Sui*idgedanken *trigger

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Re: Sui*idgedanken *trigger

von Lillith11 » So Dez 07, 2025 10:53 am

Hallo Silent Widow,


es hat mich ausgesprochen gefreut, dass Du etwas mit meiner Schilderung anfangen konntest und ganz lieben Dank für die netten Worte, das hat mich sehr gefreut!!!

Ich verstehe, dass es nicht immer an der Zeit ist, in die Klinik zu gehen, aber, ich kenne Dich nicht, und es ist ja tatsächlich auch das, was man in jedem Fall raten sollte, wenn wir von S****d-Gedanken sprechen.

Früher war es für mich wirklich hilfreich, dann auch die Option Klinik zu haben. Ich habe nur lange diese Gedanken nicht mehr gehabt, deshalb ist dies alles so ein bisschen raus aus meinem Alltag.

Aber, ich nehme noch Medikamente. Und ich merke, dass sie mir helfen. Ich habe auch schon runterdosiert.

Ja, mein Sohn wird 16, und natürlich darf er entscheiden, ob er seine Oma sehen möchte. Da kann ich nicht mehr tun als aufzupassen.
Mein Sohn ist ja selber Teil des dysfunktionalen Systems, er ist in diese Familie hineingeboren, und ich kann ihm keinen Vorwurf machen, wenn er Kontakt zur Oma haben will.
Es geht bei MIR um die Männer meiner Mutter, um meinen Vater und Stiefvater. (Und um eine externe Person, die es auf Mädchen/Kontrolle über mich/ abgesehen hatten. )
Der Stiefvater ist extrem narzisstisch und hegt aufgrund seiner Geschichte einen "Hass," gegen Frauen. Insofern ist mein Sohn "nur" indirekt betroffen, also dadurch dass ich, die Zielperson von meinem Stiefvater, seine Mutter bin. Schlimm genug, aber so ist es eben.

Ich hatte auch, als ich 16 war, versucht, Kontakt zu meinem gewalttätigen Vater aufzunehmen, (0weil er leider nun mal mein Vater ist. )
Das hat meine Mutter mir damals sehr übel genommen. Meine Mutter ist allerdings auch nicht nur "das Opfer". Ich bin auch ihre Zielperson.
Sehr verwirrend.

Also, ich habe mich durch Deinen Thread sehr angesprochen gefühlt, weil vieles ähnlich scheint.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du hier weiter über Deinen Weg schreiben würdest!! Wie geht es Dir heute?

Re: Sui*idgedanken *trigger

von Aufatmende » So Dez 07, 2025 9:19 am

Das klingt doch nach einem guten Plan.
Viel Erfolg damit.

Re: Sui*idgedanken *trigger

von Silent Widow » So Dez 07, 2025 9:09 am

Aufatmende hat geschrieben: Sa Dez 06, 2025 7:49 pm Du bist fast ein Jahr ohne Medikamente ausgekommen. Wow!
Dir ging es zwei Jahre gut. Nochmal wow!
Ich habe deinen Text gerne gelesen.
Er zeigt, was man erreichen kann. Mit Rückschlägen müssen wir wohl leben. Wohl oder übel.
Ich war nie längere Zeit suizidal. Kann mich also nur bedingt hinein versetzen. Aber fragen, was dir damals geholfen hat. Wie du dich besser von deiner Familie abgrenzen könntest.
Kannst du nicht mit einer Therapeutin, die du von früher kennst, Kontakt aufnehmen und die nicht genehmigungspflichtigen Therapien außerhalb des Regelfalles ausschöpfen? Du musst ja nicht gleich in Traumaverarbeitung einsteigen, sondern dich nur wieder stabilisieren.
Ich war lange nicht hier und weiß nicht, ob ich wieder reinschaue. Hat absolut nichts mit dir zu tun, wenn ich hier nicht nochmal antworte.
Danke für deine Antwort.
Ich werde nächste Woche Kontakt mit meiner alten Therapeutin aufnehmen um zu schauen was wir über die Krankenkasse abwickeln können. Eine neue Therapie möchte ich nicht starten, sowohl Trauma Behandlung als auch Verhaltenstherapie.
Ich habe in den letzten Jahren gelernt wie ich mich alleine regulieren kann, wenn es mir schlecht geht und das reicht vollkommen.
Abgrenzung zu meiner ursprungsfamilie muss ich lernen. Da das Thema noch sehr neu für mich ist bin ich wahrscheinlich wieder in ein Loch gefallen.
Aber auch das werde ich schaffen.

Alles Liebe

Re: Sui*idgedanken *trigger

von Silent Widow » So Dez 07, 2025 9:03 am

Lillith11 hat geschrieben: Sa Dez 06, 2025 5:11 pm Hallo Silent Widow,


Hm, ich glaube, die erste Maßnahme ist, dass Du für Dich sorgst, um stabil zu werden. eine Psychiatrie wäre angesichts der S**z*dgedanken sicherlich empfehlenswert, kommt derzeit nicht in Frage, weil Du Verantwortung für deinen pflegebedürftigen Freund hast, sagst Du? Es gibt Verhinderungspflege, wenn Du die Pflege unterbrechen musst, weil Du krank bist, oder weil Du Urlaub nehmen möchtest. Es ist ganz einfach möglich, dies zu beantragen.

Es ist nach vollziehbar, wenn Dich schwere Gedanken /oder Symptome einholen, wenn Du wieder "Kontakt" zur Vergangenheit hast, unbeabsichtigterweise. Mir geht es dann auch immer so.

Mein Sohn hat sogar direkten T+t+erkontakt, weil er Kontakt zu meiner Mutter haben möchte. Das muss ich akzeptieren, habe ich so entschieden.

Das ist für mich immer eine schwere Zeit, und ich bin da auch offen für Symptome, das ist alles ganz normal, und ich versuche, präventiv ganze Arbeit z leisten, damit es mir gut geht und ich stabil bleibe. Gleichzeitig passe ich natürlich - aus der Ferne- darauf auf, dass es meinem Sohn gut geht, und er in Sicherheit ist.
S***z*dgedanken kamen bei mir auf, wenn ich einfach einen emotional schwer belastenden Zustand bei mir beenden möchte. Ich wollte nie mein Leben beenden.

Wie sieht denn Selbstfürsorge für Dich aus? Hast Du einen Prof oder eine psychosoziale Beratung/ Arzt/Ärztini an Deiner Seite, de/dier für Dich in Krisen ansprechbar ist? Gibt es Themen, Hobbys, Kraftorte, etc., die Dich gut ablenken und Dir Kraft schenken?

Sei herzlich gegrüßt von

Lillith11

vielen Dank für deine Nachricht und dass du dir die Zeit genommen hast, so offen auf meine Situation einzugehen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es für dich schwer ist, wenn dein Sohn direkten Kontakt zu deiner Mutter hat und du gleichzeitig auf seine Sicherheit achten musst. Ich finde es bewundernswert, wie du dich um beides kümmerst – sowohl um dein eigenes Wohlbefinden als auch um das deines Sohnes. Das zeigt, wie verantwortungsvoll und reflektiert du bist.

Ich möchte dir ehrlich sagen, dass ich aktuell nicht in eine Klinik gehen werde. Ich weiß genau, dass ich mir trotz dieser Gedanken nichts antun werde. Es sind Momente, in denen schwere Gefühle und belastende Gedanken aufkommen, aber sie sind für mich eine Art Ausdruck von Erschöpfung und Überforderung, nicht von einer tatsächlichen Gefahr für mein Leben. Es beruhigt mich sehr, zu wissen, dass du das ebenfalls aus eigener Erfahrung kennst und dass solche Gedanken nicht ungewöhnlich sind, wenn man mit emotional belastenden Situationen konfrontiert wird.

Selbstfürsorge ist für mich im Moment sehr wichtig, und ich versuche, kleine Dinge zu tun, die mir Stabilität geben, auch wenn es manchmal schwerfällt. Ich finde es gut, dass du Strategien wie präventive Maßnahmen, Ablenkung durch Hobbys oder Kraftorte erwähnst – das ist für mich ein wertvoller Hinweis. Ich habe ebenfalls einige Methoden, die mir Kraft geben, auch wenn ich gerade stark beansprucht bin durch die Pflege meines Freundes und andere Verpflichtungen.

Ich möchte dir einfach sagen, dass ich deine Worte sehr schätze. Ich fühle mich verstanden und sehe, dass du deine eigenen Herausforderungen hast, was mir noch einmal deutlich macht, wie viel Verantwortung und Stärke wir in unseren Situationen tragen können

Danke, dass du deine Erfahrungen geteilt hast. Es hilft mir, zu wissen, dass ich nicht allein in diesen Momenten bin, und dass es Wege gibt sich selbst zu schützen und stabil zu bleiben, ohne dass man sofort drastische Maßnahmen ergreifen muss.
Ich hoffe, du kannst ebenfalls Kraft und Stabilität in deinem Alltag finden, trotz der schwierigen Momente.

Re: Sui*idgedanken *trigger

von Aufatmende » Sa Dez 06, 2025 7:49 pm

Du bist fast ein Jahr ohne Medikamente ausgekommen. Wow!
Dir ging es zwei Jahre gut. Nochmal wow!
Ich habe deinen Text gerne gelesen.
Er zeigt, was man erreichen kann. Mit Rückschlägen müssen wir wohl leben. Wohl oder übel.
Ich war nie längere Zeit suizidal. Kann mich also nur bedingt hinein versetzen. Aber fragen, was dir damals geholfen hat. Wie du dich besser von deiner Familie abgrenzen könntest.
Kannst du nicht mit einer Therapeutin, die du von früher kennst, Kontakt aufnehmen und die nicht genehmigungspflichtigen Therapien außerhalb des Regelfalles ausschöpfen? Du musst ja nicht gleich in Traumaverarbeitung einsteigen, sondern dich nur wieder stabilisieren.
Ich war lange nicht hier und weiß nicht, ob ich wieder reinschaue. Hat absolut nichts mit dir zu tun, wenn ich hier nicht nochmal antworte.

Re: Sui*idgedanken *trigger

von Lillith11 » Sa Dez 06, 2025 5:11 pm

Hallo Silent Widow,


Hm, ich glaube, die erste Maßnahme ist, dass Du für Dich sorgst, um stabil zu werden. eine Psychiatrie wäre angesichts der S**z*dgedanken sicherlich empfehlenswert, kommt derzeit nicht in Frage, weil Du Verantwortung für deinen pflegebedürftigen Freund hast, sagst Du? Es gibt Verhinderungspflege, wenn Du die Pflege unterbrechen musst, weil Du krank bist, oder weil Du Urlaub nehmen möchtest. Es ist ganz einfach möglich, dies zu beantragen.

Es ist nach vollziehbar, wenn Dich schwere Gedanken /oder Symptome einholen, wenn Du wieder "Kontakt" zur Vergangenheit hast, unbeabsichtigterweise. Mir geht es dann auch immer so.

Mein Sohn hat sogar direkten T+t+erkontakt, weil er Kontakt zu meiner Mutter haben möchte. Das muss ich akzeptieren, habe ich so entschieden.

Das ist für mich immer eine schwere Zeit, und ich bin da auch offen für Symptome, das ist alles ganz normal, und ich versuche, präventiv ganze Arbeit z leisten, damit es mir gut geht und ich stabil bleibe. Gleichzeitig passe ich natürlich - aus der Ferne- darauf auf, dass es meinem Sohn gut geht, und er in Sicherheit ist.
S***z*dgedanken kamen bei mir auf, wenn ich einfach einen emotional schwer belastenden Zustand bei mir beenden möchte. Ich wollte nie mein Leben beenden.

Wie sieht denn Selbstfürsorge für Dich aus? Hast Du einen Prof oder eine psychosoziale Beratung/ Arzt/Ärztini an Deiner Seite, de/dier für Dich in Krisen ansprechbar ist? Gibt es Themen, Hobbys, Kraftorte, etc., die Dich gut ablenken und Dir Kraft schenken?

Sei herzlich gegrüßt von

Lillith11

Sui*idgedanken *trigger

von Silent Widow » Sa Dez 06, 2025 10:19 am

Hallo,
ich war vor Jahren schonmal hier unter einem anderen Namen registriert.
Ich habe in meiner Kindheit mehrfach sexuellen Missbrauch und Vergewaltigungen durch verschiedene Tä*er erfahren und jetzt 13 Jahre psychiatrische und therapeutische Behandlung hinter mir. Seit 2 Jahren geht es mir gut und ich genieße mein Leben. Bis ich Anfang dieses Jahres meine Medikamente absetzen musste wegen einer diagnostizierten MCAS.
Umstieg auf andere Medikamente war für mich keine Option. Ich setze sie also ab und mir ging es weiterhin gut.
Vor 3 Wochen wendete sich das Blatt. Es kamen Erinnerungen, (weil mein Sohn sich mit meinem Bruder traf wahrscheinlich) die ich längst verarbeitet habe wieder hoch, zumindest dachte ich sie wären verarbeitet.

Mein Bruder hat nichts getan, aber er hat Kontakt zu meiner Erzeugerin, mit der ich keinen Kontakt haben möchte.
Ja versicherte mir auch, dass er nicht von uns erzählen würde.

Als mein Sohn sich mit meinem Bruder getroffen hat, erzählte er mir hinterher, dass mein Bruder eben schöne Grüße von seiner Oma ausrichten sollte.
Mein Sohn sagte er will keine schönen Gruß von ihr.

Seitdem ist das Verhältnis zwischen mir und meinem Bruder etwas angespannt. Ich muss dazu sagen, ich habe nur WhatsApp Kontakt zu ihm wir haben noch nicht telefoniert und uns nicht getroffen.
Er sagte er erzählt nichts weiter, er habe nur gesagt, dass er sich mit ihm trifft.
Ich bin etwas im Zwiespalt und weiß nicht ob ich ihn vertrauen kann.
Durch die Erinnerungen die wieder hochgekommen sind, ging es mir von Tag zu Tag schlechter, bis vor einer Woche meine Suizid*idgedanken zurückgekehrt sind.
Ich würde mir nie das Leben nehmen, aber diese Gedanken belasten mich sehr.

Eine Option wären neue Medikamente, wobei ich Angst davor habe, weil ich nicht möchte dass es meinem Körper wieder schlecht geht. Die zweite Option Therapie, was ich auch nicht mehr möchte, da ich buchstäblich durch die Hölle ging als wir das alles bearbeitet haben.
Ich möchte nur, dass diese Gedanken verschwinden und ich mein Leben wieder in Ruhe weiterführen kann.
Vorübergehend in eine Psychiatrie geht nicht, weil ich mich um meinen pflegebedürftigen Partner kümmere und er sonst niemanden hat.

Ich wünsche mir hier einen Platz zu haben, an dem ich einfach offen kommunizieren/schreiben kann, was mich belast und vielleicht ein paar Tips zu bekommen, wie ich "alleine" damit umgehen kann.

Gestern habe ich mich einer Freundin anvertraut und großes Mitgefühl und Verständnis für meine Situation bekommen.
Sie hat mir auch Tips gegeben, wie tanzen, singen, schreien, alles was mir gut tut zu tun.
Ich könnte auch jederzeit mit dir sprechen sagte sie. Aber ich möchte sie nicht jeden Tag damit belasten.

Heute bin ich nur traurig, keine dieser Gedanken bisher. Aber ich möchte vorbereitet darauf sein, falls es wieder anfängt.

Vielen Dank fürs lesen
und Entschuldigung für den langen Text.

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