OEG und VDK

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Gib den Code genau so ein, wie du ihn siehst; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:D :) :( :o :shock: :? 8) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :wink: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: OEG und VDK

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Aug 02, 2026 10:03 pm

Ok. Ich hätte nicht gedacht, dass die Mitarbeiter keine traumasensible Ausbildung haben! Diese Infos scheint mir jetzt grade in meinem Fall viel Erkenntnis zu bringen.
Ich reagiere leider auf einige Sachen sehr traumakonsistent und ja, es ist an manchen Tagen sehr schwer das alles auszuhalten! Es wirkt dann alles teils stark retraumatisierend. Und dann geht es wieder los.., dass die mir alle nur schaden wollen und das extra machen etc etc etc. Da spuhlt sich dann das ganze alte erlebte ab, das, was das Nervenstystem damals so gelernt hat. Ich habe die pure Hölle hier auf Erden erlebt. Ich weiß, dass meine Angst aus alten Erfahrungen kommt und nicht aus der aktuellen Situation. Ich arbeite daran, mein Nervensystem zu beruhigen und die Abläufe sachlich einzuordnen.. Ich versuche da kopfmässig und gedanklich gegen zu steuern und trotzdem reisst mich dann wieder mit, obwohl ich mir ja selber auch immer wieder sage, so wie du es auch schriebst, es wird ja alles Gründe haben dafür dass es läuft wie es läuft. Leider ist es so, dass ich eine Sachbearebiterin habe, die, warum auch immer, (auch dafür mag es viele Gründe geben..) , so gut wie garkeinen Kontakt zu mir hat oder haben will. Auch wenn ich mal eine mail schrieb, schreibt sie mir nicht zurück. Und dann geht meine Angst und das alles wieder los und ich fühle mich wie "Dreck" behandelt und ignoriert, „extra“ schlecht behandelt, wertlos, missachtet, alles wie früher halt.. und dieser Schneeballeffekt tritt dann wieder ein. Dabei wird es so sein, dass sie vermutlich einfach schlicht und ergreifend nicht die Zeit hat mir zu antworten. Ausserdem habe ich da ja da eine andere Person, die sich sehr um mich kümmert und auch viel Kontakt zu mir hält und hat. Aber nur weil eine Stelle dann nicht antwortet, bekomme ich trotzdem diese Probleme! Wie gesagt ich weiss ja, dass es viele Gründe haben kann, drängt sich dann wieder dieser eine Gedanke auf, die wollen dich damit fertig machen, die wollen dir schaden, die wollen dass du das nicht überlebst etc etc etc. und dann übernimmt die pure Angst und es kommen die Panikattacken wieder und ich erlebe wieder das, was ich als Kind so erlebt habe an schrecklichen Gefühlen, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Überlebensangst. Meine Dissoziationen finden das auch nicht alle so spassig. Ich muss aufpassen dass ich mir nicht selber schade und wieder anfange mich selber schlecht zu behandeln.

Ich versuche dann halt auch mit Wissen gegen mein eigenes System zu arbeiten..und wie gesagt, mit Gedanken und Logik gegen zu steuern wie es eben geht. Das ist aber wirklich ganz schön anstrengend.

Lange Rede kurzer Sinn, ich mache ja Niemanden einen Vorwurf. Aber ich bin dir nun mehr wie sehr dankbar, dass du es genauer erklärt hast, was da so alles passiert und wie die Abläufe in so einem Verfahren sind. Da kann ich was mit anfangen für mich. Vielleicht schaffe ich es nun damit etwas besser durch die Zeit.

Liebe Grüße

Re: OEG und VDK

von Sayeda » Mi Jul 22, 2026 4:41 pm

Hallo,
es kommen mehrere Dinge zusammen, weshalb die Beantragung des SER für schwer traumatisierte Menschen so läuft wie sie läuft.

Die Mitarbeitenden müssen Anträge nach rechtlichen und verwaltungstechnischen Vorgaben prüfen. DAs ist erst mal ganz sachlich und emotionslos. Es gibt eine Art Liste, die sie genau abarbeiten müssen und oft können sie nur abhaken, bzw. nur mit ja oder nein antworten. Das kann dazu führen, dass der Blick stärker auf Nachweise, Fristen und Kriterien gerichtet ist als auf die betroffene Person. Für die Sachbearbeiter_innen ist es ein Verwaltungsakt, der abgearbeitet werden muss. Das darf diesen nicht vorgehalten werden, denn es ist ein Systemfehler.

Zeitmangel, hohe Fallzahlen und bürokratische Abläufe erschweren es Mitarbeitenden, jedem Fall die Aufmerksamkeit zu schenken, die er eigentlich verdient.

Die Abläufe sind suboptimal. Wenn mal kein Häkchen gemacht werden kann, dann wird ab diesem Punkt nicht mehr an dem Antrag gearbeitet, sondern erst alles gemacht, damit dieses Häkchen gesetzt werden kann. So kann es sein, dass ein Bericht fehlt oder etwas geprüft werden muss und somit wird entweder der Antrag auf die Seite gelegt, bis der Bericht da ist oder eben weitergegeben, wenn jemand anderes für die Prüfung verwantwortlich ist.

Nicht alle Sachbearbeitenden oder Entscheidungsgremien verfügen über eine fundierte traumasensible Ausbildung. Traumatisierte Menschen erinnern sich häufig nicht chronologisch, reagieren emotional oder vermeiden bestimmte Themen. Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, kann Aussagen fälschlicherweise als widersprüchlich oder unglaubwürdig bewerten.

Es sind oft Juristinnen, welche die Entscheidungen treffen. Und oft leider ohne zusätzliche Ausbildung. Obwohl das Wissen über sexualisierte Gewalt zugenommen hat, gibt es immer noch Vorstellungen wie: "Kann das wirklich so gewesen sein?", "Warum wurde nichts früher gesagt?" oder "Gibt es ausreichende Beweise?". Solche Denkweisen beeinflussen manchmal unbewusst den Umgang mit den Berichten der Betroffenen.
Für mich fängt es bereits bei den Begrifflichkeiten an. So kann die Tatsache, dass missbrauchende Eltern kriegstraumatisiert sind, als sogenannten "Milieuschaden" bezeichnet werden, der nicht durch das SER abgedeckt ist. Beim SER geht es ja darum, den Schaden, welche die Gemeinschaft zu verantworten hat, "auszugleichen". Dass das eine mit dem anderen zusammenhängt, spielt oft keine Rolle. Je nachdem, welcher Mensch die Entscheidungen trifft.

Das alles liegt u.a. auch in der Geschichte des OEG begründet. Das OEG wurde 1976 ursprünglich geschaffen, um Menschen zu entschädigen, die Opfer vorsätzlicher Gewalttaten (Überfall etc.) geworden sind. Der Schwerpunkt lag dabei auf der staatlichen Fürsorge, aber auch auf der Überprüfung, ob die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind. Das führte zu einer Verwaltungskultur, in der Fragen wie diese im Mittelpunkt standen:

Ist die Gewalttat nachweisbar?
Ist sie mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen?
Sind die gesundheitlichen Folgen auf diese Tat zurückzuführen?

Diese Beweisorientierung hat die Verwaltungspraxis nachhaltig geprägt und hat oft zur Folge, dass sich Betroffene sexueller Gewalt eher als Antragstellende unter Verdacht denn als Menschen mit berechtigtem Anspruch auf Anerkennung und Unterstützung erleben. Die Reform durch das SGB XIV verfolgt zwar einen stärker traumasensiblen Ansatz, doch dessen Umsetzung in der Praxis ist erst am Anfang und ein fortlaufender Prozess.

sayeda

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » Mo Jul 06, 2026 6:09 pm

Das tu tmir leid für dich. Ich empfinde das oft so, dass das Leben damit im Grunde gelaufen ist.
Weil man - je nachdem wie massiv es war - zu nichts mehr in der Lage sein wird.
Wer macht sowas mit. Die Folgen. Grade mit einer Diss. Das erträgt kaum einer.
Da gibts auch keine Lobby für. Weil so häufig ist diese Erkrankung ja auch nicht.
Die meisten Menschen überleben sowas normalerweise halt nicht.
Missbrauch macht einen Rundumschlag. Damit ist die eigene Person die man hätte werden sollen, praktisch für immer ausgelöscht. Und das bisschen was über bleibt, bittet und erhofft sich Hilfe und Unterstützung. In massiven Fällen muss das auch vom Staat kommen. Von wem denn sonst. Anders ist das nicht mehr aufzufangen. Dafür gibt es das OEG ja auch eigentlich.
Ich habe nicht nur jeden Tag, sondern jede Stunde auf die ein oder andere Art damit zu kämpfen.
Für den Rest meines Lebens. Und von Anfang an.
Deswegen sollte man wirklich mit Opfern sehr vorsichtig umgehen.
LG und auch dir alles Liebe und Gute

Re: OEG und VDK

von Leandra » Mo Jul 06, 2026 12:10 pm

Hey Hoffnung, ja, dass sehe ich ähnlich wie du... Man sollte nicht anfangen in dieses Querdenken zu fallen. Stark von dir!!!

Habe auch jahrelangen missbrauch erlebt. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das damals überlebt habe. Tja...

LG, Leandra

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » Mo Jul 06, 2026 10:05 am

Hallo liebe XYZ,

unterwandert von wem? Komische Menschen mag es überall geben, aber ich glaube immer noch an Gesetz und Recht.
Ich möchte sowas ja eben nicht glauben und nicht überall nur Feinde sehen! Man muss aufpassen, nicht in eine Verschwörungstheorie zu geraten.

Das hat aus meiner Sicht wenig mit Hoffnung zu tun. Das ganze OEG‑Gesetz wäre ja sonst sinnlos. Aber es kommt doch regelmäßig zur Anwendung.
Es gibt Menschen, die Hilfen bekommen. Sogar hier in meinem Umfeld, ich habe da keinen direkten Kontakt zu, aber ich weiß es von der Frau, die sie betreut. Sonst würde es das ja gar nicht geben. Alles etwas widersprüchlich. Ich bin etwas ratlos.

Also sind das vermutlich nur einzelne Kräfte am Werk. Ich verstehe es ja auch nicht ganz, was da manchmal los ist.
Deswegen frage ich mich ja die ganze Zeit und suche nach Antworten und versuche zu differenzieren: Was ist einfach aus meiner Angst und meinem angegriffenen Nervensystem, und was sind denn die Fakten und / oder auch andere mögliche Gründe?
Aber dass eine komplette Behörde gegen die Gesetzgebung arbeitet oder korrupt ist, das möchte ich nun wirklich nicht glauben.

LG und trotzdem Danke für deine Worte, die auch alles Liebe und Gute.

Re: OEG und VDK

von Gast xyz » Mo Jul 06, 2026 12:51 am

Hallo liebe Hoffnung,

Hoffnung darf man sicherlich haben. Fakt ist jedoch dass eider die meisten/viele Hilfsstellen, Behörden etc. systematisch
unterwandert wurden und selbst Gerichte hier im Lande oftmals eher täter- den opferfreundlich richten.
Das leider keine Verschwörungstheorie. Das schreibt jetzt eine, die jahrzehntelange Erfahrung in
diesem Bereich sammeln musste.
Sicher nicht dass, was Du jetzt hören möchtest, aber leider eher die Regel denn
die Ausnahme.

Viele Grüße und behalte Dir "Deine Hoffnung".
Alles Liebe und viel Kraft, denn die wirst
Du brauchen,

Gast xyz

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Jul 05, 2026 9:41 pm

Ich wünsche mir in dieser Angelegenheit wirklich deutlich mehr Empathie. Viele Menschen, auch diejenigen, die solche Fälle bearbeiten, hatten vielleicht selbst ein geschütztes, normales und schönes Leben. Sie können sich garnicht vorstellen, wie es sich mit so einem Schicksal überhaupt noch täglich weiterlebt. Manchen fehlt anscheinend das Gefühl dafür, dass ein Leben dadurch vollständig und nachhaltig zerstört wurde, in jedem Bereich. Eigentlich müssten sie da doch ausgebildet werden. Sind sie aber wohl leider nicht. Das sind einfach in dem Fall Sachbearbeiter einer Behörde und die arbeiten doch nach Vorgaben. Alles sehr komisch irgendwie.
Ich habe schon überlegt, vielleicht gibt es sogar Sachbearbeiter, die es Menschen nicht wirklich gönnen oder unbewusst urteilen. In der heutigen Zeit ist so vieles möglich. Sie verstehen anscheinend nicht, was ein solches Schicksal wirklich bedeutet. Nicht einmal ansatzweise. Nicht zwei Prozent vom 10.000%. Die meisten von denen hätten das vermutlich nicht überlebt. Wenn denen eine einzige sehr schlimme Sache passiert, haben sie lebenslang Probleme. Und wir wurden über Jahrzehnte systematisch zerstört und missbraucht.
Deswegen gibt es ja das OEG.
Würden sie die Tiefe wirklich begreifen, würden sie Betroffene wie ein rohes Ei behandeln und sich für jedes unbedachte Wort oder Unfreundlichkeit schämen.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie man mit geschundenen Seelen so unvorsichtig umgehen kann. Das entzieht sich meinem Verständnis völlig und genau das macht es so schwer erklärbar und man bekommt dadurch Angst und Ideen. Was ist dann noch Wirklichkeit und was aus Ängsten erzeugt. Eigentlich dürfte so etwas nicht sein und nicht passieren. Da sollte für gesorgt werden.

Re: OEG und VDK

von Wildwuchs » So Jul 05, 2026 6:03 pm

Das ist einfach täterloyales Vorgehen. Im einzelnen ja klar, Überforderung und Überlastung. Das sind Sachbearbeiter, die sich nach Gesetzen richten. Es ist ein gesellschaftliches Problem, wo eben auch Gesetze gemacht werden von unwissenden und ignoranten Gremien.
Hinzu kommt, dass eben diese Übernahmeverpflichtung BRD - DDR besteht. Weiß nicht, wie ich es sagen soll. Dass da Unterschiede gemacht werden siehe Härteklausel.
Weiß ja nicht, ob du jetzt auch davon betroffen bist.

Ja, aber gut, dass es diese Energie trotzdem gibt, sonst wären wir nicht mehr da und das wäre schade. Vllt. hilft der Kampf im OEG ja gerade, um das Gesamte zu erhalten.
Was wäre, wenn uns das egal wäre, keinen Antrag stellen oder oder. Für irgendwas muss es gut sein. Ja, jetzt Schweif ich ab.

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Jul 05, 2026 5:37 pm

Ich habe etwas Erfahrung in diese Richtung. Kraft würde ich das nicht nennen, sondern Not.
Man handelt in solchen Situationen nicht aus Stärke, sondern aus Überlebensenergie.
Das ist keine Kraft, die man freiwillig hat, sondern Kraft, die entsteht, wenn man keine andere Wahl hat.
Ich werde mich wehren, wenn es sein muss. Muss es sein? Anscheinend funktioniert es doch bei Anderen?
Eine Zeit bleibt man jedenfalls in dieser Schockstarre, bis zu einem gewissen Punkt.
Das weißt du auch. Sonst wären wir unseren Peinigern nicht doch eines Tages entkommen.
So schlimm, dass es sogar dahin gehened so triggert. Überleg dir das mal.
Ich bin immer noch nicht ganz davon überzeugt, dass die so abgrundtief bösartig sind,
obwohl die Angst gegeben ist.
Womöglich sind die einfach überlastet und leider auch sehr unpersönlich?
Oder vielleicht ist das jetzt gerade dasselbe, wie wenn Opfer ihre Täter schützen
und ich will das nicht wahr haben.
Ich weiß es wirklich grade nicht mehr. Tut mir leid.
Ich möchte nicht den Glauben an unseren Rechtsstaat verlieren. :(

Ja klar du darfst mir gerne eine private Nachricht schreiben.

Re: OEG und VDK

von Wildwuchs » So Jul 05, 2026 3:16 pm

Hallo Hoffnung,

Deine Wahrnehmung ist da völlig richtig. Die Behörde macht einen mürbe, damit kein Geld bezahlt werden muss. Vertrauen kann man da nicht und das hat nichts mit einem selbst zu tun, Auch jeder "gesunde" würde verzweifeln. So viele Verfahrensverstöße, die Ungleichbehandlung ist doch reel. Nur dass wir kein Jura studiert haben und dies nicht wissen können.
Die Ohnmacht ist doch, das ist ein großer Apparat wogegen man kämpft als Einzelperson. Also gegen die Macht, Staatsmacht. Rein bildlich gesehen schon ein Ungleichgewicht. David gegen Golliath.

Nur manchmal gehen dann die Kräfte aus
Ja, mir kamen auch die Gedanken, dass es auch so gewollt ist. Denn wieso verschwinden OEG Akten, die eigentlich 30Jahre aufgehoben werden müssen (wie bei uns). Und nein, es ist keine Paranoia, zu denken, dass absichtlich so vorgegangen wird. Wir kennen das doch zur Genüge aus einem untergegangenen Staat. Dort hieß es Zersetzung.

Da zeigt sich aber sehr viel Kraft bei dir - alle Paragraphen schon zu kennen, um die Verstöße zu "beweisen". Und nun eine Organisation im Rücken zu haben, die dich stärkt.

Kann ich dich über PN fragen, um welche Organisation es sich handelt? Einfach nur, um einen Anwalt für mich zu finden.
Grüße Wildwuchs

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Jul 05, 2026 2:16 pm

Ich habe in einem großen Netzwerk gefragt, wo teilweise sehr bekannten und einflussreichen Leuten drin sind und
die haben mir nun einen sehr guten Anwalt vermittelt. Die Kosten werden auch von denen übernommen.
Man will verhindern, dass ich möglicherweise um Recht betrogen
werde. Leider kann ich die Lage nicht mehr genau einschätzen.
Da sind viele komische Dinge passiert.
Ich kann nicht mehr genau sagen, ob das vielleicht extra gemacht wurde.
Es gibt schon so viele Verfahrensfehler. Und ich weiss nicht mehr weiter.
Aber alle diese Punkte hier, sind in meinem Verfahren eigentlich schon relevant.Ich habe Sachen erlebt,
im Laufe des Verfahrens, die kann man garnicht erzählen. Jeder normale Mensch würde nur noch mit dem Kopf schütteln und das nicht für möglich halten. Trotzdem ist es mir passiert. Und langsam kriege ich Panik. Ich bin ja auch nicht gesund, habe massive Folgeschäden vom Missbrauch.

Mein Fall generell, müsste eigentlich durch die Presse gehen. Es ist brisant.

Normalerweise gilt ja:

§ 17 SGB X – Pflicht zur zügigen Bearbeitung
Behörden müssen ohne schuldhafte Verzögerung arbeiten. 7 Monate Stillstand → Verstoß.

§ 20 SGB X – Amtsermittlungspflicht
Die Behörde muss alle relevanten Beweise korrekt ermitteln. Falsche Stellen anschreiben → Verstoß.

§ 24 SGB X – Anhörungspflicht
Vor belastenden Entscheidungen musst du angehört werden. Schnippische Verzögerungsankündigung (erlebt) → Verstoß gegen Neutralität.

§ 25 SGB X – Akteneinsicht
Du hast Anspruch auf Einsicht in deine Akte. Dass du sie nie bekommen hast → Verstoß.

§ 33 SGB X – Begründungspflicht
Behörden müssen klar und nachvollziehbar begründen, was sie tun. Fehlerhafte Anfragen → nicht begründbar.

§ 35 SGB X – Form und Inhalt von Verwaltungsakten
Entscheidungen müssen korrekt, vollständig und rechtlich sauber sein. Mit falsche Daten → nicht möglich.

Das SGB X ist das Gesetz, das dich am stärksten schützt.

⚖️ 2. OEG / SGB XIV – Opferentschädigungsgesetz
Das OEG (heute im SGB XIV) schützt Menschen, die Gewalt erlebt haben.

Wichtig:

§ 10 SGB XIV – Beweislastumkehr / erleichterter Beweis
Bei historischen Fällen (wie deinem) gilt: Es reicht ein glaubhafter Vollbeweis – keine lückenlose Dokumentation.

§ 30 SGB XIV – besondere Schutzbedürftigkeit
Menschen mit schweren Traumafolgestörungen müssen besonders sorgfältig behandelt werden.

Schnippische Aussagen → Verstoß.

§ 31 SGB XIV – Verfahrensbeschleunigung
Bei schweren psychischen Erkrankungen müssen Verfahren beschleunigt werden.


7 Monate Stillstand + falsche Stellen angefragt → Verstoß.
⚖️ 3. BGB / Amtshaftung (§ 839 BGB + Art. 34 GG)

Wenn Behörden schuldhaft Fehler machen, die dir Schaden zufügen, haftet die Behörde.
Das gilt bei:
• falscher Bearbeitung
• Verzögerungen
• fehlerhaften Auskünften
• falschen medizinischen Anfragen
• Eingriffen in die Beweisführung

Falsche Stellen anschreiben → relevanter Fehler.

⚖️ 4. Datenschutzrecht (DSGVO + BDSG)
Medizinische Daten sind besonders geschützt.
Eine Behörde darf:
• nur die richtigen Stellen anschreiben
• nur notwendige Daten weitergeben
• keine falschen Stellen kontaktieren

Falsche X-Anfragen → Datenschutzverstoß.
⚖️ 5. Grundrechte (Art. 1, 2, 3 GG)
Art. 1 – Menschenwürde
Respektlose Behandlung → Grenzbereich.
Art. 2 – körperliche Unversehrtheit
Verzögerungen, die deine Gesundheit verschlechtern → relevant.
Art. 3 – Gleichbehandlung
Du darfst nicht schlechter behandelt werden als andere.

Ich komme mir teilweise vor als wenn man mich wie Dreck behandelt.
Anfragen werden einfach nicht beantworten, Sachstandsanfragen ignoriert.
Und viele schlimmere Dinge.
Jemand vom weißen Ring meinte jetzt, die Öffentlichkeit hilft auch oft.
So habe ich mich nun an eine größere Gemeinschaft gewendet.
Ich habe mir das die ganze Zeit schön geredet? Dass die doch nur mein Bestes wollen??
Was wen dem nicht so ist und ich mürbe gemacht werden soll? Ich vertraue denen nicht mehr.
Liegt das daran, weil ich generell durch den Missbrauch nicht mehr vertrauen kann?
Ich habe mehr Verständis für die Behörde als die für mich?
Ich weiss langsam nicht mehr wo mir der Kopf steht und ich brauche wohl dringend
Hilfe bei allem. Ich weiss nicht wie es euch damit geht. Was ihr erlebt habt.
Eigentlich macht mich das alles sprachlos..

Viele Grüße, Hoffnung

Re: OEG und VDK

von Wildwuchs » So Jul 05, 2026 10:56 am

Hallo Hoffnung, wie hast du einen guten Anwalt gefunden, wenn ich fragen darf?
Grüße Wildwuchs

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Jul 05, 2026 9:33 am

Und ja ich habe nun alles was ich brauch, was diese Frage betraf. In der Regel, wenn man selber ein bisschen
Bescheid weiß, wird man vielleicht auch garkeinen Anwalt brauchen. Aber wenn doch, ist es doch beruhigend, wenn
man das abgeklärt weiß.

Also. LG

Re: OEG und VDK

von Hoffnung » So Jul 05, 2026 9:30 am

Agressiv ist was anderes. Ich hatte ja schon öfter mal was geschrieben und da kamen nie Antworten.
Ich dachte halt dieses Forum ist Anlauf- und Austauschstelle für Betroffene. Da ist es doch bei so vielen Aufrufen
nicht zuviel verlangt, dass man Jemand was dazu schreibt.
Manchmal brauch man ja vielleicht auch eine schnelle Antwort. ..

Re: OEG und VDK

von Wildi » Sa Jul 04, 2026 8:54 am

Hoffnung hat geschrieben: Fr Jul 03, 2026 8:30 pm Danke für die vielen Antworten.
Nach nur zwei Tagen und einer sehr speziellen Frage kommt schon diese passiv aggressive Mitteilung?
Ich hätte dir noch antworten wollen, aber ehrlich gesagt mag ich jetzt nicht mehr. Du hast ja jetzt auch schon alles, was du brauchst.

Alles Gute dir!

Nach oben