von Weißkeinentreffenden » Fr Jun 06, 2025 1:12 am
Hey turtle
Beim mehrheitsprinzip kann es passieren, dass sich einer mit seinem Bedürfnis überhaupt nicht gesehen fühlt.
Ich nehme wieder mein Beispiel mit dem Urlaub.
Fünfköpfige Familie, vier wollen zum Strand, einer will zum Berg. Es gilt das mehrheitsprinzip.
Tja, der arme Kerl muss zum Strand und sich langweilen.
Findet er doof aber naja muss er durch.
Im nächsten Jahr gilt wieder das mehrheitsprinzip
Und er muss sich wieder am Strand langweilen.
Im dritten Jahr wird er sauer und protestiert, legt allen Steine in den Weg. Aber er wird nur zusammen gestaucht und mitgeschleppt, schließlich gilt ja auch das mehrheitsprinzip.
Im vierten Jahr vermiest er allen absolut den Urlaub. Einer will den vielleicht noch in Schutz nehmen, die anderen hacken jetzt noch zusätzlich auf dem Beschützer rum, und natürlich auch auf dem bergfan. Nur noch schlechte Laune überall.
Tja, und im 5 Jahr will keiner mehr in den Urlaub fahren.
Jetzt finden Sie alle Urlaub blöd streiten sich nur noch.
Weil einer nicht gesehen wüude mit seinem Bedürfnis ist das ganze System aus den Fugen geraten.
Man hat sich nicht mit ihm beschäftigt, man hat ihn nicht gefragt warum er lieber in die Berge möchte, man hat ihm keine Kompromiss angeboten, man hat einfach gesagt du musst da jetzt mit und basta. Mehrheitsprinzip eben.
Die restfamilie hat beschlossen dass Berge ein no-Go sind. Vielleicht haben sie da ja mal schlechte Erfahrung gemacht
Und sie haben für den einen , der die Berge trotzdem toll fand, gleich mit beschlossen dass das nicht geht. Basta.
Und jetzt weiß die restfamilie dass nur der eine aus der Familie ein störenfried ist.
Ein Querulant.
Und der ist schuld dran dass kein familienurlaub möglich ist.
Und außerdem. Rausschmeißen können Sie ihn nicht.
Manche wollen den ja auch vielleicht gar nicht rausschmeißen. Die Familie beginnt sich auseinander zu arbeiten, zu zerbrechen.
Und anstatt den nächsten Urlaub zu planen verkriecht sich jetzt jeder in seiner Höhle.
Wie fügt man jetzt diese Familie wieder zusammen? Okay, momentan kannst du mit dieser Familie keinen Urlaub planen.
Gerade ist es für diese Familie wahrscheinlich nur wichtig, dass man ab und zu mal wieder ein bisschen Zeit verbringt.
Es ist wichtig, dass jeder in seinem rückzugs- und Schutzort zwar bleiben darf aber nicht muss.
Vielleicht sogar Angebote bekommt, welche eventuell dazu verleiten, freiwillig diesen Rückzugsort immer mal wieder zu verlassen. Selbstbestimmt.
Und um wieder als Familien oder als Gruppe miteinander klar zu kommen muss das Vertrauen neu aufgebaut. Jeder einzelne muss wissen, dass sie oder er wichtig ist.
Jeder hat eine unterschiedliche Art, die Welt zu sehen, mit Erfahrungen umzugehen. Jeder bewertet Situationen anders. Und keiner steckt in der Haut des anderen, jeder ist einzigartig, kann andere Dinge braucht andere Dinge. Hier alle über einen Kamm zu scheren wird niemandem wirklich gerecht.
Wenn wir das jetzt auf dich/euch übertragen wollen dann gab es schon mal eine Idee, was ein Ziel sein könnte. Und es wurde sich auf den Weg gemacht
Aber durch das mehrheitsprinzip kam jemand, der früher furchtbar wichtig war, jetzt nicht mehr mit.
Und würde zurückgelassen oder ausgegrenzt oder beides. Oder gegen seinen Willen mitgezerrt
Dem wurde die Aufgabe weggenommen, über die er sich definiert hat. Und der Rest der Truppe beschließt einfach, jetzt woanders hinzugehen.
Puh für den einen , der wegen diesem mehrheitsprinzip einfach mitgeschleppt wird obwohl er sich da nicht auskennt, obwohl er da nicht wichtig ist sondern eher überflüssig, für den ist das natürlich kein guter Weg.
Aus seiner Sicht alles nur noch falsch. Der will wieder dahin wo er sich auskennt und die Aufgaben übernehmen die er bis jetzt immer machen konnte durfte oder musste.
Und klar macht er so ein bisschen s3in eigenes Ding, kennt er ja so.
Und der Rest der Truppe weiß nicht genau, sollen sie weitergehen sollen sie ihn zwingen sollen sie zurückgehen sollen sie warten.
Und vielleicht gibt's schuldzuweisungen und vielleicht Streit untereinander. Und Resignation.
Einen neuen marschplan auszurufen nur weil man irgendwo hin möchte und den mit macht durchsetzen macht jetzt nichts besser.
Und warten bis sich jeder beruhigt hat funktioniert auch nicht, denn wie ich das bei dir lese haben alle schon resigniert.
Es braucht ein aktives auf die einzelnen zugehen.
Zuhören. Man könnte jeden einzelnen Fragen:
Was ist deine Vorstellung wie es weitergehen soll?
Was brauchst du unbedingt? Was wünschst du dir? Was meinst du denn , darf absolut nicht passieren?
Wie meinst du denn könnte ein möglicher erster Schritt in die von dir gewünschte Richtung gehen? Was glaubst du wie die anderen sich fühlen wenn es nur nach deinen Bedürfnissen gehen würde?
Und als ich gesagt habe dass vor euch vielleicht jetzt anstrengende Zeiten oder viele Gespräche liegen, da meinte ich niemanden von außen. Ich meinte genau das was ich gerade im letzten Abschnitt formuliert hatte.
Magst Du vielleicht mal innen rumfragen, ob es jemanden gibt der diese Aufgabe übernehmen wollen würde? Jemanden der zuhört aber nicht mit der Intention gleich selbst was zu sagen sondern wieder Intension zu verstehen?
Jemand der jedem einzelnen signalisieren kann dass er wichtig ist und dass es ohne ihn nicht geht?
Und dass man nur gemeinsam aus der Situation rauskommt die gerade alle nur noch Kraft kostet und resignieren lässt.
Hey turtle
Beim mehrheitsprinzip kann es passieren, dass sich einer mit seinem Bedürfnis überhaupt nicht gesehen fühlt.
Ich nehme wieder mein Beispiel mit dem Urlaub.
Fünfköpfige Familie, vier wollen zum Strand, einer will zum Berg. Es gilt das mehrheitsprinzip.
Tja, der arme Kerl muss zum Strand und sich langweilen.
Findet er doof aber naja muss er durch.
Im nächsten Jahr gilt wieder das mehrheitsprinzip
Und er muss sich wieder am Strand langweilen.
Im dritten Jahr wird er sauer und protestiert, legt allen Steine in den Weg. Aber er wird nur zusammen gestaucht und mitgeschleppt, schließlich gilt ja auch das mehrheitsprinzip.
Im vierten Jahr vermiest er allen absolut den Urlaub. Einer will den vielleicht noch in Schutz nehmen, die anderen hacken jetzt noch zusätzlich auf dem Beschützer rum, und natürlich auch auf dem bergfan. Nur noch schlechte Laune überall.
Tja, und im 5 Jahr will keiner mehr in den Urlaub fahren.
Jetzt finden Sie alle Urlaub blöd streiten sich nur noch.
Weil einer nicht gesehen wüude mit seinem Bedürfnis ist das ganze System aus den Fugen geraten.
Man hat sich nicht mit ihm beschäftigt, man hat ihn nicht gefragt warum er lieber in die Berge möchte, man hat ihm keine Kompromiss angeboten, man hat einfach gesagt du musst da jetzt mit und basta. Mehrheitsprinzip eben.
Die restfamilie hat beschlossen dass Berge ein no-Go sind. Vielleicht haben sie da ja mal schlechte Erfahrung gemacht
Und sie haben für den einen , der die Berge trotzdem toll fand, gleich mit beschlossen dass das nicht geht. Basta.
Und jetzt weiß die restfamilie dass nur der eine aus der Familie ein störenfried ist.
Ein Querulant.
Und der ist schuld dran dass kein familienurlaub möglich ist.
Und außerdem. Rausschmeißen können Sie ihn nicht.
Manche wollen den ja auch vielleicht gar nicht rausschmeißen. Die Familie beginnt sich auseinander zu arbeiten, zu zerbrechen.
Und anstatt den nächsten Urlaub zu planen verkriecht sich jetzt jeder in seiner Höhle.
Wie fügt man jetzt diese Familie wieder zusammen? Okay, momentan kannst du mit dieser Familie keinen Urlaub planen.
Gerade ist es für diese Familie wahrscheinlich nur wichtig, dass man ab und zu mal wieder ein bisschen Zeit verbringt.
Es ist wichtig, dass jeder in seinem rückzugs- und Schutzort zwar bleiben darf aber nicht muss.
Vielleicht sogar Angebote bekommt, welche eventuell dazu verleiten, freiwillig diesen Rückzugsort immer mal wieder zu verlassen. Selbstbestimmt.
Und um wieder als Familien oder als Gruppe miteinander klar zu kommen muss das Vertrauen neu aufgebaut. Jeder einzelne muss wissen, dass sie oder er wichtig ist.
Jeder hat eine unterschiedliche Art, die Welt zu sehen, mit Erfahrungen umzugehen. Jeder bewertet Situationen anders. Und keiner steckt in der Haut des anderen, jeder ist einzigartig, kann andere Dinge braucht andere Dinge. Hier alle über einen Kamm zu scheren wird niemandem wirklich gerecht.
Wenn wir das jetzt auf dich/euch übertragen wollen dann gab es schon mal eine Idee, was ein Ziel sein könnte. Und es wurde sich auf den Weg gemacht
Aber durch das mehrheitsprinzip kam jemand, der früher furchtbar wichtig war, jetzt nicht mehr mit.
Und würde zurückgelassen oder ausgegrenzt oder beides. Oder gegen seinen Willen mitgezerrt
Dem wurde die Aufgabe weggenommen, über die er sich definiert hat. Und der Rest der Truppe beschließt einfach, jetzt woanders hinzugehen.
Puh für den einen , der wegen diesem mehrheitsprinzip einfach mitgeschleppt wird obwohl er sich da nicht auskennt, obwohl er da nicht wichtig ist sondern eher überflüssig, für den ist das natürlich kein guter Weg.
Aus seiner Sicht alles nur noch falsch. Der will wieder dahin wo er sich auskennt und die Aufgaben übernehmen die er bis jetzt immer machen konnte durfte oder musste.
Und klar macht er so ein bisschen s3in eigenes Ding, kennt er ja so.
Und der Rest der Truppe weiß nicht genau, sollen sie weitergehen sollen sie ihn zwingen sollen sie zurückgehen sollen sie warten.
Und vielleicht gibt's schuldzuweisungen und vielleicht Streit untereinander. Und Resignation.
Einen neuen marschplan auszurufen nur weil man irgendwo hin möchte und den mit macht durchsetzen macht jetzt nichts besser.
Und warten bis sich jeder beruhigt hat funktioniert auch nicht, denn wie ich das bei dir lese haben alle schon resigniert.
Es braucht ein aktives auf die einzelnen zugehen.
Zuhören. Man könnte jeden einzelnen Fragen:
Was ist deine Vorstellung wie es weitergehen soll?
Was brauchst du unbedingt? Was wünschst du dir? Was meinst du denn , darf absolut nicht passieren?
Wie meinst du denn könnte ein möglicher erster Schritt in die von dir gewünschte Richtung gehen? Was glaubst du wie die anderen sich fühlen wenn es nur nach deinen Bedürfnissen gehen würde?
Und als ich gesagt habe dass vor euch vielleicht jetzt anstrengende Zeiten oder viele Gespräche liegen, da meinte ich niemanden von außen. Ich meinte genau das was ich gerade im letzten Abschnitt formuliert hatte.
Magst Du vielleicht mal innen rumfragen, ob es jemanden gibt der diese Aufgabe übernehmen wollen würde? Jemanden der zuhört aber nicht mit der Intention gleich selbst was zu sagen sondern wieder Intension zu verstehen?
Jemand der jedem einzelnen signalisieren kann dass er wichtig ist und dass es ohne ihn nicht geht?
Und dass man nur gemeinsam aus der Situation rauskommt die gerade alle nur noch Kraft kostet und resignieren lässt.