von Gast » Mo Mär 16, 2026 5:33 pm
Hallo,
ich habe lange überlegt, ob ich hier auch mal was schreiben soll, aber gerade bin ich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß was ich noch glauben kann und was nicht.
***evtl. Triggerwarnung***
Ich weiß auch gar nicht so richtig wie ich anfangen soll.
Vor so ca. 4 Jahren kamen erste Flashbacks und Erinnerungen an den s* missbrauch durch meinen Vater hoch. Ich begründe mir das damit, dass ich zu der Zeit aus meiner Heimatstadt weggezogen bin und den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen habe. Davor die Jahre hatten wir auch keine gute Beziehung (emotionaler und physischer Missbrauch, dem ich mir auch bewusst war, aber halt nicht dem s* missbrauch. Hinzu kamen aber auch kontinuierliche Manpiulationen, meine Mutter abwerten, Schuldzuweisungen etc. (das was Narzissten halt gerne so tun)). Ich hatte generell nicht die einfachste Kindheit. Meine Eltern haben sich getrennt, ich wurde in der Schule gemobbt und habe relativ früh schon Verhaltensauffälligkeiten, sowie eine ES entwickelt. Je älter ich wurde, desto schlimmer wurden meine Symptome (Dissoziationen, SV, Krampfanfälle, mehrere Klinikaufenthalte etc.) und nichts konnte mir irgendwie helfen. Mit 18 Jahren bekam ich dann die Diagnose PTBS (die auch durch andere Erlebnisse in meiner Kindheit erklärt werden könnte). Dennoch kamen dann immer mehr Erinnerungen an besagte Situationen hoch. Ich habe mit meiner Therapeutin darüber gesprochen, mich bei der Opferhilfe beraten lassen und generell immer viel Zuspruch erhalten, dass ich mir trauen kann. Auch meiner Mutter habe ich das erzählt und sie glaubt mir. Als ich meinen Vater per Brief damit konfrontiert habe, dass ich jetzt weiß was er mir wirklich angetan hat, kam (wenig überraschend) nur ein "ich soll adäquat mit diesen falschen Anschuldigungen umgehen". Danach hat er sich nie wieder dazu geäußert, immer wieder nur zu anderen Sachen. Zu der Zeit hatte ich den Kontakt zu meinem Vater schon abgebrochen, hatte ihm dann aber nur diesen Brief geschrieben. Ich habe ihn dann Angezeigt, da ich für mich das Gefühl brauchte, dass ich alles getan habe was man tun konnte, um mich dann einer Traumatherapie zu widmen und mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Mir wurde von vielen Beratungsstellen schon gesagt, dass das Verfahren mit hoher Sicherheit eingestellt wird, da schlichtweg die Beweise fehlen, dennoch brauchte ich das für mein Gefühl. Gleichzeitig hatte ich Opferentschädigung beantragt (dieses wurde mir, nach einer Begutachtung, auch bewilligt). Gut ein 3/4 Jahr später hatte ich dann ein aussagepsychologisches Gutachten zur Überprüfung meiner Glaubhaftigkeit. Daraufhin wurde das Verfahren gegen meinen Vater eingestellt.
Hallo,
ich habe lange überlegt, ob ich hier auch mal was schreiben soll, aber gerade bin ich an einem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß was ich noch glauben kann und was nicht.
***evtl. Triggerwarnung***
Ich weiß auch gar nicht so richtig wie ich anfangen soll.
Vor so ca. 4 Jahren kamen erste Flashbacks und Erinnerungen an den s* missbrauch durch meinen Vater hoch. Ich begründe mir das damit, dass ich zu der Zeit aus meiner Heimatstadt weggezogen bin und den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen habe. Davor die Jahre hatten wir auch keine gute Beziehung (emotionaler und physischer Missbrauch, dem ich mir auch bewusst war, aber halt nicht dem s* missbrauch. Hinzu kamen aber auch kontinuierliche Manpiulationen, meine Mutter abwerten, Schuldzuweisungen etc. (das was Narzissten halt gerne so tun)). Ich hatte generell nicht die einfachste Kindheit. Meine Eltern haben sich getrennt, ich wurde in der Schule gemobbt und habe relativ früh schon Verhaltensauffälligkeiten, sowie eine ES entwickelt. Je älter ich wurde, desto schlimmer wurden meine Symptome (Dissoziationen, SV, Krampfanfälle, mehrere Klinikaufenthalte etc.) und nichts konnte mir irgendwie helfen. Mit 18 Jahren bekam ich dann die Diagnose PTBS (die auch durch andere Erlebnisse in meiner Kindheit erklärt werden könnte). Dennoch kamen dann immer mehr Erinnerungen an besagte Situationen hoch. Ich habe mit meiner Therapeutin darüber gesprochen, mich bei der Opferhilfe beraten lassen und generell immer viel Zuspruch erhalten, dass ich mir trauen kann. Auch meiner Mutter habe ich das erzählt und sie glaubt mir. Als ich meinen Vater per Brief damit konfrontiert habe, dass ich jetzt weiß was er mir wirklich angetan hat, kam (wenig überraschend) nur ein "ich soll adäquat mit diesen falschen Anschuldigungen umgehen". Danach hat er sich nie wieder dazu geäußert, immer wieder nur zu anderen Sachen. Zu der Zeit hatte ich den Kontakt zu meinem Vater schon abgebrochen, hatte ihm dann aber nur diesen Brief geschrieben. Ich habe ihn dann Angezeigt, da ich für mich das Gefühl brauchte, dass ich alles getan habe was man tun konnte, um mich dann einer Traumatherapie zu widmen und mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Mir wurde von vielen Beratungsstellen schon gesagt, dass das Verfahren mit hoher Sicherheit eingestellt wird, da schlichtweg die Beweise fehlen, dennoch brauchte ich das für mein Gefühl. Gleichzeitig hatte ich Opferentschädigung beantragt (dieses wurde mir, nach einer Begutachtung, auch bewilligt). Gut ein 3/4 Jahr später hatte ich dann ein aussagepsychologisches Gutachten zur Überprüfung meiner Glaubhaftigkeit. Daraufhin wurde das Verfahren gegen meinen Vater eingestellt.