutter (der er verboten hat uns Kinder zu verprügeln)
- ein Zuhause, auch wenn der Begriff Heimat zu viel wäre - so war doch klar, dass ich mit seinem Tod kein
zuhause mehr hatte

Was ich ihm in einer Einzelarbeit noch mal vorgeworfen habe, ist, dass er mich nciht hätte um Hilfe bitten dürfen. Denn das ließ die Verantwortung und Schuld bei mir und hat verhindert, dass ich ABschied nehmen und trauern konnte.

Wichtig mitzunehmen für mich, dass ich es geschafft habe um Hilfe und NÄhe zu bitten und dass ich es aushalten konnte, dass der ABend meinetwegen eine halbe Stunde länger gedauert hat als vorgesehen!

Ansonsten ging es mir lange nicht mehr so mies wie jetzt ......kein Mut, keine Kraft ........
kleiner schmetterling

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von kleiner schmetterling »

Ich sehe da ganz viel Mut und die Kraft darf nach diesem *Kraftakt* auch mal weg sein und der Erschöpfung Platz machen.

LG
kleiner schmetterling
woelfin

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von woelfin »

hallo gesa,

meine thera-hausaufgabe besteht darin täglich eine stelle meines körper zu umsorgen. z.b. füße eincremen (oder einen fuß) oder einen finger oder was weiss ich. dabei gibt es kein "zu wenig", solange es in der bewussten wahrnehmung geschieht.
ich habe keine lust dazu, finde es zu anstrengend, weiss nicht ob das was bringt, aber ich werde es probieren.
vielleicht wäre das auch für dich mal einen versuch wert?
ich bekam die hausaufgabe als ich ähnliches sagte, wie ich von dir schon oft gelesen habe. "ich weiss es besser, aber ich komm trotzdem nicht mit meinem körper klar". sie sagte es würde sich was verändern. sie sagte nicht "dadurch wird es gut", aber sie sagte es verändert sich dadurch was.
einen versuch ist es wert, find ich.
liebe grüße
wölfin
lila*

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von lila* »

ich finde auch, Erschöpfung darf sein Gesa. Gerade bei der Auseinandersetzung mit dem Thema V*ater ist sie bei uns eine richtige Reaktion, auch daraus kann neuer Mut entstehen.

lila
Auf dem Weg

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von Auf dem Weg »

Witzig wölfin - habe es heute nach ewigen Zeiten mal wieder geschaftt mich komplett und bewusst einzucremen. Aus Wut heraus, nicht aus Fürsorge ..........aber egal. Und du machst mir Mut, es weiter zu probieren, nun gerade!

UNd ja - Erschöpfung darf sein.........selbst bei sehr nüchterner Betrachtung reicht mein Programm um die zu rechtfertigen.

Damit könnte ich auch umgehen .......aber es geht tiefer im Moment.
Auch wenn ich um der KInder willen ganz sicher mein Leben nicht beenden werde, so gibt es doch Lebens- müdigkeit, wenn ich ehrlich bin. Es lässt mich verzweifeln, dass ich jedesmal wenn ich versuche mich meiner WEiblichkeit zu nähern , wie gegen eine Mauer laufe.

Es scheint unglaublich wichtig festzustellen, wo der Knackpunkt liegt. Welcher Teil in mir dafür sorgt, dass ich nicht weiterkomme.
Vielleicht gelingt mir das ja Dienstag, da ist das nächste Einzel.
kleiner schmetterling

Re: Hingabe ans Leben

Beitrag von kleiner schmetterling »

Auf dem Weg hat geschrieben,
Es scheint unglaublich wichtig festzustellen, wo der Knackpunkt liegt. Welcher Teil in mir dafür sorgt, dass ich nicht weiterkomme
Weißt du, dieses Thema stößt auch bei mir immer wieder auf Widerstand. Momentan tut es mir einfach nur gut, bei mir zu bleiben und ganz fest zu sagen:

*Ja, dieses Thema bereitet mir (noch) sehr große Schwierigkeiten. Ich spüre Widerstände und teilweise auch Angst und Ekel, sodas ich mich dem Thema zur Zeit noch nciht stellen kann. Ich gehe immer nur so weit, wie mein innerstes es zuläßt und das akzeptiere ich.*

Ich mache damit das Thema nicht weg, lasse es zu mir gehören und vertraue darauf, das es immer wieder ein kleines Stückchen weiter geht. Zu meiner Zeit, in meinem eigenen Tempo.

Kann es sein, das dieses immer wieder kämpfen darum, dir Kraft raubt?

LG
kleiner schmetterling
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