von Hoffnung » Di Sep 01, 2026 11:00 am
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Ich würde mich gerne davon befreien @Hoffnung. Aber Hilfe dabei zu finden, das gestaltet sich leider unbeschreiblich schwierig.
Nein ich erkenne leider nicht wirklich, warum ich nicht schuld sein soll und warum diese Denkweise nur dem Täterschutz dient. Mir wurde das lediglich oft gesagt, aber ich begreife nicht, warum das stimmen sollte und deswegen habe ich gefragt, um das zu verstehen.
Ich versuche ja grade zu helfen.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Hm, Gesetze helfen mir irgendwie gar nicht, weil mir da eben die moralische Begründung fehlt... Und auch ein bisschen deswegen, weil die Gesetze ändern sich ja im Laufe der Jahrhunderte und woher soll man dann wissen, was wirklich moralisch korrekt ist?
Moralisch richtig ist das, was unsere Gesellschaft heute als richtig und schützenswert definiert, denn genau darauf basieren unsere Gesetze. Und nicht ein Leben vor 3000 Jahren in einer zurück gebliebenen Zivilisation.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Und ich habe das so oft erlebt, dass mir zwar gesagt wird, das ist so, dass ich (oder Opfer per se) keine Schuld haben, aber wenn ich dann nachfrage warum, dann gibt es irgendwie keine für mich schlüssige Begründung. Und auch keine offene Diskussion darüber. Das macht es mir sehr schwer, das anzunehmen, weil ich es nicht verstehe. Während mir die endlosen Gründe, die mir von Tätern eingeredet wurden, völlig plausibel erscheinen (möglicherweise auch deshalb, weil ich von klein auf so aufgewachsen bin).
Ich würde mir oft mehr Verständnis für meine Welt wünschen...
Ich verstehe sehr gut, warum dir die Täterlogik plausibel erscheint, wenn man damit aufwächst, fühlt sich das alles "normal" an.
Die Schwierigkeit ist: Täter reden einem diese „Schuld“ ein, um Kontrolle zu behalten.
Wenn man diese Gedanken weiter für wahr hält, wirken sie im Inneren weiter.. nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil sie so tief eingeprägt wurden.
Wenn du irgendwann erkennst, wo diese Gedanken herkommen, kannst du ihnen eine andere Bedeutung geben. Dann wird auch klarer, was dir damit angetan wurde..
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Es ist so schwer, das abzulegen... Obwohl ich inzwischen manchmal sogar merke, wie manipuliert ich bin und das ist wirklich furchtbar. Weil nur weil es mir bewusst ist, geht das dadurch ja nicht einfach weg.
Ich schäme mich sehr.
Genau diese Scham ist von Tätern gewollt und >extra erzeugt< worden. Um dich damit gefügig zu machen. Das ist ein Teil der Manipulation und nicht dein Fehler. Sondern leider schreckliche Realität. Sie erzeugen gezielt Scham, reden dir Schuld ein, verschieben die Verantwortung, zerstören deinen Selbstwert.. um dich zu ihnen in eine Abhängigkeit zu bringen.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Mit Provokation meine ich zb sowas wie folgende Situation (TRIGGERWARNUNG!!):
Wenn man sich in einer Art... Auseinandersetzung mit jemandem befindet und die andere Person sagt: „Ich bring dich um" und man ist so sehr am Ende, weil man einfach nicht mehr kann und außerdem ist man suizidal und man will nicht noch ein einziges Mal angefasst werden, sondern man will lieber tot sein, und überhaupt ist man zutiefst verzweifelt. Und dann sagt man sowas wie „Dann bring mich doch um, ist mir doch scheißegal". Und die Person versucht das daraufhin wirklich.
Wessen Schuld ist das dann? Bzw wer hat welche Schuld?
Du ganz sicher nicht. Wenn man sich in solchen - in dem Moment! - auswegslosen Situationen befindet, gibt man auf. Und sieht den Tod als Erlösung an. Daher kam dann damals bei dir die Zustimmung, die keine Zustimmung war, sondern eine Erschöpfung, ein psychischer Kollaps, ein Fluchtmechanismus und in dem Moment eine totale Selbstaufgabe.
Das war damals. Heute lebst du und das ist schön. Ich freue mich dass es dich gibt. <3
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Ein fiktives Beispiel, was mir noch zum Thema Provokation einfällt: Wenn jemand eine Person immer und immer wieder beleidigt und irgendwann wird die beleidigte Person gegenüber demjenigen der sie beleidigt handgreiflich.
Wessen Schuld ist das? Bzw wer hat welche Schuld?
Wenn man in einem gesunden Umfeld wäre, dann wären da auch keine Personen, die man beleidigen würde. Wenn du jemanden provozierst, dann ist das eine Reaktion aus Trigger, Überforderung oder Selbstschutz. Das ist keine „Schuld“.
Gewalt ist immer die Verantwortung der Person, die gewalttätig wird und nicht derjenigen, die vorher verbal reagiert hat.
Provokation erklärt eine Situation, aber sie rechtfertigt keine Gewalt.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Und wie ist das, wenn ich immer und immer wieder zum Täter gehe, obwohl ich ganz genau weiß, was dann passiert? Da bin ich doch auch irgendwie selber schuld oder?
So ähnlich wie wenn man auf Bahngleisen rumläuft, obwohl man weiß, dass irgendwann ein Zug kommt? Da ist doch auch nicht der Lokführer Schuld, wenn man überfahren wird, sondern man selbst? Oder ist das schon wieder falsch?
Du bist nicht schuld. Dass du immer wieder zu ihm zurückgegangen bist, war kein „freiwilliges Risiko“, sondern ein erlernter Überlebensmechanismus.
Täter binden Opfer durch Angst, Scham, Abhängigkeit und Manipulation. Das fühlt sich wie „eigene Entscheidung“ an, ist aber keine.
Du hast dich so verhalten, weil du es nicht anders kanntest und weil dein Nervensystem im Überlebensmodus war.
Das ist keine Schuld — >>> das ist Trauma.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Und wie ist das, wenn mich jemand anfasst und derjenige hat eine Ehefrau und er sagt, wenn ich ihn verrate, ist das meine Schuld, weil ich dadurch die Familie zerstöre?
Dazu wurde mir zb gesagt, dass es seine Schuld wäre, weil er ja seine Frau betrügt. Aber ich verstehe das nicht, weil wenn ich ihn verrate, ist das doch meine Schuld, weil ohne mein Verraten wüsste sie das ja gar nicht? Und noch dazu betrüge ich sie ja irgendwie auch, wenn ich das mitmache?
Was genau ist denn meine Verantwortung in der Situation? Also hat man per se keine Verantwortung als Opfer bzw als jemand, der Missbrauch/Gewalt erfährt? Kann man in der Situation sozusagen machen, was man will und man ist trotzdem immer unschuldig?
Du trägst keine Schuld. Wenn ein verheirateter Mann dich anfasst, ist das seine Entscheidung und sein Verrat, nicht deiner.
Dass du in solchen Situationen nicht „Alarm“ spürst, ist kein Fehlverhalten, sondern ein antrainiertes Überlebensmuster: Du hast gelernt, Männern zu geben, was sie wollen, weil du Gewalt erlebt hast.
Das ist kein bewusstes Mitmachen, sondern ein automatischer Ablauf aus Trauma...
Verantwortung liegt immer bei der Person, die Grenzen überschreitet, nicht bei der Person, die traumabedingt erst später versteht, was da passiert!!
Ab dem Moment, in dem du erkennst, was da passiert, kannst du lernen, dich zu schützen... Aber die Schuld liegt niemals bei dir.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Mein bester Freund hat mir mal erklärt: Verantwortung hat man nur innerhalb seiner Möglichkeiten. Und Schuld hat man, wenn man seiner Verantwortung nicht gerecht geworden ist.
Aber ich finde das sehr schwierig, das konkret einzugrenzen, was genau denn meine Verantwortung ist.
Siehe Oben.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Ehrlich, das kommt mir so vor, als hätten die quasi mein Gehirn vergewaltigt... Ich würd's so gerne ändern, aber ich weiß nicht wie. Das ist alles so vollkommen verdreht in meinem Kopf irgendwie... Da weiß ich gar nicht mehr, was richtig und falsch und gut und schlecht ist und das macht mir solche Angst.
Ja, sie haben dein Denken manipuliert und verdreht. Das ist ein Teil von Gewalt: Sie greifen nicht nur den Körper an, sondern auch Wahrnehmung.., Moral und Selbstwert.
Das fühlt sich an wie „umprogrammiert“, weil du jahrelang in dieser Logik leben musstest.
Aber das bedeutet nicht, dass es fest in dir eingebaut ist. Was Täter zerstören, kann man wieder sortieren, verstehen und in kleinen Stücken zumindest etwas zurückholen. Man muss für sich selber anfangen zu kämpfen. Realisieren, Stabilisieren, neu sortieren..
Du bist nicht kaputt, du bist geprägt.
Luisa hat geschrieben: Sa Aug 29, 2026 11:08 pm
Ich habe Angst, dass ich niemals wirklich frei von alldem sein werde.
Ja Luisa das mag sein. Aber die Bewertung und Erkenntnis darüber, die kann sich ändern und das ist auch sehr sehr wichtig! Freiheit bedeutet nicht, dass alles verschwindet. Freiheit bedeutet, dass es dich nicht mehr ungehindert steuert.
LG
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Ich würde mich gerne davon befreien @Hoffnung. Aber Hilfe dabei zu finden, das gestaltet sich leider unbeschreiblich schwierig.
Nein ich erkenne leider nicht wirklich, warum ich nicht schuld sein soll und warum diese Denkweise nur dem Täterschutz dient. Mir wurde das lediglich oft gesagt, aber ich begreife nicht, warum das stimmen sollte und deswegen habe ich gefragt, um das zu verstehen.
[/quote]
Ich versuche ja grade zu helfen.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Hm, Gesetze helfen mir irgendwie gar nicht, weil mir da eben die moralische Begründung fehlt... Und auch ein bisschen deswegen, weil die Gesetze ändern sich ja im Laufe der Jahrhunderte und woher soll man dann wissen, was wirklich moralisch korrekt ist?
[/quote]
Moralisch richtig ist das, was unsere Gesellschaft heute als richtig und schützenswert definiert, denn genau darauf basieren unsere Gesetze. Und nicht ein Leben vor 3000 Jahren in einer zurück gebliebenen Zivilisation.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Und ich habe das so oft erlebt, dass mir zwar gesagt wird, das ist so, dass ich (oder Opfer per se) keine Schuld haben, aber wenn ich dann nachfrage warum, dann gibt es irgendwie keine für mich schlüssige Begründung. Und auch keine offene Diskussion darüber. Das macht es mir sehr schwer, das anzunehmen, weil ich es nicht verstehe. Während mir die endlosen Gründe, die mir von Tätern eingeredet wurden, völlig plausibel erscheinen (möglicherweise auch deshalb, weil ich von klein auf so aufgewachsen bin).
Ich würde mir oft mehr Verständnis für meine Welt wünschen...
[/quote]
Ich verstehe sehr gut, warum dir die Täterlogik plausibel erscheint, wenn man damit aufwächst, fühlt sich das alles "normal" an.
Die Schwierigkeit ist: Täter reden einem diese „Schuld“ ein, um Kontrolle zu behalten.
Wenn man diese Gedanken weiter für wahr hält, wirken sie im Inneren weiter.. nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil sie so tief eingeprägt wurden.
Wenn du irgendwann erkennst, wo diese Gedanken herkommen, kannst du ihnen eine andere Bedeutung geben. Dann wird auch klarer, was dir damit angetan wurde..
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Es ist so schwer, das abzulegen... Obwohl ich inzwischen manchmal sogar merke, wie manipuliert ich bin und das ist wirklich furchtbar. Weil nur weil es mir bewusst ist, geht das dadurch ja nicht einfach weg.
Ich schäme mich sehr.
[/quote]
Genau diese Scham ist von Tätern gewollt und >extra erzeugt< worden. Um dich damit gefügig zu machen. Das ist ein Teil der Manipulation und nicht dein Fehler. Sondern leider schreckliche Realität. Sie erzeugen gezielt Scham, reden dir Schuld ein, verschieben die Verantwortung, zerstören deinen Selbstwert.. um dich zu ihnen in eine Abhängigkeit zu bringen.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Mit Provokation meine ich zb sowas wie folgende Situation (TRIGGERWARNUNG!!):
Wenn man sich in einer Art... Auseinandersetzung mit jemandem befindet und die andere Person sagt: „Ich bring dich um" und man ist so sehr am Ende, weil man einfach nicht mehr kann und außerdem ist man suizidal und man will nicht noch ein einziges Mal angefasst werden, sondern man will lieber tot sein, und überhaupt ist man zutiefst verzweifelt. Und dann sagt man sowas wie „Dann bring mich doch um, ist mir doch scheißegal". Und die Person versucht das daraufhin wirklich.
Wessen Schuld ist das dann? Bzw wer hat welche Schuld?
[/quote]
Du ganz sicher nicht. Wenn man sich in solchen - in dem Moment! - auswegslosen Situationen befindet, gibt man auf. Und sieht den Tod als Erlösung an. Daher kam dann damals bei dir die Zustimmung, die keine Zustimmung war, sondern eine Erschöpfung, ein psychischer Kollaps, ein Fluchtmechanismus und in dem Moment eine totale Selbstaufgabe.
Das war damals. Heute lebst du und das ist schön. Ich freue mich dass es dich gibt. <3
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Ein fiktives Beispiel, was mir noch zum Thema Provokation einfällt: Wenn jemand eine Person immer und immer wieder beleidigt und irgendwann wird die beleidigte Person gegenüber demjenigen der sie beleidigt handgreiflich.
Wessen Schuld ist das? Bzw wer hat welche Schuld?
[/quote]
Wenn man in einem gesunden Umfeld wäre, dann wären da auch keine Personen, die man beleidigen würde. Wenn du jemanden provozierst, dann ist das eine Reaktion aus Trigger, Überforderung oder Selbstschutz. Das ist keine „Schuld“.
Gewalt ist immer die Verantwortung der Person, die gewalttätig wird und nicht derjenigen, die vorher verbal reagiert hat.
Provokation erklärt eine Situation, aber sie rechtfertigt keine Gewalt.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Und wie ist das, wenn ich immer und immer wieder zum Täter gehe, obwohl ich ganz genau weiß, was dann passiert? Da bin ich doch auch irgendwie selber schuld oder?
So ähnlich wie wenn man auf Bahngleisen rumläuft, obwohl man weiß, dass irgendwann ein Zug kommt? Da ist doch auch nicht der Lokführer Schuld, wenn man überfahren wird, sondern man selbst? Oder ist das schon wieder falsch?
[/quote]
Du bist nicht schuld. Dass du immer wieder zu ihm zurückgegangen bist, war kein „freiwilliges Risiko“, sondern ein erlernter Überlebensmechanismus.
Täter binden Opfer durch Angst, Scham, Abhängigkeit und Manipulation. Das fühlt sich wie „eigene Entscheidung“ an, ist aber keine.
Du hast dich so verhalten, weil du es nicht anders kanntest und weil dein Nervensystem im Überlebensmodus war.
Das ist keine Schuld — >>> das ist Trauma.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Und wie ist das, wenn mich jemand anfasst und derjenige hat eine Ehefrau und er sagt, wenn ich ihn verrate, ist das meine Schuld, weil ich dadurch die Familie zerstöre?
Dazu wurde mir zb gesagt, dass es seine Schuld wäre, weil er ja seine Frau betrügt. Aber ich verstehe das nicht, weil wenn ich ihn verrate, ist das doch meine Schuld, weil ohne mein Verraten wüsste sie das ja gar nicht? Und noch dazu betrüge ich sie ja irgendwie auch, wenn ich das mitmache?
Was genau ist denn meine Verantwortung in der Situation? Also hat man per se keine Verantwortung als Opfer bzw als jemand, der Missbrauch/Gewalt erfährt? Kann man in der Situation sozusagen machen, was man will und man ist trotzdem immer unschuldig?
[/quote]
Du trägst keine Schuld. Wenn ein verheirateter Mann dich anfasst, ist das seine Entscheidung und sein Verrat, nicht deiner.
Dass du in solchen Situationen nicht „Alarm“ spürst, ist kein Fehlverhalten, sondern ein antrainiertes Überlebensmuster: Du hast gelernt, Männern zu geben, was sie wollen, weil du Gewalt erlebt hast.
Das ist kein bewusstes Mitmachen, sondern ein automatischer Ablauf aus Trauma...
Verantwortung liegt immer bei der Person, die Grenzen überschreitet, nicht bei der Person, die traumabedingt erst später versteht, was da passiert!!
Ab dem Moment, in dem du erkennst, was da passiert, kannst du lernen, dich zu schützen... Aber die Schuld liegt niemals bei dir.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Mein bester Freund hat mir mal erklärt: Verantwortung hat man nur innerhalb seiner Möglichkeiten. Und Schuld hat man, wenn man seiner Verantwortung nicht gerecht geworden ist.
Aber ich finde das sehr schwierig, das konkret einzugrenzen, was genau denn meine Verantwortung ist.
[/quote]
Siehe Oben.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Ehrlich, das kommt mir so vor, als hätten die quasi mein Gehirn vergewaltigt... Ich würd's so gerne ändern, aber ich weiß nicht wie. Das ist alles so vollkommen verdreht in meinem Kopf irgendwie... Da weiß ich gar nicht mehr, was richtig und falsch und gut und schlecht ist und das macht mir solche Angst.
[/quote]
Ja, sie haben dein Denken manipuliert und verdreht. Das ist ein Teil von Gewalt: Sie greifen nicht nur den Körper an, sondern auch Wahrnehmung.., Moral und Selbstwert.
Das fühlt sich an wie „umprogrammiert“, weil du jahrelang in dieser Logik leben musstest.
Aber das bedeutet nicht, dass es fest in dir eingebaut ist. Was Täter zerstören, kann man wieder sortieren, verstehen und in kleinen Stücken zumindest etwas zurückholen. Man muss für sich selber anfangen zu kämpfen. Realisieren, Stabilisieren, neu sortieren..
Du bist nicht kaputt, du bist geprägt.
[quote=Luisa post_id=1544776 time=1788037726]
Ich habe Angst, dass ich niemals wirklich frei von alldem sein werde.
[/quote]
Ja Luisa das mag sein. Aber die Bewertung und Erkenntnis darüber, die kann sich ändern und das ist auch sehr sehr wichtig! Freiheit bedeutet nicht, dass alles verschwindet. Freiheit bedeutet, dass es dich nicht mehr ungehindert steuert.
LG